{"id":23063,"date":"2023-01-03T09:44:00","date_gmt":"2023-01-03T08:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/telefonseelsorge-finanzielle-und-existenzielle-aengste-boomen\/"},"modified":"2023-01-04T10:17:36","modified_gmt":"2023-01-04T09:17:36","slug":"telefonseelsorge-finanzielle-und-existenzielle-aengste-boomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/telefonseelsorge-finanzielle-und-existenzielle-aengste-boomen\/","title":{"rendered":"Telefonseelsorge: Finanzielle und existenzielle \u00c4ngste boomen"},"content":{"rendered":"<p>Bremen\/Hannover (epd). Aufgrund von finanziellen und existenziellen \u00c4ngsten greifen nach wie vor viele Menschen zum H\u00f6rer und w\u00e4hlen die Nummer der Telefonseelsorge, die kostenlos rund um die Uhr erreichbar ist. So sei die Zahl der Anrufe bei der Bremer Telefonseelsorge im vergangenen Jahr mit gut 10.700 Telefonaten auf einem sehr hohen Niveau geblieben, bilanzierte am Dienstag die Sprecherin der Bremischen Evangelischen Kirche, Sabine Hatscher und erkl\u00e4rte: \u00abFinanzielle und existenzielle \u00c4ngste boomen.\u00bb Die Top-Themen in den Gespr\u00e4chen seien Einsamkeit und Isolation mit 21,6 Prozent der Anrufe.<\/p>\n<p>\n\u00abDie Ver\u00e4nderungen durch die Pandemie stehen nicht mehr so im Vordergrund\u00bb, erl\u00e4uterte der Leiter der Telefonseelsorge, Pastor Peter Brockmann. Daf\u00fcr gehe es aber neben dem Kernthema Einsamkeit um \u00c4ngste, die durch die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges ausgel\u00f6st worden seien. Weitere Themen seien gesundheitliche Probleme wie Depressionen, famili\u00e4re Krisen sowie Stress und Ersch\u00f6pfung. In fast 700 Gespr\u00e4chen h\u00e4tten Suizid-Gedanken eine Rolle gespielt.<\/p>\n<p>\nGerade bei den \u00c4lteren mit geringen Renten und den Alleinerziehenden spielen Brockmann zufolge die massiv gestiegenen Preise f\u00fcr Energie und Lebenshaltung eine gro\u00dfe Rolle. \u00abWenn dann noch ohnehin vorhandene psychische oder famili\u00e4re Probleme hinzukommen oder Konflikte mit den Kindern, dann ist die Not gro\u00df.\u00bb<\/p>\n<p>\nAuch die mehr als 60 Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge st\u00fcnden momentan \u00abunter Strom\u00bb. Deshalb sei es wichtig, die Geschichten und N\u00f6te hinter den Anrufen zu verarbeiten. Brockmann: \u00abAngstst\u00f6rungen und Depressivit\u00e4t bis hin zu Suizidalit\u00e4t erleben die Kolleginnen und Kollegen derzeit in einer neuen Intensit\u00e4t. Das geht nicht spurlos an einem vor\u00fcber. Darum nehmen wir Supervision und Austausch sehr ernst.\u00bb<\/p>\n<p>\nDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sechs Telefonseelsorge-Stellen der benachbarten hannoverschen Landeskirche haben im vergangenen Jahr etwa 46.000 seelsorgliche Gespr\u00e4che am Telefon gef\u00fchrt. Hinzu kamen 3.500 Gespr\u00e4che im Chat sowie 1.800 Kontakte per Mail, wie der landeskirchliche Beauftragte f\u00fcr Telefonseelsorge, Daniel Tietjen, mitteilte. Telefonseelsorgestellen gibt es in Niedersachsen in der Region Elbe-Weser, in Soltau, G\u00f6ttingen, Wolfsburg, Osnabr\u00fcck und Hannover.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/telefonseelsorge-finanzielle-und-existenzielle-aengste-boomen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Telefonseelsorge: Finanzielle und existenzielle \u00c4ngste boomen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen\/Hannover (epd). 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