{"id":21362,"date":"2022-06-21T12:18:00","date_gmt":"2022-06-21T10:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-meister-antisemitisches-werk-haette-nie-gezeigt-werden-duerfen-documenta-fuehrung-reagiert-nach-massiver-kritik-mit-abbau\/"},"modified":"2022-06-22T23:17:27","modified_gmt":"2022-06-22T21:17:27","slug":"bischof-meister-antisemitisches-werk-haette-nie-gezeigt-werden-duerfen-documenta-fuehrung-reagiert-nach-massiver-kritik-mit-abbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-meister-antisemitisches-werk-haette-nie-gezeigt-werden-duerfen-documenta-fuehrung-reagiert-nach-massiver-kritik-mit-abbau\/","title":{"rendered":"Bischof Meister: Antisemitisches Werk h\u00e4tte nie gezeigt werden d\u00fcrfen  &#8211; documenta-F\u00fchrung reagiert nach massiver Kritik mit Abbau"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Hannover\/Celle (epd). Nach Antisemitismusvorw\u00fcrfen gegen die \u00abdocumenta fifteen\u00bb mehrt sich die Kritik an der Leitung der Kunstausstellung. Der evangelische Landesbischof Ralf Meister verwies gegen\u00fcber dem Evangelischen Pressedienst (epd) darauf, dass bereits seit Monaten \u00fcber antisemitische Tendenzen bei den Kuratorinnen und Kuratoren der documenta diskutiert werde. \u00abIch h\u00e4tte mir fr\u00fcher ein entschiedenes Eingreifen der Verantwortlichen gew\u00fcnscht, ein solches Bild h\u00e4tte nie \u00f6ffentlich ausgestellt werden d\u00fcrfen\u00bb, betonte er mit Blick auf das antisemitische und israelfeindliche Motive zeigende Werk \u00abPeople&#8217;s Justice\u00bb des indonesischen K\u00fcnstlerkollektivs Taring Padi.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00abUnter dem Deckmantel der Kunstfreiheit auch nur im Ansatz das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen und mit Kunstwerken antisemitische Stereotypen zu verbreiten, ist der documenta nicht w\u00fcrdig\u00bb, kritisierte Meister. Zugleich zeige sich aber, dass es auch in der Kunstszene antisemitische Str\u00f6mungen gebe, denen sich die Gesellschaft entschieden entgegenstellen m\u00fcsse, betonte Meister. Der Aufsichtsrat der documenta hatte nach erheblichen Protesten und einer zwischenzeitlichen Verh\u00fcllung des umstrittenen Werks am Dienstagnachmittag angek\u00fcndigt, das monumentale Banner abbauen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Zuvor hatten auch prominente Pers\u00f6nlichkeiten aus Niedersachsen eine Entfernung des Kunstwerks aus der Ausstellung gefordert. \u00abDie Arbeit des K\u00fcnstlerkollektivs Taring Padi ist in einigen Partien f\u00fcr mich eindeutig diskriminierend und dar\u00fcber hinaus auch klar antisemitisch\u00bb, sagte Direktor des Sprengel Museums Hannover, Reinhard Spieler, am Dienstag auf epd-Anfrage. Das Kunstwerk bringe das innovative Konzept des documenta-Kuratorenteams in Misskredit.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">F\u00fcr den Landesverband der J\u00fcdischen Gemeinden von Niedersachsen forderte der Vorsitzende Michael F\u00fcrst: \u00abWeg mit dieser Kunst, die keine ist.\u00bb Die documenta-Leitung m\u00fcsse jetzt Verantwortung \u00fcbernehmen oder abberufen werden. Selbstverst\u00e4ndlich d\u00fcrfe Kunst auch politisch sein und sich mit den Problemen des Staates Israel kritisch besch\u00e4ftigen &#8211; \u00ababer eben nicht feindlich\u00bb, unterstrich F\u00fcrst.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Nach Ansicht der Leiterin der Stiftung nieders\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten, Elke Gryglewski, ist es Aufgabe der Kunst, Bekanntes, Althergebrachtes und Stereotypen zu hinterfragen und zu neuen Perspektiven zu kommen. \u00abErlaubt sind kreative Formen, die dezidiert neue Impulse geben\u00bb, erl\u00e4uterte Gryglewski, zu deren Stiftung auch die KZ-Gedenkst\u00e4tte Bergen-Belsen geh\u00f6rt. \u00abProblematisch werden Darstellungen, wenn sie bestehende Narrative widerspiegeln.\u00bb Die Zeichnungen auf der documenta tradierten bestehende antisemitische Bilder wie Gleichsetzungen zwischen israelischen Sicherheitskr\u00e4ften und nationalsozialistischen Organisationen oder antisemitische Gesichtsz\u00fcge. Deshalb seien sie tabu.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Das zun\u00e4chst mit einem schwarzen Tuch verh\u00e4ngte Banner mit dem Titel \u00abPeople&#8217;s Justice\u00bb zeigt unter anderem einen Mann in Anzug und Krawatte, mit haifischartigen Raffz\u00e4hnen und einer Zigarre. Eine angedeutete Schl\u00e4fenlocke h\u00e4ngt herunter, auf dem Hut prangt die SS-Rune. Auf einem anderen Detail wird unter einem Kanonenrohr eine Person in Uniform gezeigt, sie tr\u00e4gt die Nase eines Schweins, das bei gl\u00e4ubigen Juden als unrein gilt. Auf dem roten Halstuch ist der Davidstern zu sehen, auf dem Helm der Name des israelischen Geheimdienstes Mossad. Das f\u00fcr die Arbeit verantwortliche K\u00fcnstlerkollektiv \u00abTaring Padi\u00bb hatte erkl\u00e4rt, das Werk stehe \u00abin keiner Weise mit Antisemitismus in Verbindung\u00bb.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/bischof-meister-antisemitisches-werk-haette-nie-gezeigt-werden-duerfen-documenta-fuehrung-reagiert-nach-massiver-kritik-mit-abbau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bischof Meister: Antisemitisches Werk h\u00e4tte nie gezeigt werden d\u00fcrfen  &#8211; documenta-F\u00fchrung reagiert nach massiver Kritik mit Abbau<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Celle (epd). Nach Antisemitismusvorw\u00fcrfen gegen die \u00abdocumenta fifteen\u00bb mehrt sich die Kritik an der Leitung der Kunstausstellung. 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