{"id":2292,"date":"2015-06-13T08:19:00","date_gmt":"2015-06-13T06:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/migrationsexperte-kirchengemeinden-sollten-sich-fuer-fluechtlinge-oeffnen\/"},"modified":"2015-06-13T08:19:00","modified_gmt":"2015-06-13T06:19:00","slug":"migrationsexperte-kirchengemeinden-sollten-sich-fuer-fluechtlinge-oeffnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/migrationsexperte-kirchengemeinden-sollten-sich-fuer-fluechtlinge-oeffnen\/","title":{"rendered":"Migrationsexperte: Kirchengemeinden sollten sich f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge \u00f6ffnen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Kirchengemeinden in Deutschland sollten sich nach Ansicht des deutsch-\u00e4gyptischen Pastors Michel Youssif mehr f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge \u00f6ffnen. Viele Christen verhielten sich Fremden und Andersgl\u00e4ubigen gegen\u00fcber unsicher und abwartend, sagte der Pastor der arabisch-deutschen evangelischen Gemeinde in Hannover am Rande einer Tagung der hannoverschen Landeskirche: \u00abAber der Bedarf bei denen, die kommen, ist da. Und der Strom der Fl\u00fcchtlinge wird in den n\u00e4chsten Monaten nicht abrei\u00dfen.\u00bb<\/p>\n<p>Die meisten Neuank\u00f6mmlinge suchten besonders zu Kirchengemeinden Kontakte. \u00abIhnen tut es gut, offen und ohne bedroht zu werden, \u00fcber ihren Glauben und ihre oft schrecklichen Erlebnisse sprechen zu k\u00f6nnen\u00bb, betonte der in \u00c4gypten geborene und seit 1987 in Deutschland lebende Pastor in einem Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd): \u00abWenn wir ihnen offen, hilfsbereit und gastfreundlich entgegenkommen, tragen wir dazu bei, dass sie sich angenommen f\u00fchlen und diesem Land etwas zur\u00fcckgeben.\u00bb<\/p>\n<p>Einmal im Monat versammelten sich in seinem Gemeindezentrum 60 bis 80 Christen, Muslime und Yesiden, die aus Syrien, dem Irak, Eritrea, Pal\u00e4stina oder dem Sudan gefl\u00fcchtet sind. \u00abWir kochen f\u00fcr sie Speisen, die sie aus der Heimat kennen, laden sie zum Essen ein, bieten Raum f\u00fcr Gespr\u00e4che und feiern dann mit ihnen gemeinsam Gottesdienst\u00bb, berichtete Youssif. Im Orient sei es \u00fcblich, dass G\u00e4ste immer zuallererst bewirtet w\u00fcrden: \u00abLiebe geht nun mal durch den Magen.\u00bb<\/p>\n<p>Youssif ermutigte die Kirchengemeinden, sich auf Gebr\u00e4uche anderer Kulturen einzulassen. Zwar f\u00fcrchteten manche, dass die Arbeit mit Migranten sie sowohl personell als auch finanziell \u00fcberfordern k\u00f6nne. Seiner Erfahrung nach seien zum Beispiel Einzelh\u00e4ndler oft bereit, Lebensmittel zu spenden, unterstrich der Pastor. Er selbst arbeite f\u00fcr ein Hausaufgaben-Projekt mit der kommunalen Freiwilligenagentur zusammen. \u00abDer weit \u00fcberwiegende Teil der rund 20 Ehrenamtlichen in diesem Projekt hat mit meiner Gemeinde dar\u00fcber hinaus gar nichts zu tun. Na und?\u00bb<\/p>\n<p>\u00abWir m\u00fcssen den nicht-christlichen Fl\u00fcchtlingen auch nicht gleich mit dem Evangelium kommen\u00bb, betonte Youssif. Er sage seinen G\u00e4sten immer wieder, dass sie jederzeit frei seien zu gehen. \u00abF\u00fcr mich ist erst mal der Mensch wichtig, egal, was er glaubt. Wir wollen den Betroffenen ein St\u00fcck Sicherheit und Geborgenheit, aber auch Freiheit bieten &#8211; all das, was sie in ihrer Heimat entbehren mussten.\u00bb Erst in einem zweiten Schritt solle es nat\u00fcrlich auch darauf ankommen, als Christ Farbe zu bekennen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Kirchengemeinden in Deutschland sollten sich nach Ansicht des deutsch-\u00e4gyptischen Pastors Michel Youssif mehr f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge \u00f6ffnen. Viele Christen verhielten sich Fremden und Andersgl\u00e4ubigen gegen\u00fcber unsicher und abwartend, sagte der Pastor der arabisch-deutschen evangelischen Gemeinde in Hannover am Rande einer Tagung der hannoverschen Landeskirche: \u00abAber der Bedarf bei denen, die kommen, ist da. 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