{"id":22850,"date":"2022-12-03T09:29:00","date_gmt":"2022-12-03T08:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/tag-des-ehrenamts-74-prozent-der-jungen-menschen-engagieren-sich\/"},"modified":"2022-12-06T10:17:29","modified_gmt":"2022-12-06T09:17:29","slug":"tag-des-ehrenamts-74-prozent-der-jungen-menschen-engagieren-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/tag-des-ehrenamts-74-prozent-der-jungen-menschen-engagieren-sich\/","title":{"rendered":"\u00abTag des Ehrenamts\u00bb: 74 Prozent der jungen Menschen engagieren sich"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Braunschweig\/Frankfurt a. M. (epd). Die Soziologin und Politikwissenschaftlerin Tuuli-Marja Kleiner hat anl\u00e4sslich des \u00abTages des Ehrenamts\u00bb am Montag darauf hingewiesen, dass sich junge Menschen auf dem Land in gro\u00dfer Zahl b\u00fcrgerschaftlich engagieren. Entgegen dem von Vereinen oft beklagten Nachwuchsmangel sei ehrenamtlicher Einsatz beliebt und nehme sogar zu, sagte Kleiner im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abLaut Freiwilligensurvey engagieren sich \u00fcber 74 Prozent der 16- bis 25-J\u00e4hrigen in Vereinen, Verb\u00e4nden, Gewerkschaften und Kirchen &#8211; sie wollen Verantwortung \u00fcbernehmen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Kleiner leitet zusammen mit einem Kollegen am Braunschweiger Th\u00fcnen-Institut das vom Bundeslandwirtschaftsministerium gef\u00f6rderte Projekt \u00abJung im Verein und engagiert\u00bb (JIVE). Sie ist au\u00dferdem Privatdozentin an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt am Main. Besonders ausgepr\u00e4gt ist Kleiner zufolge das Engagement bei Heranwachsenden im Alter zwischen 16 und 21 Jahren. Familie, Schule und Ausbildung seien Faktoren, die b\u00fcrgerschaftliches Engagement f\u00f6rdern und entsprechende Anreize setzen, sagte die Wissenschaftlerin.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Aber auch die Gruppe der 22- bis 25-J\u00e4hrigen sei durchaus engagiert. Die Forschungsergebnisse stehen Kleiner zufolge im Widerspruch zu der \u00abUntergangserz\u00e4hlung\u00bb von Vereinen \u00fcber nachlassendes Engagement in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen. \u00abDieses Narrativ scheint sich etwas verselbstst\u00e4ndigt zu haben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Zwar k\u00f6nne sie zum jetzigen Zeitpunkt des Forschungsprojekts, das noch bis Fr\u00fchjahr 2024 l\u00e4uft, nicht gesichert sagen, wie dieser Widerspruch zustande kommt. \u00abAber ich vermute, dass es bei den Nachwuchssorgen der Vereine vor allem um Leitungsfunktionen geht.\u00bb Dort m\u00fcsse zum einen besonders viel Zeit und Arbeit investiert werden, zum anderen habe das gesellschaftliche Prestige dieser Positionen abgenommen und daher deren Attraktivit\u00e4t geschm\u00e4lert.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Hierarchischen Vereinsstrukturen st\u00fcnde die junge Generation ohnehin skeptisch gegen\u00fcber. Das gelte ebenso f\u00fcr das typische \u00abHocharbeiten\u00bb in traditionellen Strukturen. Stattdessen legten junge Engagierte Wert auf eine Zusammenarbeit auf Augenh\u00f6he. \u00abSie wollen gemeinsam etwas bewegen, sie wollen ernst genommen und anerkannt werden\u00bb, sagte Kleiner.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Bereiche, in denen sich junge Menschen auf dem Land engagieren, seien ganz klassisch Sportvereine, gefolgt von Kultur und Musik, Feuerwehren, Unfall- und Rettungsdiensten, Schule und Kindergarten, Jugendarbeit sowie Religion und Kirche. Junge Menschen setzten aber auch neue Impulse &#8211; zum Beispiel mit Gruppen, die sich f\u00fcr queere Menschen einsetzen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Das Engagement f\u00fcr neue, gesellschaftlich relevante Themen werde ihnen indes nicht immer leicht gemacht. W\u00e4hrend Sport- und Sch\u00fctzenvereine in der Zusammenarbeit mit den Kommunen auf bew\u00e4hrte Kommunikationskan\u00e4le und etablierte Verwaltungsstrukturen bauen k\u00f6nnten, m\u00fcssten diese Netzwerke bei neuen Themen erst aufgebaut werden. \u00abDas sorgt auch f\u00fcr Frust.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Grunds\u00e4tzlich aber sei festzustellen, dass b\u00fcrgerschaftliches Engagement bei der jungen Generation hoch im Kurs stehe, unterstrich Kleiner. Seien freiwillig engagierte Menschen vor gar nicht langer Zeit mitunter als \u00abGutmenschen\u00bb verh\u00f6hnt worden, so m\u00fcssten sich junge Menschen heutzutage fast rechtfertigen, wenn sie sich nicht engagieren. Unterschiede gibt es Kleiner zufolge zwischen den verschiedenen Bildungsniveaus. Abiturienten und Studierende engagieren sich demnach besonders h\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/tag-des-ehrenamts-74-prozent-der-jungen-menschen-engagieren-sich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abTag des Ehrenamts\u00bb: 74 Prozent der jungen Menschen engagieren sich<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Braunschweig\/Frankfurt a. M. (epd). Die Soziologin und Politikwissenschaftlerin Tuuli-Marja Kleiner hat anl\u00e4sslich des \u00abTages des Ehrenamts\u00bb am Montag darauf hingewiesen, dass sich junge Menschen auf dem Land in gro\u00dfer Zahl b\u00fcrgerschaftlich engagieren. 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