{"id":2198,"date":"2015-05-30T11:19:00","date_gmt":"2015-05-30T09:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/schwerpunktthema-der-fruehjahrssynode-kirche-und-migration\/"},"modified":"2015-05-30T11:19:00","modified_gmt":"2015-05-30T09:19:00","slug":"schwerpunktthema-der-fruehjahrssynode-kirche-und-migration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/schwerpunktthema-der-fruehjahrssynode-kirche-und-migration\/","title":{"rendered":"Schwerpunktthema der Fr\u00fchjahrssynode: \u201eKirche und Migration\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die 48. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat auf ihrer 3. Tagung vom 28. bis 30. Mai im Ev. Bildungshaus Rastede im Blick auf den Themenschwerpunkt der Tagung \u201eKirche und Migration\u201c beschlossen, das kirchliche Engagement f\u00fcr neu zugezogene Nachbarinnen und Nachbarn zu verst\u00e4rken. Dazu wurde der Oberkirchenrat beauftragt, zusammen mit dem Diakonischen Werk und weiteren Einrichtungen bis zur Synodentagung im November die Konzeption eines gesamtkirchlichen Projektes zur Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung des kirchlichen Engagements f\u00fcr neu zuwandernde Nachbarinnen und Nachbarn zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzulegen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Schwerpunktthemas \u201eKirche und Migration\u201c hatten die Synodalen am Donnerstagnachmittag erstmals ihren traditionellen Sitzungsort in Rastede verlassen, um sich exemplarisch in Delmenhorst an 13 \u201eErfahrungsorten\u201c \u00fcber Arbeitsfelder im Bereich Migration und Fl\u00fcchtlinge zu informieren.<\/p>\n<p>Das gesamtkirchliche Projekt zur Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung des kirchlichen Engagements f\u00fcr neu zuwandernde Nachbarinnen und Nachbarn soll an Orten mit besonderen Herausforderungen (z.B. in Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie in ausgew\u00e4hlten Gemeinden im l\u00e4ndlichen Raum) dazu f\u00fchren, ehrenamtliche Aktivit\u00e4ten in Verbindung mit den jeweiligen lokalen kirchlichen Tr\u00e4gern dieser Arbeit zu initiieren, weiterzuentwickeln und zu verstetigen. Die dort gemachten Erfahrungen sollen in geeigneter Weise allen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen zur Verf\u00fcgung gestellt und entsprechende Prozesse unterst\u00fctzt und begleitet werden.<\/p>\n<p><b>Thementag war kirchengeschichtlich einmaliges Ereignis<br \/><\/b>F\u00fcr Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen widerspiegeln die Beschl\u00fcsse der Synode die Vielfalt der kirchlichen Arbeitsfelder und haben f\u00fcr die Region gro\u00dfe Bedeutung. So seien f\u00fcr den Um- und Ausbau des Blockhauses Ahlhorn weitere 2,3 Millionen Euro bewilligt worden f\u00fcr bauliche Ver\u00e4nderungen und die konzeptionelle Umsetzung. <\/p>\n<p>Die Bewilligung des Diakonenstellenplans mit 20 neuen Diakonenstellen bewertete Bl\u00fctchen als ein \u201ekraftvolles Signal\u201c f\u00fcr die Verst\u00e4rkung der Arbeit an zentralen Standorten wie auch f\u00fcr die Citykirchenarbeit der oldenburgischen Kirche. Mit den 20 neuen Stellen w\u00fcrden qualifizierte Menschen gezielt in kirchlichen Handlungsfeldern eingesetzt. Auch der Beschluss zur Jugendkirche in Delmenhorst habe zentrale Bedeutung f\u00fcr die Region. So seien die Finanzierung gesichert und rechtliche Voraussetzungen geschaffen worden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Oldenburger Bischof Jan Janssen war der synodale Thementag kirchengeschichtlich ein einmaliges Ereignis. Als erste Kirche innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) habe sich eine Synode f\u00fcr ein Jahresthema selbst auf den Weg gemacht und dies ausgerechnet bei dem tagesaktuellen Thema \u201eMigration\u201c.<\/p>\n<p>Kirche und Diakonie setzten sich gemeinsam f\u00fcr Migrantinnen und Migranten wie auch f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge ein. Und es seien insbesondere Ehrenamtliche, die in der Fl\u00fcchtlingsarbeit t\u00e4tig sind, so Janssen. Jede \u00c4nderung in der Fl\u00fcchtlingspolitik treffe daher auch immer deren ehrenamtliches Engagement. Deshalb sei der Beschluss der Synode so wichtig gewesen. Er werde Menschen in der ehrenamtlichen Arbeit f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Migranten unterst\u00fctzen, so Janssen w\u00e4hrend der Pressekonferenz zum Abschluss der Synodentagung. <\/p>\n<p>Im Rahmen des Themennachmittags habe er gelernt, so Janssen, dass das Wort \u201eWirtschaftsfl\u00fcchtlinge\u201c nicht stimme. Man m\u00fcsse vielmehr von \u201eWirtschaftsz\u00f6glingen\u201c sprechen, die von Firmen nach Deutschland geholt w\u00fcrden, weil sie Arbeitskr\u00e4fte br\u00e4uchten. Das zeige sich exemplarisch in der Geschichte der Stadt Delmenhorst. Es mache deutlich, \u201edass wir uns um die Menschen k\u00fcmmern m\u00fcssen, denen wir Hoffnung f\u00fcr ein besseres Leben gemacht haben\u201c.<\/p>\n<p>Kreispfarrer Bertram Althausen aus Delmenhorst freut sich, dass die Synode diesmal Delmenhorst verst\u00e4rkt in den Blick genommen hat. Mit der Jugendkirche werde \u201eein Leuchtturm\u201c entstehen, der in die Stadt und weit in das Umland ausstrahle. Die Idee einer Jugendkirche sei von unten, von der Basis entstanden und werde schon jetzt von vielen Ehrenamtlichen getragen.<\/p>\n<p><b>Diakonenstellenplan verabschiedet<br \/><\/b>Die Synode hat den Diakonenstellenplan und den damit verbundenen Stellenplan beschlossen. Als Teil des Stellenplans des Ev.-luth. Oberkirchenrates soll er ab dem 1. Januar 2016 umgesetzt werden, die dazu erforderlichen Mittel sollen in den Haushalt 2016 eingestellt werden.<\/p>\n<p>Zu den 40 Diakonenstellen der oldenburgischen Kirche in der Jugendarbeit sollen nun 20 zus\u00e4tzliche Stellen geschaffen bzw. abgesichert werden. Sie k\u00f6nnen etwa in der Seemannsmission oder dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt eingesetzt werden. F\u00fcr zw\u00f6lf dieser Stellen sollen die sechs Kirchenkreise mit dem Oberkirchenrat passende Konzepte und Aufgabenfelder entwickeln und bestimmen. F\u00fcr acht Stellen soll k\u00fcnftig der Oberkirchenrat direkt Aufgabenfelder mit gesamtkirchlicher Perspektive festlegen.<\/p>\n<p>Dieser Plan sei sowohl eine Sicherung zukunftsorientierter Handlungsfelder der Kirche als auch ein Instrument f\u00fcr Personalplanung und Entwicklung. Er diene der Verl\u00e4sslichkeit und der Verbindlichkeit. Zudem k\u00f6nne er die kirchliche Arbeit sichern, die \u00fcber die pastorale Arbeit hinausgehe und er werde die Attraktivit\u00e4t, in der oldenburgischen Kirche zu arbeiten, sichtlich \u2013 auch \u00fcber die Grenzen der oldenburgischen Kirche hinaus \u2013 erh\u00f6hen, erl\u00e4uterte Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker.<\/p>\n<p><b>Konzeption zur Citykirchenarbeit<br \/><\/b>F\u00fcr die Citykirchenarbeit in der Stadtkirche Delmenhorst, in der St. Lamberti-Kirche in Oldenburg und in der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven hat der Unterausschuss Citykirchenarbeit ein Konzept erarbeitet, dass von oldenburgischen Synode am Samstag, 30. Mai, verabschiedet worden ist. <\/p>\n<p>Citykirchen seien Wahrzeichen f\u00fcr Stadt, Region und Gesamtkirche, hei\u00dft es in diesem Konzept. Die zentralen geographischen Lagen der Kirchengeb\u00e4ude als regionale Zentren unterstreichen dies. Sie befinden sich in den St\u00e4dten der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die mehr als 70.000 Einwohner z\u00e4hlen. Citykirchen bieten touristische Anreize durch zentrale, auff\u00e4llige Kirchengeb\u00e4ude. Ihnen komme inhaltlich wie \u00e4u\u00dferlich eine besondere Funktion zu, so das Konzept. Der Oberkirchenrat wurde gebeten, das Konzept umzusetzen.<\/p>\n<p>Zur personellen Ausstattung einer Citykirchenarbeit sieht das Konzept vor: Eine halbe Pfarrstelle f\u00fcr Citykirchenarbeit (50%) und eine Teamassistenz f\u00fcr T\u00e4tigkeiten der Citykirchenarbeit im Kirchb\u00fcro (6,5 Stunden). Das Konzept empfiehlt ferner die Einrichtung einer Diakonenstelle pro Citykirche f\u00fcr Beratungsarbeit und Gew\u00e4hrleistung kontinuierlicher Pr\u00e4senz (100%). Die im Konzept f\u00fcr die Citykirchenarbeit empfohlen Diakonenstellen sollen Teil der 20 Diakonenstellen f\u00fcr die kirchlichen Handlungsfelder im Diakonenstellenplan sein.<\/p>\n<p>Die Synodalen erg\u00e4nzten auf Antrag des Synodalen Pastor Nico Szameitat das Konzept um einen weiteren Punkt. Danach sollen die jeweiligen Kreissynoden jeweils einen Beirat f\u00fcr Citykirchenarbeit mit Menschen aus dem kirchlichen und \u00f6ffentlichen Leben berufen, der die Verantwortlichen in der Citykirchenarbeit ber\u00e4t und unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><b>Erweiterung des Kostenrahmens f\u00fcr das Blockhaus Ahlhorn<br \/><\/b>Die Synode nahm den schriftlichen Bericht des Kuratoriums und der Fachabteilung zu den Bauma\u00dfnahmen des Blockhauses zustimmend zur Kenntnis. F\u00fcr die vorgeschlagenen Bauma\u00dfnahmen incl. eines Neubaus des Seehauses werden zus\u00e4tzlich 2,36 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Die zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigten Mittel werden aus einer R\u00fccklagenentnahme finanziert.<\/p>\n<p>Die Kostenerh\u00f6hung beruhe auf dem Ausbau der alten Zisternen und der Rohrleitungssysteme innerhalb eines Naturschutzgebietes. Der Neubau des Seehauses sei notwendig, da eine Renovierung des bisherigen Geb\u00e4udes keine hinreichende Gestaltungsm\u00f6glichkeit biete, erl\u00e4uterte die Vorsitzende des Finanzausschusses, Friederike Meyer. Ahlhorn bleibe ein Zuschussbetrieb, auch wenn die Auslastung trotz der Umbauma\u00dfnahmen sich verbessert habe. \u201eEs ist eine Investition in die Zukunft\u201c, so Meyer.<\/p>\n<p>Im Mai 2013 hatte die 47. Synode in geheimer Abstimmung dem Aus- und Umbau des Evangelischen Jugendheims Blockhaus Ahlhorn zugestimmt und f\u00fcr das vorgestellte bauplanerische Konzept votiert. F\u00fcr die Umsetzung der Bauma\u00dfnahmen wurden Haushaltsmittel in H\u00f6he von bis zu 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. <\/p>\n<p><b>\u201eJugendkirche Delmenhorst\u201c<br \/><\/b>Die Synode begr\u00fc\u00dfte das Projekt \u201eJugendkirche Delmenhorst\u201c im Grundsatz. Sie bef\u00fcrwortete die Finanzierung aus dem Kooperationsfonds und beschloss, die f\u00fcr das Projekt erforderlichen Mittel von 2016 an in den Haushalt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg einzustellen.<\/p>\n<p>Es sei ein deutliches Signal an die Beteiligten dieses Projektes, die bereits jetzt sehr viel Kraft und Engagement in dieses Vorhaben gesteckt haben, sagte Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker. <\/p>\n<p>Dieser Beschluss sei ein Zeichen der Synode, dass nun f\u00fcr dieses Projekt Mittel f\u00fcr den kommenden Haushalt beantragt werden k\u00f6nnen, ohne schon jetzt die Summen und die Haushaltsstellen genau festlegen zu m\u00fcssen, erl\u00e4uterte Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen.<\/p>\n<p><b>Kirchengesetz \u00fcber Weiterentwicklung der kirchlichen Arbeit in Delmenhorst<br \/><\/b>Mit dem Kirchengesetz \u00fcber die Weiterentwicklung der kirchlichen Arbeit in Delmenhorst hat die Synode die Aufl\u00f6sung der Delmenhorster Kirchengemeinde St. Paulus beschlossen. Die Kirchengemeinde St. Paulus wird auf die benachbarten Kirchengemeinden Stadtkirche Delmenhorst, St. Stephanus und Hasbergen aufgeteilt. Das Kirchengeb\u00e4ude wird zur Jugendkirche umgewidmet und in die Verantwortung an die Kirchengemeinde Hasbergen \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><b>\u00c4nderungsgesetz zum Kirchengesetz \u00fcber die Dienstverh\u00e4ltnisse der Mitglieder des Oberkirchenrates und der Beamten<br \/><\/b>Nach einer l\u00e4ngeren Beratung als Ausschuss beschloss die Synode das ver\u00e4nderte Oberkirchenratsgesetz (\u00c4nderungsgesetz zum Kirchengesetz \u00fcber die Dienstverh\u00e4ltnisse der Mitglieder des Oberkirchenrates und der Beamten der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg). Dabei bleibt die bisherige Regelung bestehen, dass der juristische Oberkirchenrat unbefristet berufen wird. Allerdings wird die m\u00f6gliche Probezeit auf \u201ebis zu zwei Jahre\u201c verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass in der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Kollegiums oder dem Gemeinsamen Kirchenausschuss eine \u201eMeinungsverschiedenheit grundlegender Art\u201c besteht, die eine nachhaltige St\u00f6rung in der Zusammenarbeit erwarten lasse, kann bei einem Antrag der Betroffenen auf einstimmigen Beschluss des Gemeinsamen Kirchenausschusses eine Versetzung in den Ruhestand erfolgen. <\/p>\n<p><b>Zustimmung zur Richtlinie zur befristeten \u00dcbernahme von Auszubildenden<br \/><\/b>Die Synode stimmte der vom Oberkirchenrat mit Beschluss vom 24. M\u00e4rz 2015 erlassenen Richtlinie zur befristeten \u00dcbernahme von Auszubildenden im Dezernat II des Oberkirchenrates einschlie\u00dflich der Gemeinsamen Kirchenverwaltung zu. Damit werde die Richtlinie entfristet, erl\u00e4uterte Oberkirchenr\u00e4tin Annette-Christine Lenk. Auch f\u00fcr Menschen in der Verwaltung sei eine sinnvolle Personalplanung notwendig.<\/p>\n<p><b>Arbeitsgruppe zur Haushaltskonsolidierung beschlossen<br \/><\/b>Die Synode hat beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die entsprechend der Strategieskizze zur Haushaltskonsolidierung, \u201ebis zur Herbstsynode 2016 einen Vorschlag zu Einsparvorgaben, der Budgetierung von Handlungsfeldern und der notwendigen Definition von Zust\u00e4ndigkeiten\u201c vorlegen soll. Die Arbeitsgruppe, die aus f\u00fcnf Synodalen und bis zu drei Mitgliedern des Oberkirchenrates bestehen wird, hat die Aufgabe, eventuelle Anreizsysteme zu benennen und zu entwickeln und weitere Vorschl\u00e4ge zur weiteren Umsetzung zu benennen. Dieses gelte besonders f\u00fcr einen genaueren Zeitplan. Dabei soll sie die bis dahin gewonnene Erfahrungen aus der Aufarbeitung des Berichtes des Oberrechnungsamtes ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe soll zur Herbstsynode 2015 einen Zwischenbericht abgeben und vor allem erkennbaren Bedarf zu Erg\u00e4nzung oder Ab\u00e4nderung des Arbeitsauftrages benennen. Sie soll Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen weiteren Beteiligungsprozess unterbreiten. <\/p>\n<p><b>Bericht zum Projekt: Umsetzung des ORA-Gutachtens<br \/><\/b>Bischof Jan Janssen gab eine kurze Einf\u00fchrung in die j\u00fcngsten Arbeitsschritte im Gemeinsamen Kirchenausschuss und der Projektgruppe. In diesem Prozess sei es wichtig, dass die Mitarbeitenden daran partizipieren, betonte Janssen. Das Projekt sei bis zur 4. Tagung der Synode im November befristet. Das Ziel sei, die Ergebnisse dieses Projektes in das laufende Verwaltungshandeln unter neuer Leitung zu integrieren. <\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gab der Organisationsberater Georg Mohr aus Nienburg vor der Synode der oldenburgischen Kirche erstmals einen Bericht zur Umsetzung des Sondergutachtens des Oberrechnungsamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). <\/p>\n<p>Der Pr\u00fcfbericht des Oberrechnungsamtes war vom Gemeinsamen Kirchenausschuss im M\u00e4rz vergangenen Jahres in Auftrag gegeben worden, um die angespannte Finanzlage einer Kirchengemeinde zu \u00fcberpr\u00fcfen, die unter anderem auf \u00fcber Jahre nicht angemahnte Kindertagesst\u00e4tten-Geb\u00fchren zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Im Pr\u00fcfbericht wurden M\u00e4ngel im Verwaltungshandeln sowohl der Regionalen Dienststelle als auch der Zentralen Dienststelle der oldenburgischen Kirche festgestellt. So seien \u201ezahlreiche gute Ans\u00e4tze der Verwaltungsstrukturreform bei der Umsetzung ins Stocken geraten\u201c. <\/p>\n<p>Spezielle Ziele, wie eine Einheitlichkeit der Verwaltungen, wirksame Kontrollen und eine h\u00f6chstm\u00f6gliche Effizienz seien nur bedingt erreicht worden. In der Folge hatte Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs im November vergangenen Jahres die politische Verantwortung \u00fcbernommen und war von seinem Amt als juristischer Oberkirchenrat zur\u00fcckgetreten. <\/p>\n<p>In der Folge hatte der Gemeinsame Kirchenausschuss dann den Organisationsberater Georg Mohr beauftragt, die Umsetzung der Feststellungen und Empfehlungen aus dem Sondergutachten des Oberrechnungsamtes der EKD (ORA) als externer Projektleiter zu begleiten. Mittlerweile seien die ersten Arbeitsauftr\u00e4ge erteilt worden, berichtete Mohr vor der Synode, sodass entweder bestehende Gremien wie der Gemeinsame Kirchenausschuss und das Kollegium, operativ t\u00e4tig werden k\u00f6nnen oder \u201eFlexible Arbeitsgruppen\u201c initiiert wurden, um L\u00f6sungen zu erarbeiten. <\/p>\n<p>Insgesamt enthalte der ORA-Bericht 36 Themen, die es zu bearbeiten gelte, sagte Mohr. Zu diesen 36 Themen wurden im ORA-Bericht 58 Einzelfeststellungen getroffen, f\u00fcr die dann 85 Handlungsempfehlungen ausgesprochen wurden. Diese gelte es im Einzelnen zu analysieren und im Rahmen von Entscheidungsprozessen einer L\u00f6sung zuzuf\u00fchren. Diese Zahlen zeigten nochmals den Umfang und die Gr\u00f6\u00dfe des Projektes. \u201eAbschlie\u00dfende L\u00f6sungskonzepte und Entscheidungen werden somit sicherlich noch bis in das Jahr 2016 hineinreichen&quot;, k\u00fcndigte Mohr an.<\/p>\n<p>Am Samstag beschloss die Synode, den Rechnungspr\u00fcfungsausschuss zu bitten, die einzelnen Ursachen der im ORA-Bericht aufgelisteten M\u00e4ngel vollst\u00e4ndig aufzukl\u00e4ren und den Schaden festzustellen.<\/p>\n<p>Zu ihrer 4. Tagung wird die 48. Synode vom 19. bis 21. November 2015 im Evangelischen Bildungshaus Rastede zusammenkommen.<\/p>\n<p><b>Weitere Information und Beschl\u00fcsse sowie Fotos zur Synodentagung finden Sie unter: <\/b><b>www.kirche-oldenburg.de\/kirche-gemeinden\/synode\/348-synode.html<\/b><b> <\/b><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 48. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat auf ihrer 3. Tagung vom 28. bis 30. Mai im Ev. 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