{"id":20994,"date":"2022-05-13T18:25:56","date_gmt":"2022-05-13T16:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wilhelmshaven-umweltministerkonferenz-klima-camp\/"},"modified":"2022-05-13T23:18:34","modified_gmt":"2022-05-13T21:18:34","slug":"wilhelmshaven-umweltministerkonferenz-klima-camp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wilhelmshaven-umweltministerkonferenz-klima-camp\/","title":{"rendered":"Wilhelmshaven: Umweltministerkonferenz \u2013 Klima-Camp"},"content":{"rendered":"<p>Hat die Erde noch eine Zukunft oder nicht? Zeichen setzen, erkl\u00e4ren, informieren, aufr\u00fctteln und klipp und klar sagen, was Sache ist. Auch wenn es nicht f\u00fcr alles klare und einfache Antworten gibt \u2013 zumindest jetzt noch nicht \u2013 so ist das noch lange kein Grund, nicht zu fragen und einen Denkprozess anzusto\u00dfen. Oder sogar Forderungen zu stellen. Das alles war Programm beim Klima-Camp in Wilhelmshaven, das die diesj\u00e4hrige Umweltministerkonferenz begleitete. Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und die Evangelisch-reformierte Kirche waren hier vertreten.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Umweltministerkonferenz ist eine Fachkonferenz f\u00fcr Umweltpolitik. Gastgeber ist in diesem Jahr Niedersachsen, Umweltminister Olaf Lies hatte deshalb die Ministerkolleg*innen aller Bundesl\u00e4nder in seine Geburtsstadt Wilhelmshaven eingeladen, die zuk\u00fcnftig zur \u201eEnergiedrehscheibe\u201c entwickelt werden soll. Bei dieser Konferenz geht es regelm\u00e4\u00dfig zwei Mal im Jahr um Abstimmung unter den Bundesl\u00e4ndern. Themen waren diesmal unter anderem das raschere Vorankommen bei erneuerbaren Energien, Versorgungssicherheit im Energiesektor und die geplanten LNG-Terminal an der K\u00fcste, nat\u00fcrlich auch der Weg zur Klimaneutralit\u00e4t Deutschlands sowie die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Klimaschutz. &nbsp; &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend die Umweltminister*innen im gr\u00f6\u00dften Hotel der Stadt tagten, informierte ein bunt gemischtes Aktionsb\u00fcndnis aus Umweltaktivist*innen, Verb\u00e4nden, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen alle Interessierten \u00fcber die Themen, die \u00fcber nicht weniger als die Zukunft der Erde entscheiden. Am Rande wurden dabei auch Thesenpapiere an die Politiker*innen \u00fcberreicht. \u201eDamit denen nicht verloren geht, was ihre Hausaufgaben sind\u201c, fasste ein Teilnehmer knapp zusammen.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und die Evangelisch-reformierte Kirche teilten sich beim Klima-Camp einen Stand, an dem auf den ersten Blick die Neugier siegte: daf\u00fcr sorgten ein gro\u00dfes Gl\u00fccksrad und ein Kirchturm, der nach dem Prinzip des Fadenziehens einen Segenswunsch f\u00fcr alle parat hielt. \u201eJeder hat einen Spieltrieb, deshalb haben wir uns daf\u00fcr entschieden\u201c, berichtete Franziska Beck, Eine-Welt-Regional-Promoterin, die viel \u00fcber fairen Handel, bedenkliche Lieferketten und globalgerechte Landwirtschaft zu berichten wusste und das unter anderem \u00fcber das Gl\u00fccksrad vermittelte.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Andrea Feyen, Beauftragte f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz und Energie der oldenburgischen Kirche war sofort klar, dass die Kirche das Umwelt-Camp mitgestalten sollte. \u201eEs gibt hier so viel Ehrenamtliche, die sich einsetzen und als Kirche arbeiten wir ja an den gleichen Themen \u2013 Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Klimaschutz. Kirche muss sich hier zeigen und darstellen, was alles schon getan wird\u201c, erkl\u00e4rte Feyen. Es gebe weder Grund, sich auszuruhen, noch f\u00fcr Resignation: \u201eEs ist gerade ganz viel im Fluss, es entwickelt sich viel Mut machendes\u201c, sagte sie. Grund genug, noch mehr aufzukl\u00e4ren, Zusammenh\u00e4nge sichtbar zu machen, um noch mehr Menschen zu sensibilisieren. Und daf\u00fcr sei jede Gelegenheit willkommen. Um voranzukommen, w\u00fcrden aber auch politische Rahmenbedingungen ben\u00f6tigt, die nun dringend festgeklopft werden m\u00fcssten. &nbsp;<\/p>\n<p>Roland Morfeld, Klimaschutzmanager der Evangelisch-reformierte Kirche erl\u00e4uterte, dass neben der Geb\u00e4udenutzung die Nahrung einen Gro\u00dfteil des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks ausmache. Anhand eines Plakats machte er ganz schnell deutlich, wie sich was rechnet und pl\u00f6tzlich wird einem klar, wo der Knackpunkt im eigenen Denken bisher gelegen hat. Daran etwas zu \u00e4ndern, ist dann Hausaufgabe f\u00fcr jeden pers\u00f6nlich.&nbsp;<\/p>\n<p>Ein paar mehr Besucher*innen h\u00e4tten sich die Verantwortlichen schon gew\u00fcnscht, doch unter der Woche und mitten am Tag blieb die Resonanz verhalten. \u201eDaf\u00fcr haben wir f\u00fcr die einzelnen Besucher*innen wirklich Zeit\u201c, sah Mordorf die Vorteile. \u201eWichtig ist vor allem die Sichtbarkeit, auf f\u00fcr die Politiker, die hier tagen. Die sollen merken, dass wir Wichtiges zu sagen haben\u201c, unterstrich Beck.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<em>Ein Beitrag von Annette Kellin.<\/em><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/wilhelmshaven-umweltministerkonferenz-klima-camp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilhelmshaven: Umweltministerkonferenz \u2013 Klima-Camp<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat die Erde noch eine Zukunft oder nicht? 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