{"id":22378,"date":"2022-10-10T11:56:00","date_gmt":"2022-10-10T09:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/lehrkraefte-beraten-ueber-zukunft-des-religionsunterrichtes-kultusminister-begruesst-modell-der-kirchen-fuer-ein-gemeinsames-fach\/"},"modified":"2022-10-11T23:17:53","modified_gmt":"2022-10-11T21:17:53","slug":"lehrkraefte-beraten-ueber-zukunft-des-religionsunterrichtes-kultusminister-begruesst-modell-der-kirchen-fuer-ein-gemeinsames-fach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/lehrkraefte-beraten-ueber-zukunft-des-religionsunterrichtes-kultusminister-begruesst-modell-der-kirchen-fuer-ein-gemeinsames-fach\/","title":{"rendered":"Lehrkr\u00e4fte beraten \u00fcber Zukunft des Religionsunterrichtes &#8211; Kultusminister begr\u00fc\u00dft Modell der Kirchen f\u00fcr ein gemeinsames Fach &#8211;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Hannover (epd). Rund 200 evangelische und katholische Religionslehrkr\u00e4fte und Schulvertreter aus Niedersachsen haben am Montag in Hannover \u00fcber den weiteren Kurs auf dem Weg zu einem gemeinsamen Christlichen Religionsunterricht beraten. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) unterst\u00fctzte dabei das von den Kirchen geplante Modell. \u00abIch finde diesen Weg ausgesprochen mutig und richtig\u00bb, sagte er bei dem Kongress. Der in Niedersachsen eingeschlagene Weg sei bundesweit einzigartig.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die evangelischen Kirchen und katholischen Bist\u00fcmer in Niedersachsen hatten im vergangenen Jahr vorgeschlagen, den evangelischen und katholischen Religionsunterricht an den Schulen zusammenzuf\u00fchren. Dabei sollen evangelische und katholische Sch\u00fcler gemeinsam unterrichtet und nicht mehr getrennt werden. Das Fach soll erstmals zum Schuljahr 2025\/2026 angeboten werden. Es soll zugleich offen f\u00fcr alle anderen interessierten Kinder und Jugendlichen sein.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Ein solcher Unterricht sei aus religionsp\u00e4dagogischer und demografischer Sicht sinnvoll, sagte Tonne im Kongresszentrum. Viele Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fcler und Eltern w\u00fcnschten sich einen solchen Schritt. Er werfe aber zahlreiche organisatorische Fragen auf. Das Kultusministerium werde alle diese Fragen konstruktiv pr\u00fcfen, versicherte Tonne.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">F\u00fcr die evangelischen Kirchen sagte der der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit, die religi\u00f6se Bildung in der Schule stehe vor tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen. F\u00fcr die Zukunft des Religionsunterrichts sei es deshalb unbedingt notwendig, das Fach weiterzuentwickeln. Die Neuausrichtung sei jedoch \u00abein komplexes Unterfangen\u00bb. Adomeit ist Ratsvorsitzender der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Hildesheimer katholische Bischof Heiner Wilmer betonte, ein solches neues Fach sei eine Chance in einer Zeit, in der die Zahl der Christen abnehme. \u00abWir k\u00f6nnen nur Zeugnis geben, wenn wir zusammenstehen\u00bb, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abEs geht nicht um eine Verwischung der Unterschiede, sondern darum, gemeinsam Verantwortung zu \u00fcbernehmen f\u00fcr die Zukunft der Gesellschaft.\u00bb Tradierte Vorurteile und Stereotypen m\u00fcssten und k\u00f6nnten dabei \u00fcberwunden werden. Wilmer war vor seiner Zeit als Bischof selbst Schulleiter im Emsland und unterrichtete dort auch Religion.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die evangelische Bildungsexpertin Kerstin G\u00e4fgen-Track sagte: \u00abDie Plausibilit\u00e4t f\u00fcr einen getrennten Religionsunterricht ist schulisch und gesellschaftlich \u00fcberhaupt nicht mehr vermittelbar.\u00bb Deshalb sei das neue Modell eine Chance: \u00abEs w\u00e4re ein Segen f\u00fcr die Schulen.\u00bb Es werde ihnen auch die Organisation des Unterrichts erleichtern. Religi\u00f6se Bildung sei unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Gesellschaft, betonte die Bevollm\u00e4chtigte der Konf\u00f6deration: \u00abNur wenn man voneinander wei\u00df, warum eine Religion, eine Kultur so tickt, k\u00f6nnen wir in dieser zunehmend multikulturellen Gesellschaft ein gutes Zusammenleben organisieren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">F\u00fcr den Landessch\u00fclerrat sagte der Vorsitzende Malte Kern, der gemeinsame Christliche Religionsunterricht sei ein richtiger Schritt. \u00abAllerdings sollte dieser Gedanke noch weiter fortgef\u00fchrt werden\u00bb, betonte er. Ein solcher Unterricht k\u00f6nne der Anfang sein f\u00fcr ein einen Religionsunterricht, an dem alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unabh\u00e4ngig von einer Religionszugeh\u00f6rigkeit teilnehmen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">An dem Kongress nahmen auch Vertreter von Eltern und Schulbeh\u00f6rden teil. Organisator war neben der Konf\u00f6deration das Katholische B\u00fcro Niedersachsen.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/lehrkraefte-beraten-ueber-zukunft-des-religionsunterrichtes-kultusminister-begruesst-modell-der-kirchen-fuer-ein-gemeinsames-fach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lehrkr\u00e4fte beraten \u00fcber Zukunft des Religionsunterrichtes &#8211; Kultusminister begr\u00fc\u00dft Modell der Kirchen f\u00fcr ein gemeinsames Fach &#8211;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Rund 200 evangelische und katholische Religionslehrkr\u00e4fte und Schulvertreter aus Niedersachsen haben am Montag in Hannover \u00fcber den weiteren Kurs auf dem Weg zu einem gemeinsamen Christlichen Religionsunterricht beraten. 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