{"id":22881,"date":"2022-12-09T12:39:49","date_gmt":"2022-12-09T11:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-bildungsstandort-mit-chancen-und-potentialen\/"},"modified":"2022-12-09T22:17:37","modified_gmt":"2022-12-09T21:17:37","slug":"ein-bildungsstandort-mit-chancen-und-potentialen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-bildungsstandort-mit-chancen-und-potentialen\/","title":{"rendered":"Ein Bildungsstandort mit Chancen und Potentialen"},"content":{"rendered":"<p>Am 8. Dezember feierte die Evangelische Heimvolkshochschule (HVHS) Rastede mit einem Festakt ihr 75j\u00e4hriges Bestehen. Rund 60 geladene G\u00e4ste verfolgten die Gru\u00dfworte aus Politik und Kirche und genossen die Kochk\u00fcnste des K\u00fcchenteams der Ev. HVHS Rastede. Rund 100 G\u00e4ste kamen, um die anschlie\u00dfende Lesung des Journalisten und freien Autors Hasnain Kazim zu erleben.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein\u201c, mit diesem biblischen Zitat unterstrich Bischof Thomas Adomeit in seinem Gru\u00dfwort die besondere Bedeutung der idyllisch am Schlosspark gelegenen Ev. HVHS Rastede als \u201eZuhause auf Zeit, in dem Menschen sich \u2013 unbelastet vom Alltag \u2013 auf Themen einlassen und neue Erfahrungen machen k\u00f6nnen. Angesichts des Relevanzverlustes von Kirche und Glaube in unserer Gesellschaft werde dieser Bildungsstandort auch zuk\u00fcnftig eine wichtige Rolle als Bildungsakteurin auf der Basis christlicher Grundwerte haben.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nSynodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen erinnerte an die gute Gastfreundschaft f\u00fcr die zweimal im Jahr in Rastede tagende Synode und die hohe Kundenzufriedenheit. Sie dankte dem Mitarbeiterteam f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Angebote, guten Kochk\u00fcnsten, eine sehr umsichtige G\u00e4stebetreuung. Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg werde auch in Zukunft \u2013 auch mit Blick auf die noch notwendigen baulichen Ver\u00e4nderungen \u2013 eine verl\u00e4ssliche Partnerin an der Seite des Evangelischen Bildungshauses Rastede sein.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nOberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker als zust\u00e4ndiger Bildungsdezernent erinnerte an die wichtige Weichenstellung seitens der Synode vor zw\u00f6lf Jahren f\u00fcr ein Evangelisches Bildungszentrum als Plattform f\u00fcr Bildungstr\u00e4ger und Bildungshandelnde der oldenburgischen Kirche, nun mit der Ev. HVHS Rastede unter dem gemeinsamen Dach des Ev. Bildungshauses Rastede. Aus der damaligen Ausrichtung auf Bildung f\u00fcr junge Menschen im l\u00e4ndlichen Raum sei mittlerweile auch eine kirchlich getragene Bildung f\u00fcr alle Erwachsenen geworden. Nachhaltigkeit, Bewahrung der Sch\u00f6pfung, Digitalisierung, Inklusion und Teilhabe sowie die Friedensfrage m\u00fcssten als dr\u00e4ngende Themen der Evangelischen Erwachsenenbildung im Blick sein. Das Ev. Bildungshaus Rastede sei ein Ort mit Chancen und Potentialen, der mehr denn je nicht nur als Ort der Bildung, sondern auch in einer auseinanderzufallen drohenden Gesellschaft als Ort der Begegnung, des Diskurses und der Verst\u00e4ndigung ben\u00f6tigt werde, so OKR Detlef Mucks-B\u00fcker.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nSeit mehreren Jahren ist das Ev. Bildungshaus eine Au\u00dfenstelle des Pastoralkollegs Niedersachsen neben Loccum. Folkert Fendler, Rektor des Pastoralkollegs Niedersachsen, bedankte sich bei der Leiterin Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak f\u00fcr die jahrelange umsichtige, gute und kooperative Zusammenarbeit.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas Bildungshaus Rastede versteht sich nach Auskunft der Leiterin bei aller \u00dcberregionalit\u00e4t als fester Bestandteil der Gemeinde Rastede und der Region. So betonte der Rasteder B\u00fcrgermeister Lars Krause die Wichtigkeit des Erhalts des Bildungsstandortes und die Wertsch\u00e4tzung seitens der Gemeinde f\u00fcr die in dieser Bildungseinrichtung geleistete Arbeit, nicht nur f\u00fcr und mit Menschen mit Migrationshintergrund und gefl\u00fcchtete Menschen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDer Vorsitzende des Vorstandes des Tr\u00e4gervereins der Ev. HVHS Rastede Hans-Joachim Harms, Direktor der Landwirtschaftskammer a.D., erinnerte an die Anf\u00e4nge als b\u00e4uerliche Volkshochschule und die traditionsgem\u00e4\u00dfe enge Verbundenheit von Landwirtschaftskammer, Landvolk und Landfrauen mit der Ev. HVHS Rastede. Die enge Zusammenarbeit mit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg solle auch in Zukunft erfolgreich weitergef\u00fchrt werden.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nLeiterin Martina Rambusch-Nowak verwies abschlie\u00dfend auf das Wappen der damaligen b\u00e4uerlichen Volkshochschule Rastede. Es zeigt eine Kirche auf dem Deich, durch Flut bedroht. Im Deich steckt ein Spaten. Nach altem Stedinger Deichrecht war das ein Zeichen daf\u00fcr, dass verantwortungsbewusste M\u00e4nner berufen wurden, an dieser Stelle den Schutz des Deiches \u2013 und damit des Landes \u2013 zu \u00fcbernehmen. Der Wappenspruch lautet: \u201eGott allein die Ehre!\u201c An diesem Wappen, das zugleich Abzeichen der Altsch\u00fclergemeinschaft ist, die hier \u00fcber Jahrzehnte hinweg in mehrw\u00f6chigen Kursen ihre Schulabschl\u00fcsse gemacht haben, wird symbolisch deutlich, worin die Schule ihre Aufgabe sah und noch heute sieht. Der Spaten als Zeichen f\u00fcr eine Notsituation: Die Gr\u00fcndung der Schule fand 1947 in Zeiten gr\u00f6\u00dfter innerer und \u00e4u\u00dferer Not der Menschen statt. Die Bauern und Pastoren der damaligen Zeit zwischen Weser und Ems zogen sozusagen \u201eden Spaten aus dem Deich\u201c, so kann man es in alten Unterlagen lesen, um gegen die Flut von Hoffnungslosigkeit und Glaubenslosigkeit vorzugehen. Zur Gr\u00fcndungszeit \u2013 also eine Zeit der Krise.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nUnd heute? Auch heute: Angesichts der gesellschaftlichen Nachwirkungen der Pandemie, der Klima- und Energiekrise, angesichts eines Krieges in Europa und Millionen fl\u00fcchtender Menschen stehe die Erwachsenenbildung und das Ev. Bildungshandeln wieder vor gro\u00dfen Herausforderungen, um in diesen Zeiten der Verunsicherung und tiefgreifender Irritation eben auch durch Bildungsangebote f\u00fcr die Menschen M\u00f6glichkeiten zu schaffen, sich neu zu vergewissern, wer und was Halt und Orientierung, Mut und Wissen zu einem eigenverantwortlichen Handeln geben kann \u2013 f\u00fcr Frieden, f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t und Nachhaltigkeit, f\u00fcr ein solidarisches Miteinander. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt der Verein Ev. HVHS Rastede auch weiterhin und besonders die Vernetzung mit und Unterst\u00fctzung von Politik und Kirche, Kommune und Gemeinden, so Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nGerahmt wurden die Gru\u00dfworte von Ernst-Gerd Wolter am Saxophon und Andreas Engelhardt am Klavier. In seiner anschlie\u00dfenden Lesung aus seinem Bestseller \u201ePost von Karlheinz\u201c beeindruckte Hasnain Kazim die rund 100 G\u00e4ste mit seinem Mut zum Widerstand, der dumpfen Hass nicht unkommentiert lassen will, und mit seinem Humor, mit dem er Hassbriefeschreiber zu treffen und w\u00fctende Parolen zu demaskieren versucht.&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/ein-bildungsstandort-mit-chancen-und-potentialen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Bildungsstandort mit Chancen und Potentialen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 8. 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