{"id":2294,"date":"2015-06-16T17:19:00","date_gmt":"2015-06-16T15:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/inklusion-im-christus-kindergarten-in-wilhelmshaven\/"},"modified":"2015-06-16T17:19:00","modified_gmt":"2015-06-16T15:19:00","slug":"inklusion-im-christus-kindergarten-in-wilhelmshaven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/inklusion-im-christus-kindergarten-in-wilhelmshaven\/","title":{"rendered":"Inklusion im Christus-Kindergarten in Wilhelmshaven"},"content":{"rendered":"<p>Inklusion hei\u00dft Zugeh\u00f6rigkeit, \u201edie anderen gibt es nicht mehr, sie sind Teil des Ganzen\u201c. So ist es im \u201eKonzept der inklusiven P\u00e4dagogik\u201c nachzulesen, das die Mitarbeitenden des ev.-luth. Christus-Kindergartens in Wilhelmshaven jetzt vorgelegt haben. Die Einrichtung ist die erste Kindertagesst\u00e4tte im Bereich der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die sich intensiv mit dem Thema Inklusion befasst hat und nun dazu auch ein eigenes Konzept erarbeitet hat. Darauf ist das Team mit Recht stolz. <\/p>\n<p>Die Leiterin des Christus-Kindergartens, Sabine Wistuba, stellte das Konzept jetzt gemeinsam mit Pastor Bernhard Busemann, Ingeborg Pohl als Beauftragte f\u00fcr die Kindergartenarbeit der oldenburgischen Kirche und Christel Schneider vom Gemeindekirchenrat, au\u00dferdem mit ihren Kollegen Simone Ahlers-L\u00fchrs, Barbara Schwarz, Elke Bratzke und Julian Jendrilek vor. In der fr\u00f6hlich-bunt gestalteten Brosch\u00fcre werden knapp und pr\u00e4gnant der Leitfaden zur t\u00e4glichen Arbeit und die Grundlagen zur inklusiven Arbeit erl\u00e4utert. <\/p>\n<p>Die UN-Konvention, die seit dem Jahr 2009 die Teilhabe aller Menschen, auch der Menschen mit Behinderungen, an allen Angeboten oder M\u00f6glichkeiten fordert, bildet die gesetzliche Grundlage. Doch Inklusion habe eigentlich nichts mit Gesetzen oder Regelungen zu tun, ist sich Sabine Wistuba sicher. \u201eInklusion beginnt im Kopf, Inklusion ist eine innere Haltung\u201c, sagt sie. Die Leiterin des Christus-Kindergartens in Wilhelmshaven und ihre rund 15 p\u00e4dagogischen Mitarbeitenden haben diese Ver\u00e4nderung in den vergangenen Monaten durchlaufen, der Prozess kam vor rund drei Jahren in Gang. Damals wurde den Fachkr\u00e4ften immer deutlicher, dass es bei vielen Kindern einen erh\u00f6hten Betreuungsbedarf gebe.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Die UN-Konvention gab einen weiteren Ausschlag, denn auch f\u00fcr die Kirchengemeinde war seitdem klar, dass hier eine neue Aufgabe liegt. \u201eDabei ist Inklusion ohnehin ein grundlegend christliches Thema, denn jeder Mensch ist in seiner Einzigartigkeit ein Teil des Ganzen\u201c, sagte Busemann. <\/p>\n<p>Pohl erkl\u00e4rte, sie habe zun\u00e4chst die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Als Mitarbeitende des Christus-Kindergartens die Initiative ergriffen und ihr Interesse an der Weiterentwicklung des Kindergartens erkl\u00e4rten, sei hier eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit entstanden, bei der sie viel von den praktischen Erfahrungen habe lernen k\u00f6nnen. Der Prozess, der damit in Gang kam, sei mit dem Konzept aber nicht abgeschlossen, es sei aber ein erster Meilenstein erreicht. <\/p>\n<p>Anfangs habe man viele Schwierigkeiten gesehen und es seien auch \u00c4ngste entstanden. Mittlerweile habe sich das v\u00f6llig aufgel\u00f6st. \u201eWir stellen alle fest, dass wir heute viel entspannter arbeiten, unsere Arbeit ist sogar harmonischer geworden\u201c, sagt Elke Bratzke. &nbsp;<\/p>\n<p>Inklusion gilt im Christus-Kindergarten heute nicht nur in Bezug auf Behinderungen, sondern umfassend. \u201eWer bei Inklusion nur an Rollstuhl oder geistige Defizite denkt, der hat viel zu kurz gegriffen\u201c, so Jendrilek. <\/p>\n<p>In der evangelischen Kindertagesst\u00e4tte mit 115 Kindern haben mehr als 60 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund, entsprechen h\u00e4ufig gibt es einen F\u00f6rderbedarf bei der Sprache. Der Anteil an Kindern mit Verhaltensauff\u00e4lligkeiten nehme zudem deutlich zu, sagte Barbara Schwarz, die schon seit Jahrzehnten in der Einrichtung t\u00e4tig ist. Weitere Herausforderungen sind unter anderem die vielen unterschiedlichen Kulturkreise, denen die Kinder entstammen. <\/p>\n<p>Wenn die Mitarbeitenden \u00fcber ihre Arbeit berichten, ist ihre Begeisterung und \u00dcberzeugung zu sp\u00fcren. Sie empf\u00e4nden das inklusive Arbeiten als deutliche Entspannung, betonen sie immer wieder. Jedes Kind k\u00f6nne nun bei allem dabei sein und vor allem: die spezielle F\u00f6rderung f\u00fcr einzelne Kinder finde im gewohnten Kreis der Freundinnen und Freunde statt, niemand m\u00fcsse mehr den Kindergarten verlassen, um in anderen Einrichtungen bestimmte F\u00f6rderungen zu erhalten. <\/p>\n<p>Heute passiert das, indem Fachkr\u00e4fte ins Haus kommen. W\u00fcnschenswert w\u00e4ren allerdings fest angestellte Kr\u00e4fte, die zum st\u00e4ndigen Team geh\u00f6ren. \u201eWir haben schon wesentlich bessere Bedingungen, als es in den Schulen der Fall ist. Wenn wir aber die Kinder optimal f\u00f6rdern wollen, brauchen wir noch bessere Rahmenbedingungen\u201c, so Sabine Wistuba. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Annette Kellin.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inklusion hei\u00dft Zugeh\u00f6rigkeit, \u201edie anderen gibt es nicht mehr, sie sind Teil des Ganzen\u201c. So ist es im \u201eKonzept der inklusiven P\u00e4dagogik\u201c nachzulesen, das die Mitarbeitenden des ev.-luth. Christus-Kindergartens in Wilhelmshaven jetzt vorgelegt haben. Die Einrichtung ist die erste Kindertagesst\u00e4tte im Bereich der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die sich intensiv mit dem Thema Inklusion befasst hat und nun dazu auch ein eigenes Konzept erarbeitet hat. Darauf ist das Team mit Recht stolz. 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