{"id":21621,"date":"2022-07-19T08:03:00","date_gmt":"2022-07-19T06:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/der-elektropastor-christoph-martsch-grunau-will-die-kirche-in-die-digitale-welt-bringen\/"},"modified":"2022-07-20T11:17:21","modified_gmt":"2022-07-20T09:17:21","slug":"der-elektropastor-christoph-martsch-grunau-will-die-kirche-in-die-digitale-welt-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/der-elektropastor-christoph-martsch-grunau-will-die-kirche-in-die-digitale-welt-bringen\/","title":{"rendered":"Der Elektropastor &#8211; Christoph Martsch-Grunau will die Kirche in die digitale Welt bringen"},"content":{"rendered":"<p>Kirche und Internet d\u00fcrfen keine Gegens\u00e4tze sein, sondern m\u00fcssen sich erg\u00e4nzen. Davon ist der \u00abElektropastor\u00bb Christoph Martsch-Grunau \u00fcberzeugt. Wenn die Kirche Menschen erreichen wolle, m\u00fcsse sie ins Internet, wo die Menschen sind.<\/p>\n<p>Delmenhorst (epd). Auf dem Schreibtisch dr\u00e4ngen sich zwei Monitore, ein professionelles Mikrofon, eine Tastatur und jede Menge Kabel. In bunten Farben flimmern Stimmaufzeichnungen als grafische Anzeigen \u00fcber die Bildschirme, die Christoph Martsch-Grunau gerade zu einem Podcast verbinden will. Der 33-J\u00e4hrige ist evangelischer Theologe und nennt sich \u00abder Elektropastor\u00bb. Seine Mission: \u00abIch will die Kirche und die digitale Welt zusammenbringen.\u00bb<\/p>\n<p>\nMartsch-Grunau ist in der digitalen Welt Zuhause. \u00abW\u00e4re ich nicht Pastor geworden, h\u00e4tte ich wohl Informatik studiert\u00bb, sagt der zweifache Familienvater. Seit Jahresbeginn arbeitet er in der Delmenhorster Heilig-Geist-Kirchengemeinde. Zugleich ist er der erste Pastor im neu geschaffenen \u00abDigitalpfarramt\u00bb seines Kirchenkreises Delmenhorst &#8211; einzigartig in der oldenburgischen Landeskirche.<\/p>\n<p>\nGerade am Anfang der Corona-Zeit sei deutlich geworden, dass die allermeisten Kirchengemeinden noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind. Viele Pastorinnen und Pastoren h\u00e4tten sich bem\u00fcht, mit Video- oder Audioaufzeichnungen ihre Gottesdienste eins zu eins f\u00fcr ihre Gemeindemitglieder auf eine DVD zu brennen oder auf Youtube einzustellen. \u00abTolle Initiativen &#8211; aber oft wenig ausgereift\u00bb, sagt Martsch-Grunau. \u00abEigentlich sind wir zehn Jahre zu sp\u00e4t dran.\u00bb<\/p>\n<p>\nDer \u00abElektropastor\u00bb ber\u00e4t die Gemeinden, wie es anders gehen k\u00f6nnte: Dabei wolle er nicht die gewohnten Gottesdienste gegen digitale ausspielen: \u00abVielmehr sollten wir die vielen M\u00f6glichkeiten nutzen. Wichtig ist die Frage, wen will ich mit welchen Inhalten erreichen?\u00bb Jugendliche und junge Leute seien eher auf Instagram oder Youtube unterwegs. Erwachsene seien oft an Podcasts interessiert. Eine Veranstaltung auf Zoom lade alle vor den Ger\u00e4ten zum direkten Mitwirken ein &#8211; ein Gottesdienst auf Youtube k\u00f6nne dagegen nur mit Chats oder Emojis kommentiert werden. \u00abDie Methode muss sich nach dem Ziel richten, nicht umgekehrt.\u00bb<\/p>\n<p>\nDas Internet k\u00f6nne die gewohnten Gottesdienste digital bereichern, erl\u00e4utert der Elektropastor begeistert. Erst k\u00fcrzlich habe er f\u00fcr eine Trauung die Schwester der Braut aus Guatemala via Internet zur Hochzeit dazugeschaltet. \u00abSo konnte die Schwester \u00fcber Tausende Kilometer hinweg die Feier live begleiten und ihre Segensw\u00fcnsche \u00fcberbringen.\u00bb<\/p>\n<p>\nEine andere Idee sei, beispielsweise drei Kirchengemeinden via Internet zu einem gemeinsamen Gottesdienst zusammenzuschalten. \u00abAus der einen Kirche kommt die Predigt, aus der anderen die Musik und aus der dritten die Gebete. Am Ende ist es egal, in welcher Kirche ich sitze, oder ob ich die Feier im Wohnzimmer auf einem Tablett-Computer verfolge.\u00bb<\/p>\n<p>\nEr selbst ist im Internet auf seiner Webseite www.elektropastor.de und den sozialen Medien wie Twitter, Instagram und Co. als @elektropastor zu finden. Auf den g\u00e4ngigen Streamingdiensten k\u00f6nnen seine Predigten zusammen mit einem Lied und einem Gebet als 9 bis 13 Minuten lange Podcasts abgerufen werden. Neu ist seine Podcast-Reihe mit dem Titel \u00abWer glaubt den sowas?\u00bb. Dabei berichten ganz normale Gemeindemitglieder in einer lockeren Plauderei von ihrer pers\u00f6nliche Glaubensgeschichte.<\/p>\n<p>\nAngesichts des massiven Mitgliederschwunds in den Kirchen ist f\u00fcr Martsch-Grunau der Weg in die digitale Welt unerl\u00e4sslich. \u00abDie Kirche muss dahin gehen, wo die Menschen sind. Und gerade die 20- bis 40-J\u00e4hrigen sind im Internet.\u00bb Die Gemeinden seien nicht mehr die zentralen sozialen Netzwerke eines Dorfes oder eines Quartiers. \u00abWenn wir an Leute herankommen wollen, die nichts mit der Kirche &#8211; aus welchen Gr\u00fcnden auch immer &#8211; zu tun haben, m\u00fcssen wir diesen Weg mitgehen.\u00bb<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/der-elektropastor-christoph-martsch-grunau-will-die-kirche-in-die-digitale-welt-bringen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Elektropastor &#8211; Christoph Martsch-Grunau will die Kirche in die digitale Welt bringen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirche und Internet d\u00fcrfen keine Gegens\u00e4tze sein, sondern m\u00fcssen sich erg\u00e4nzen. Davon ist der \u00abElektropastor\u00bb Christoph Martsch-Grunau \u00fcberzeugt. 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