{"id":2117,"date":"2015-05-19T14:15:00","date_gmt":"2015-05-19T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bremische-kirche-muss-sich-von-gebaeuden-trennen\/"},"modified":"2015-05-19T14:15:00","modified_gmt":"2015-05-19T12:15:00","slug":"bremische-kirche-muss-sich-von-gebaeuden-trennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremische-kirche-muss-sich-von-gebaeuden-trennen\/","title":{"rendered":"Bremische Kirche muss sich von Geb\u00e4uden trennen"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Die Bremische Evangelische Kirche muss sich mittelfristig von einer Reihe ihrer Geb\u00e4ude verabschieden. Das sei angesichts sinkender Mitgliederzahlen n\u00f6tig, sagte am Dienstag Verwaltungschef Johann Daniel Noltenius. \u00abDer Geb\u00e4udebestand ist in den 1960er und 1970er Jahren f\u00fcr 400.000 Mitglieder aufgebaut worden, heute steuern wir auf die H\u00e4lfte zu.\u00bb Kirchenpr\u00e4sidentin Edda Bosse betonte, die Kirche wolle nicht in erster Linie \u00abin Steine investieren, sondern in die Arbeit mit Menschen\u00bb. Geb\u00e4ude kosteten in der Unterhaltung Geld, das dann etwa in der Seelsorge oder in der Diakonie fehle.<\/p>\n<p>Noltenius sch\u00e4tzt, dass sich die bremische Kirche in den n\u00e4chsten zehn Jahren von bis zu 20 Gemeindezentren sowie drei oder vier Sakralgeb\u00e4uden wird trennen m\u00fcssen. Was mit Geb\u00e4uden geschieht, die nicht mehr gebraucht werden, soll auch auf der Fr\u00fchjahrssynode der Bremischen Evangelischen Kirche diskutiert werden, die an diesem Mittwoch in der Hansestadt beginnt.<\/p>\n<p>Zum Geb\u00e4udebestand der bremischen Kirche geh\u00f6ren eigenen Angaben zufolge unter anderem 52 Kirchen, 33 Gemeindezentren und 65 Kinderg\u00e4rten. Mit Investitionen in H\u00f6he von knapp 80 Millionen Euro sollen wichtige Geb\u00e4ude bis 2017 modernisiert, energetisch saniert und umgenutzt werden. An einigen Standorten wird auch neu gebaut.<\/p>\n<p>Wenn man sich von Geb\u00e4uden trennen m\u00fcsse, gehe es in erster Linie um Gemeindezentren, \u00aberst zuletzt um Kirchen\u00bb, betonte Noltenius. So sei jetzt das Gemeindezentrum der St.-Stephani-Kirche am westlichen Rand der Innenstadt verkauft worden. In Bremen-Osterholz werde Mitte des Jahres das Gemeindezentrum Ellener Brok aufgegeben. Das sei jeweils \u00abein schmerzlicher Prozess\u00bb, doch angesichts steigender Kosten etwa f\u00fcr die Heizung unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Angesichts einer guten Finanzlage m\u00fcsse nichts in Panik entschieden werden, es gehe nicht um Horrorszenarien eines Ausverkaufs kirchlicher Geb\u00e4ude, erg\u00e4nzte Bosse. Doch durch Fusionen und Kooperationen k\u00f6nnten Angebote r\u00e4umlich konzentriert werden, wie das Beispiel eines Tagungszentrums im zentral gelegenen Domkapitelhaus zeige.<\/p>\n<p>Gefragt seien auch kreative Konzepte der Umnutzung. Bosse nannte in diesem Zusammenhang eine Kulturkirche, eine Jugendkirche und eine Musikschule, die jeweils in ehemaligen Gemeindekirchen entstanden sind. Schon vor langer Zeit hat die bremische Kirche ihre Fleetkirche im Bremer Westen an die serbisch-orthodoxe Gemeinde verkauft.<\/p>\n<p>Die abnehmende Mitgliederzahl der Bremischen Evangelischen Kirche geh\u00f6rt zu den Hauptthemen der Fr\u00fchjahrssynode in Bremen, zu der 155 Delegierte bis Donnerstag zusammenkommen. Den Angaben zufolge rechnet die Kirche bis 2030 damit, dass die Zahl ihrer Mitglieder durch Austritte und die demografische Entwicklung um mehr als ein F\u00fcnftel zur\u00fcckgeht. Dann sollen es noch rund 163.000 sein. Den 61 Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche in Bremen und Bremerhaven geh\u00f6ren derzeit eigenen Angaben zufolge rund 210.000 Mitglieder an.<\/p>\n<p>Internet: www.kirche-bremen.de <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Die Bremische Evangelische Kirche muss sich mittelfristig von einer Reihe ihrer Geb\u00e4ude verabschieden. 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