{"id":2323,"date":"2015-06-19T14:57:00","date_gmt":"2015-06-19T12:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-janssen-wir-brauchen-den-austausch-mit-menschen-aus-vielen-regionen\/"},"modified":"2015-06-19T14:57:00","modified_gmt":"2015-06-19T12:57:00","slug":"bischof-janssen-wir-brauchen-den-austausch-mit-menschen-aus-vielen-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-janssen-wir-brauchen-den-austausch-mit-menschen-aus-vielen-regionen\/","title":{"rendered":"Bischof Janssen: Wir brauchen den Austausch mit Menschen aus vielen Regionen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eAuf das EMW haben wir uns immer verlassen k\u00f6nnen!\u201c, bescheinigten Vertreterinnen und Vertreter von Partner-Organisationen aus Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Pazifik und von \u00f6kumenischen Weltb\u00fcnden dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) anl\u00e4sslich dessen 40. Geburtstag. Es sei tr\u00f6stlich, dass das EMW christliche Organisationen auch dann unterst\u00fctzt, wenn es anderen wenig opportun scheine.<\/p>\n<p>In seinem Festvortrag wies Prof. Dr. Fernando Enns darauf hin, dass Religionen nicht automatisch besondere Garanten f\u00fcr den Frieden seien. \u201eWer die Zeichen der Zeit nicht richtig liest, wird in Konservatismus oder Radikalit\u00e4t erstarren.\u201c Dann w\u00fcrden Religionen zum Gewaltfaktor in den Gesellschaften. Nur wenn Religionsgemeinschaften eine Ethik des Friedens entwickelten und diese in die gesellschaftliche Realit\u00e4t umsetzten, k\u00f6nne von ihnen Vers\u00f6hnung ausgehen, stellte der Leiter der Arbeitsstelle \u201eTheologie der Friedenskirchen&quot; an der Universit\u00e4t Hamburg fest.<\/p>\n<p>Wie sich christliche Kirchen f\u00fcr Frieden und Vers\u00f6hnung einsetzen, wurde aus dem Nahen Osten, aus Indonesien, aus ostafrikanischen L\u00e4ndern, aus Costa Rica und aus Indien berichtetet. In Interviews beschrieben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen, dass \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob Christinnen und Christen eine Minderheit unter Anh\u00e4ngern anderer Religionen sind, oder die Mehrheit in einer Gesellschaft bilden \u2013 sie sich immer aktiv f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben einsetzen m\u00fcssen. Dem Satz \u201eOhne diesen Einsatz droht unseren Gesellschaften das Chaos\u201c, stimmten alle G\u00e4ste zu.<\/p>\n<p>Dabei sei auch die Unterst\u00fctzung aus Deutschland wichtig. \u201eF\u00fcr uns Christinnen und Christen ist es ermutigend zu wissen, dass unsere Freunde im EMW uns helfen\u201c, hie\u00df es in Gratulationsreden. Die Geburtstagsg\u00e4ste dankten f\u00fcr die finanzielle und personelle Hilfe in den vergangenen 40 Jahren. \u201eBesonders froh sind wir f\u00fcr die geistliche Begleitung und die Gebete.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich ist der Satz \u201athink global, act local\u2018, also global zu denken und lokal zu handeln, richtig, aber er muss erg\u00e4nzt werden\u201c, betonte der Oldenburger Bischof Jan Janssen, Vorstandsvorsitzender des EMW. Aber man k\u00f6nne dies nur gemeinsam mit anderen tun. \u201eWir brauchen den Austausch mit Menschen aus vielen Regionen, um gemeinsam L\u00f6sungen zu finden, die jeweils unser Umfeld ber\u00fccksichtigen.\u201c Im EMW gebe es diese M\u00f6glichkeiten, meinte Janssen. \u201eSo lernen wir, mit den Herausforderungen kontextuell umzugehen.\u201c<\/p>\n<p>Neben den Vertreterinnen und Vertretern aus den regionalen Kirchen- und Christenr\u00e4ten, waren auch Wegbegleiterinnen und -begleiter aus dem \u00d6kumenischen Rat der Kirchen (\u00d6RK) und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) zusammen zu den Feierlichkeiten des EMW nach Hamburg gekommen. Die EMW-Mitglieder und -Vereinbarungspartner, sowie Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen aus ganz Deutschland waren ebenfalls angereist, um w\u00e4hrend eines Studientages nach dem Festakt das EMW n\u00e4her kennenzulernen und sich mit den internationalen Partnern auszutauschen. <\/p>\n<p><b>Hintergrund: Geschichte und Aufgaben des EMW<br \/><\/b>Der Beschluss der Synode der EKD zur Gr\u00fcndung des Evangelischen Missionswerks in Deutschland (EMW) am 19. September 1975 war der Endpunkt eines l\u00e4ngeren Weges zur Integration von Kirche und Mission. <\/p>\n<p>Begonnen hatte er in den 1950er Jahren durch eine engere Kooperation der EKD mit dem Deutschen Evangelischen Missionstag (DEMT), in dem alle evangelischen Missionsgesellschaften und evangelische Freikirchen zusammengeschlossen waren. Beide Seiten waren sich weitgehend einig, dass das geschichtlich gewachsene Nebeneinander von Kirchen und den von ihnen weitgehend unabh\u00e4ngigen Missionsgesellschaften durch ein geregeltes Miteinander abgel\u00f6st werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Einen entscheidender Durchbruch auf internationaler Ebene war der Zusammenschluss des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen (\u00d6RK) und das Internationalen Missionsrats (IMR) bei der dritten \u00d6RK-Vollversammlung in Neu Delhi 1961. In Deutschland folgte darauf zun\u00e4chst 1963 die Gr\u00fcndung der \u201eEvangelischen Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Weltmission\u201c (EAGWM) der EKD und das Deutschen Evangelischen Missionstags.<\/p>\n<p>Nachdem in der Folgezeit evangelische Landeskirchen zusammen mit den Missionsgesellschaften gemeinsame Missionswerke gr\u00fcndeten, war es notwendig, die Kooperation neu zu strukturieren: 1975 wurde das EMW als Dachverband von Missionswerken, der EKD, evangelischen Freikirchen und missionarischen Verb\u00e4nden gegr\u00fcndet. Rechtsform ist die eines eingetragenen Vereins. <\/p>\n<p>Wahrgenommen werden durch das EMW insbesondere solche Aufgaben, die \u00fcber die Kompetenz eines einzelnen Missionswerks hinausgehen. Darunter fallen zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den \u00f6kumenischen Weltb\u00fcnden, die F\u00f6rderung von Programmen und Projekten, die Informations- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit in Deutschland u.v.m. Die EMW-Mitglieder arbeiten in zahlreichen gemeinsamen Gremien zusammen, um ihre regionale und thematische Arbeit aufeinander abzustimmen.<\/p>\n<p>Das EMW war bis zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten auf Westdeutschland beschr\u00e4nkt \u2013 der volle Name lautete \u201eEvangelisches Missionswerk in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) e.V.\u201c 1991 schlossen sich das EMW und die \u201eArbeitsgemeinschaft evangelischer Missionen\u201c (AGEM) der DDR zum \u201eEvangelischen Missionswerk in Deutschland\u201c zusammen. <\/p>\n<p>Das EMW hat \u2013 wie seine Vorg\u00e4ngerorganisationen DEMT und EAGWM \u2013 seinen Sitz in Hamburg. Es wird von einem Vorstand geleitet, dessen Vorsitzender derzeit Bischof Jan Janssen (Oldenburg) ist.<br \/>\nDie Gesch\u00e4ftsstelle mit ihren 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird von Pfarrer Christoph Anders geleitet.<\/p>\n<p><i>Ein Beitrag von Freddy Dutz, Pressereferentin des EMW.<\/i><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<b>Weitere Informationen zum Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) finden Sie online unter: <\/b><b>www.emw-d.de<\/b><b> <\/b><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAuf das EMW haben wir uns immer verlassen k\u00f6nnen!\u201c, bescheinigten Vertreterinnen und Vertreter von Partner-Organisationen aus Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Pazifik und von \u00f6kumenischen Weltb\u00fcnden dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) anl\u00e4sslich dessen 40. Geburtstag. Es sei tr\u00f6stlich, dass das EMW christliche Organisationen auch dann unterst\u00fctzt, wenn es anderen wenig opportun scheine. In seinem Festvortrag wies Prof. Dr. Fernando Enns darauf hin, dass Religionen nicht automatisch besondere Garanten f\u00fcr den Frieden seien. \u201eWer die Zeichen der Zeit nicht richtig liest, wird in Konservatismus oder Radikalit\u00e4t erstarren.\u201c Dann w\u00fcrden Religionen zum Gewaltfaktor in den Gesellschaften. Nur wenn Religionsgemeinschaften eine Ethik des&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-2323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}