{"id":21070,"date":"2022-05-21T16:21:34","date_gmt":"2022-05-21T14:21:34","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/eine-begegnung-auf-augenhoehe\/"},"modified":"2022-05-21T23:17:20","modified_gmt":"2022-05-21T21:17:20","slug":"eine-begegnung-auf-augenhoehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/eine-begegnung-auf-augenhoehe\/","title":{"rendered":"\u201eEine Begegnung auf Augenh\u00f6he\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit einem \u201eWort der Synode zum Ukraine-Krieg\u201c und einer F\u00fclle von Arbeitsauftr\u00e4gen f\u00fcr die Synodenaussch\u00fcsse aus der Jugendsynode ging am Sonnabend die Synodentagung der oldenburgischen Kirche zu Ende.<\/strong><br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn einem \u201eWort der Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg\u201c zum Ukraine-Krieg hat das Kirchenparlament am Sonnabend den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und ihre Solidarit\u00e4t mit den Leidtragenden bekundet. Sie kritisierte sie scharf den \u201emenschenverachtenden Angriffskrieg auf die Ukraine\u201c. \u201eKrieg soll nach Gottes Willen nicht sein.\u201c \u201eWir stehen an der Seite der Opfer des Krieges und setzen uns mit aller Macht f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten ein. Wir stehen an der Seite all derer, die sich um den Frieden bem\u00fchen &#8211; auch in Belarus und Russland.\u201c Mit ihrer Erkl\u00e4rung folgte die Synode dem Bericht von Bischof Thomas Adomeit, der am Donnerstag zur aktuellen Situation angesichts des Krieges in der Ukraine gesprochen hatte.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDie Synode k\u00f6nne die \u00dcberlegungen zu den Waffenlieferungen nachvollziehen, aber sie wisse auch, dass \u201ein der Zerrissenheit zwischen dem Recht auf Selbstverteidigung der Ukraine und der Frage der Waffenlieferungen dorthin Schuld auf uns laden\u201c, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung. Es sei schwer auszuhalten, dass es keine allein richtige Entscheidung gebe, \u201edenn es gibt keinen gerechten Krieg\u201c. Die Mehrausgaben f\u00fcr die Bundeswehr d\u00fcrfe \u201enicht zu K\u00fcrzungen im Bundeshaushalt im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit und der humanit\u00e4ren Hilfe f\u00fchren, weil dies Friedensbem\u00fchungen auch in anderen Konfliktlagen erschwert.\u201c &nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nVielmehr m\u00fcsse eine Friedensethik entwickelt werden, die Initiativen zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung voranbringe, forderte die Synode. Die Friedensethik sollte \u201eentwicklungs- und klimapolitische Bem\u00fchungen f\u00f6rdern, damit Kriegsszenarien nicht mehr oder zumindest immer seltener eintreten\u201c. Weiter m\u00fcsse die evangelische Friedensethik kl\u00e4ren, wie die Geltung des V\u00f6lkerrechtes so abgesichert werden k\u00f6nne, dass ein Rechtsbruch wirksam unterbunden werden kann.<br \/>\n\u201eIch bin stolz\u201c, sagte Bischof Adomeit, dass sich die Synode bei diesem Thema positioniert habe. F\u00fcr diese Klarheit sei er dankbar.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAm Donnerstagnachmittag und am Freitag tagte die Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg erstmals als Jugendsynode. Dazu kamen die 60 Synodalen mit 30 Jugenddelegierten zusammen, um \u00fcber die Zukunft der Kirche zu diskutieren und Antr\u00e4ge zu erarbeiten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eEs war das Highlight dieser Tagung\u201c, sagte r\u00fcckblickend Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen. \u201eDieses Format habe der Kirche gut getan.\u201c Auch der Jugendpr\u00e4sident der Jugendsynode, Lucas Thiel, zeigte sich sehr zufrieden. \u201eEs war ein tolles erstes Experiment\u201c, das aber nicht einmalig bleiben d\u00fcrfe. Die Jugenddelegierten hatten den Eindruck, dass sie mit ihren Vorstellungen geh\u00f6rt worden seien. Es war \u201eeine Begegnung auf Augenh\u00f6he\u201c. \u201eDer gemeinsame Blick auf die Kirche habe Spa\u00df gemacht\u201c, berichtete der Jugendsynodale und Sprecher der Jugendkammer, Fabian Dargel. Das \u201eExperiment\u201c sei gegl\u00fcckt, \u201ean dem k\u00f6nnen wir ankn\u00fcpfen\u201c. &nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nBei den Antr\u00e4gen der Jugendsynode ging es im Kern um die Beteiligung von Jugendlichen an den Entscheidungsprozessen und in den kirchlichen Gremien, die durch zus\u00e4tzliche Berufungen erm\u00f6glicht werden sollen. Gleich drei der acht Arbeitsgruppen hatten eine st\u00e4rkere Beteiligung und leichtere Beteiligung von Jugendlichen eingefordert und verschiedene Vorschl\u00e4ge eingereicht. Dazu geh\u00f6rte eine Flexibilisierung der Wahlperiode, weil junge Menschen in der Ausbildung sich nicht auf eine ganze Wahlperiode festlegen k\u00f6nnten. Auch ein \u201eTandem-System\u201c wurde vorgeschlagen: Zwei oder mehrere junge, aber auch \u00e4ltere berufene Mitglieder sollten sich die Beratungsarbeit in den Gremien teilen, aber nur mit einer Stimme entscheiden d\u00fcrfen. Ebenso sollten &nbsp;\u201eSchnupperzeiten\u201c f\u00fcr die Gremienarbeit, etwa im Gemeindekirchenrat, sollten angeboten werden, um aufzuzeigen, wie attraktiv die Mitwirkung und -entscheidung sein kann. In diesem Zusammenhang wurde auch angeregt, \u00fcber eine Quote zur Beteiligung von Jugendlichen in den kirchlichen Gremien diskutiert. Zwei Jugendsynodale in der 60-k\u00f6pfigen Landessynode seien sicher unbefriedigend; hilfreich w\u00e4re eher eine prozentuale Vorgabe. Dagegen spreche jedoch, dass auch Jugendliche ihr Wahlrecht wahrnehmen k\u00f6nnten und entsprechend mehr junge Menschen in die Gremien w\u00e4hlen k\u00f6nnten. Auch gab es Bedenken, ob durch die F\u00fclle von Berufungen das generelle Wahl-Prinzip aufgeweicht werde.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDar\u00fcber hinaus m\u00fcsse eine finanzielle und materielle Ausstattung f\u00fcr eine gute digitale Kommunikation geschaffen werden. Grundlegend sei zudem, die Synodalen in einem eigenen Intranet mit Informationen zu versorgen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAuch die Frage nach der zuk\u00fcnftigen Nutzung von Kirchenr\u00e4umen m\u00fcndete in einem Antrag. So sollen alle Gemeinden bis zum Jahresende 2025 eine Geb\u00e4udeanalyse machen lassen k\u00f6nnen, die von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bezahlt werden m\u00f6ge. Bisher mussten die ohnehin in Finanznot geratenen Gemeinden eine solche Analyse, die vor einem Verkauf stehen muss, selbst bezahlen. Nach der Analyse sollte eine \u201eTaskforce\u201c, in der externe Profis mit haupt- und ehrenamtlichen Kr\u00e4ften der Kirche gemeinsam entscheiden, was mit den Geb\u00e4uden geschehen soll.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAls einen Schwerpunkt kirchlicher Arbeit machte die Arbeitsgruppe \u201eMusik\u201c die vielf\u00e4ltige musikalische Arbeit der Kirche aus. Es gelte nicht nur, sich neuerer Musik zu \u00f6ffnen, sondern auch das alte Kirchenlied zu pflegen \u2013 dies aber vor allem den jungen Menschen mit Hintergrundwissen n\u00e4her zu bringen. Mit Flyer oder Plakaten lasse sich Jugend nicht f\u00fcr klassische Kirchenkonzerte erw\u00e4rmen, eher schon auf elektronischem Weg beziehungsweise \u00fcber die sozialen Medien. Ebenso riefen die Delegierten die Kirchengemeinden und Einrichtungen auf, neben dem klassischen 10-Uhr-Gottesdienst am Sonntag mutig neue Formen der Verk\u00fcndigung auszuprobieren.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nNun beginnt die Arbeit in den Fachaussch\u00fcssen. Dabei werden alle Aussch\u00fcsse aufgefordert, bei der Bearbeitung der Auftr\u00e4ge der Jugendsynode die Jugenddelegierten als fachkundige G\u00e4ste sowie weitere fachkundige Mitarbeitende (z.B. Gottesdienst-Beraterinnen und -Berater, Vertreterinnen und Vertreter aus der Jugendkammer) hinzugezogen werden. Bis zur sechsten Tagung der 49. Synode im November sollen erste Vorschl\u00e4ge zur Beratung und zur Beschlussfassung vorliegen.&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"\/\/page?uid=22188\">Weitere Informationen finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/eine-begegnung-auf-augenhoehe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eEine Begegnung auf Augenh\u00f6he\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem \u201eWort der Synode zum Ukraine-Krieg\u201c und einer F\u00fclle von Arbeitsauftr\u00e4gen f\u00fcr die Synodenaussch\u00fcsse aus der Jugendsynode ging am Sonnabend die Synodentagung der oldenburgischen Kirche zu Ende. &nbsp; &nbsp; In einem \u201eWort der Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg\u201c zum Ukraine-Krieg hat das Kirchenparlament am Sonnabend den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und ihre Solidarit\u00e4t mit den Leidtragenden bekundet. 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