{"id":22692,"date":"2022-11-18T16:59:51","date_gmt":"2022-11-18T15:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/grosse-geschlossenheit-bei-den-entscheidungen\/"},"modified":"2022-11-18T22:17:23","modified_gmt":"2022-11-18T21:17:23","slug":"grosse-geschlossenheit-bei-den-entscheidungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/grosse-geschlossenheit-bei-den-entscheidungen\/","title":{"rendered":"\u201eGro\u00dfe Geschlossenheit bei den Entscheidungen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zufrieden mit den Verhandlungen und den Ergebnissen der Herbsttagung zeigte sich Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen zum Abschluss der 6. Tagung der 49. Synode. \u201eEs war eine sehr entscheidungsfreudige Synode, die die n\u00f6tigen Beschl\u00fcsse f\u00fcr diese Kirche jetzt gefasst hat\u201c, bilanzierte sie. \u201eUnsere Kirche hat an den beiden Tagen ein gutes Bild abgegeben und in wichtigen Punkten eine gro\u00dfe Geschlossenheit gezeigt\u201c, f\u00fcgte Bischof Adomeit hinzu. Die Synode habe \u201eden Klimaschutz in der Priorisierung ganz oben gehalten\u201c, sagte der oldenburgische Bischof.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nBeispielsweise habe die Synode 1,5 Millionen Euro f\u00fcr die k\u00fcnftige Umsetzung von Klimaschutz-Ma\u00dfnahmen in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen reserviert. \u201eDiese Summe werde nur ein Anfang sein\u201c, sagte der Synodale Klaus Flaake, der zusammen mit einer Arbeitsgruppe das Klimaschutzgesetz vorbereitet, das der Synode im Mai 2023 vorgelegt werden soll. \u201eAber je eher man anf\u00e4ngt, etwas umzusetzen, desto eher profitiert man davon. Die Umsetzung wird nicht billiger und die Energiekosten werden auch nicht niedriger\u201c, so Flaake. Die Summe, die durch eine Neuausrichtung des Besch\u00e4ftigungsfonds frei werde, w\u00e4re sonst in den allgemeinen Haushalt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zur\u00fcckgeflossen.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAuf die Bedeutung und Notwendigkeit des Klimaschutzes hatte Bischof Thomas Adomeit bereits in seinem Bischofsbericht am Donnerstag hingewiesen. \u201eWir werden unsere Priorit\u00e4ten \u00e4ndern m\u00fcssen, denn zuk\u00fcnftig wird nicht mehr die Finanzierbarkeit von Projekten die entscheidende Frage sein, sondern die Umweltvertr\u00e4glichkeit.\u201c &nbsp;Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte einen Entwurf f\u00fcr ein Klimaschutzgesetz entwickelt und diesen an die Landeskirchen weitergeleitet, berichtete Adomeit. Ziel sei die Klimaneutralit\u00e4t bis zum Jahr 2035, sp\u00e4testens jedoch bis zum Jahr 2045. Das bedeute eine CO2-Reduktion um 90 Prozent in den n\u00e4chsten zw\u00f6lf Jahren. Dieses Vorhaben werde das Gesicht unserer Kirche nachhaltig ver\u00e4ndern. Ohne den Klimaschutz werde \u201eFrieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Sch\u00f6pfung\u201c nicht zu erreichen seien, sagte der oldenburgische Bischof.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAngesichts des Ukraine-Krieges hatte Bischof Adomeit vor einer Spaltung der Christen in Bef\u00fcrworter milit\u00e4rischer Gewalt und strengen Pazifisten gewarnt. &nbsp;\u201eEs gibt keine allein richtige Entscheidung \u2013 denn es gibt keinen gerechten Krieg. Und ohne dass wir uns schuldig machen, werden wir aus diesem Dilemma nicht herauskommen \u2013 weder mit der einen noch mit der anderen Haltung, denn immer lassen wir einen N\u00e4chsten im Stich.\u201c<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDie aus der Energiepreispauschale zus\u00e4tzlichen Kirchensteuereinnahmen sollen zur Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen in Not eingesetzt werden, k\u00fcndigte Bischof Adomeit an. Zusammen mit der Diakonie im Oldenburger Land sollen die gesch\u00e4tzten Mehreinnahmen von 690.000 Euro in zwei Schritten an die Kreisgesch\u00e4ftsstellen der Diakonie in den sechs Kirchenkreisen weitergegeben werden. Damit werde in den jeweiligen Regionen konkrete Hilfen angeboten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nF\u00fcr die Wahl von neuen Gemeindekirchenr\u00e4ten am 10. M\u00e4rz 2024 hat das Parlament der oldenburgischen Kirche am zweiten Verhandlungstag die Regeln f\u00fcr die Wahlen von Gemeindekirchenr\u00e4ten vereinfacht und dabei die Rechte von Jugendlichen gest\u00e4rkt. K\u00fcnftig d\u00fcrfen junge Leute bereits ab 16 Jahren Mitglied im Gemeindekirchenrat werden. Bisher galt ein Mindestalter von 18 Jahren. Bei der Kandidatensuche werden die Kirchengemeinden aufgefordert, mindestens eine oder mehrere Personen vorzuschlagen, die zu Beginn der Amtszeit des Gemeindekirchenrates das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Falls sich unter den gew\u00e4hlten Mitgliedern des neuen Gemeindekirchenrates keine Personen aus dieser Altersgruppe befinden, sollen entsprechende Personen zur Berufung vorgeschlagen werden. Nach dem neuen Kirchengesetz k\u00f6nnen Personen auch nur f\u00fcr drei Jahre kandidieren statt f\u00fcr die volle Amtsperiode von sechs Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit m\u00fcssen die Gew\u00e4hlten dann erkl\u00e4ren, ob sie weiterhin dabeibleiben m\u00f6chten. Hintergrund der Neuregelung ist die Erfahrung, dass junge Menschen h\u00e4ufig noch nicht f\u00fcr einen Zeitraum von sechs Jahren planen k\u00f6nnen. Das Wahlgesetz orientiert sich in gro\u00dfen Teilen an dem erneuerten Wahlgesetz der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Zugleich flossen in das Wahlgesetz W\u00fcnsche der Jugendsynode ein.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/>\nDie Synode ver\u00e4nderte auch das Wahlverfahren f\u00fcr die Gemeindekirchenr\u00e4te: Danach k\u00f6nnen Kirchenmitglieder k\u00fcnftig entscheiden, ob sie ihre Stimme per Briefwahl oder online abgeben wollen. Eine zentrale Stelle schickt daf\u00fcr k\u00fcnftig Wahlunterlagen mit einem Online-Code direkt an alle Mitglieder. Gemeinden k\u00f6nnen daneben auch noch die Stimmabgabe in einem Wahllokal anbieten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nF\u00fcr das kommende Jahr hat die Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg einen Haushalt in H\u00f6he von 102 Millionen Euro beschlossen. Mit diesem Ansatz werden die &nbsp;Einschr\u00e4nkungen in der sogenannten \u201eBauliste\u201c f\u00fcr den Erhalt von kirchlichen Geb\u00e4uden zur\u00fcckgenommen und es werde keine Pflichtvakanzen mehr geben, erl\u00e4uterte Bischof Adomeit. Zus\u00e4tzlich seien derzeit unkalkulierbare Kosten bei den Energie-, Personal- und Sachkosten zus\u00e4tzlich \u201eeingepreist\u201c worden. Um diese Unabw\u00e4gbarkeiten abfedern zu k\u00f6nnen, sei eine R\u00fccklagenentnahme in H\u00f6he von 500.000 Euro notwendig. So seien Haushaltsverst\u00e4rkungsmittel in H\u00f6he von 275.000 Euro sowie Mehrkosten f\u00fcr Energie f\u00fcr die kirchlichen Verwaltungsgeb\u00e4ude von rund 235.000 Euro eingeplant. Dennoch sei die oldenburgische Kirche f\u00fcr das kommende Jahr \u201egut aufgestellt\u201c, betonte Bischof Adomeit, da sie durch den Ma\u00dfnahmenkatalog schon fr\u00fchzeitig Kosten eingespart und \u201egut gewirtschaftet\u201c habe.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDie Synode stimmte auch dem Zusammenschluss von sieben Kirchengemeinden im Norden der oldenburgischen Kirche zu. Die Kirchengemeinden Hohenkirchen, Middoge, Oldorf, Pakens-Hooksiel, St. Joost-W\u00fcppels, Tettens und Waddewarden-Westrum bilden ab dem 1. Januar die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nMehr zur Synode finden Sie <a href=\"\/\/page?uid=23031\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/default-91cfefcb78\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eGro\u00dfe Geschlossenheit bei den Entscheidungen\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zufrieden mit den Verhandlungen und den Ergebnissen der Herbsttagung zeigte sich Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen zum Abschluss der 6. Tagung der 49. Synode. \u201eEs war eine sehr entscheidungsfreudige Synode, die die n\u00f6tigen Beschl\u00fcsse f\u00fcr diese Kirche jetzt gefasst hat\u201c, bilanzierte sie. \u201eUnsere Kirche hat an den beiden Tagen ein gutes Bild abgegeben und in wichtigen Punkten eine gro\u00dfe Geschlossenheit gezeigt\u201c, f\u00fcgte Bischof Adomeit hinzu. Die Synode habe \u201eden Klimaschutz in der Priorisierung ganz oben gehalten\u201c, sagte der oldenburgische Bischof.&nbsp; &nbsp; &nbsp; Beispielsweise habe die Synode 1,5 Millionen Euro f\u00fcr die k\u00fcnftige Umsetzung von Klimaschutz-Ma\u00dfnahmen in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen reserviert&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-22692","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22692","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22692"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22692\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22693,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22692\/revisions\/22693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22692"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22692"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}