{"id":2332,"date":"2015-06-22T17:12:00","date_gmt":"2015-06-22T15:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-buntes-wunder-voller-herzenswaerme-sagt-tschuess\/"},"modified":"2015-06-22T17:12:00","modified_gmt":"2015-06-22T15:12:00","slug":"ein-buntes-wunder-voller-herzenswaerme-sagt-tschuess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-buntes-wunder-voller-herzenswaerme-sagt-tschuess\/","title":{"rendered":"Ein buntes Wunder voller Herzensw\u00e4rme sagt \u201eTsch\u00fcss\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mit Herzblut hat Christel Klust 22 Jahre lang die Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche mitgestaltet. Im Alter von 60 Jahren geht sie jetzt in den Ruhestand. Die Feier, mit der Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen sowie Wegbegleiter \u2013 und all diese nat\u00fcrlich \u00fcberwiegend in der weiblichen Form \u2013 sich am Sonntag, 21. Juni, von ihr verabschiedet haben, spiegelte ihre W\u00e4rme, ihr Engagement und ihre Zugewandtheit den Menschen gegen\u00fcber in jedem Wort wider.<\/p>\n<p>\u201eDie Arbeit mit Frauen war ein gro\u00dfes Gl\u00fcck f\u00fcr mich. Diese Stelle in der Frauenarbeit ist immer meine Traumstelle gewesen. Hier konnte ich meine F\u00e4higkeiten einbringen und wachsen\u201c, sagte Christel Klust mit einem strahlenden L\u00e4cheln. \u201eDurch euch alle bin ich die geworden, die ich bin. Ich habe viele Schritte gewagt und immer besser gelernt, aufrecht zu gehen\u201c, wandte sie sich an die vielen Frauen und einige M\u00e4nner, die zu ihrer Verabschiedung gekommen waren. <\/p>\n<p>Unter dem Titel \u201eSchritte wagen\u201c stand das Fest im Evangelischen Bildungshaus Rastede. Ein Motto, das Christel Klust in ihrem Leben begleitet hat, denn immer wieder, so sagte sie selbst in ihrer Rede, habe sie gezweifelt, ob dies wirklich ihr Weg sei. \u201eIch wollte schon als Jugendliche erreichen, dass Menschen ins Gespr\u00e4ch mit Gott kommen\u201c, blickte sie zur\u00fcck. Dennoch sei sie gerade in den ersten Jahren sehr stark gepr\u00e4gt gewesen von Zweifeln an ihrer eigenen Identit\u00e4t. <\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlung von der Heilung der gekr\u00fcmmten Frau im Lukasevangelium (13,10-17) war der rote Faden, der durch ihre Lebensgeschichte f\u00fchrte, die sie am Sonntag erz\u00e4hlte. \u201eDas ist meine Geschichte\u201c, betonte sie. \u201eDenn ich habe mich selbst abgelehnt f\u00fcr das, wie ich lebte und wie ich liebte.\u201c Ablehnung habe sie auch lange Zeit in der Kirche gesp\u00fcrt, die der Homosexualit\u00e4t bis weit in die 1990er Jahre keineswegs offen gegen\u00fcbergestanden habe. Erst nach einer schweren Erkrankung sei ihr klar geworden, dass sie immer gegen sich selbst gek\u00e4mpft habe. \u201eDas Ja Gottes hat mir Mut gegeben. Und mir wurde klar: Ich bin richtig, wie ich bin, weil Gott mich wunderbar gemacht hat.\u201c<\/p>\n<p>Wie sehr ihre Arbeit ein gegenseitiges Geben und Nehmen gewesen ist, machten die Gastrednerinnen und -redner in ihren Gru\u00dfworten deutlich. \u201eDu hast gerade den Frauen meiner Generation den Mut gegeben, uns selbst zu verwirklichen und auszuprobieren\u201c, betonte Waltraut Nebelung im Namen der Teilnehmerinnen der Frauenarbeit und dankte Christel Klust daf\u00fcr, dass sie \u201eungew\u00f6hnliche Wege aufgesp\u00fcrt\u201c habe und den Frauen immer auf Augenh\u00f6he begegnet sei. <\/p>\n<p>Wie wichtig die Frauenarbeit sei, machte Pastor Andreas Zuch im Namen des Oberkirchenrates deutlich. \u201eUnsere Kirche braucht die Frauenarbeit\u201c, betonte er und verwies auf die politische Relevanz der Arbeit. \u201eEs wird eine Aufgabe der oldenburgischen Kirche sein, die Frauenarbeit auszuweiten und zu st\u00e4rken.\u201c Es sei bei den Teilnehmerinnen immer wieder angeklungen, wie sehr sich Christel Klust mit ihrer Arbeit identifiziere. \u201eMit einer solchen Identifikation ist man authentisch\u201c, so Zuch. <\/p>\n<p>Sie sei \u201eeine wunderbare Jongleurin dieser Arbeit\u201c, die immer die B\u00e4lle oben gehalten habe, meinte Monika Korbach von der Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche. Sie bescheinigte Christel Klust: \u201eDu bist eine Meisterin des Dialogs und hast es immer geschafft, mit den Frauen ins Gespr\u00e4ch zu kommen.\u201c<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn er ihr begegnet sei, seien \u201ebunte Wunder in sein Leben gerauscht\u201c, beschrieb Uwe Fischer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Ev. Akademie der oldenburgischen Kirche, sein Verh\u00e4ltnis zu Christel Klust mit poetischen Worten und verb\u00fcndete sich dabei mit Erich K\u00e4stner. \u201eSelbst K\u00e4stner hat schon ein Gedicht \u00fcber dich gemacht\u201c, meinte er augenzwinkernd und rezitierte aus \u201eKeiner blickt dir hinter das Gesicht\u201c, das mit der Strophe endet \u201eNiemand wei\u00df, wie reich du bist\u201c. Sie sei mutig, zugewandt, warmherzig \u2013 ein einziges Lachen, beschrieb er sie. <\/p>\n<p>\u201eDu hast andere sp\u00fcren lassen, was dir kostbar ist \u2013 und bist dadurch kostbar geworden f\u00fcr andere\u201c, fasste Dr. Andrea Schrimm-Heins, Leiterin der Frauenarbeit, in Worte, was viele andere \u00e4hnlich empfinden mochten. \u00c4hnlich beschrieb es auch Ingeborg Pohl, die als Kollegin und Freundin herzliche Worte fand: \u201eDu wirst immer eine Bereicherung sein.\u201c<\/p>\n<p>Besonders gepr\u00e4gt hat Christel Klust in all den Jahren den Weltgebetstag. \u201eSeit ich in der oldenburgischen Kirche arbeite, ist Christel f\u00fcr mich der Weltgebetstag\u201c, brachte es Pfarrerin Kerstin Hochartz, eine der Organisatorinnen des Weltgebetstages in Oldenburg, auf den Punkt. Sie hoffe, dass Christel Klust noch mindestens bis 2021 beim Weltgebetstag dabei bleibe. \u201eDenn dann geht es um Vanuatu \u2013 und nur Christel wird wissen, wo das \u00fcberhaupt liegt.\u201c <\/p>\n<p>Die besondere Leidenschaft f\u00fcr diese Veranstaltung unterstrich auch Dr. Eske Wollrad, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Evangelischen Frauen in Deutschland, in ihrem Gru\u00dfwort, dias sie \u00fcbermitteln lie\u00df. \u201eDein Herz schl\u00e4gt f\u00fcr den Weltgebetstag. Du hast den Kurs mitbestimmt und daf\u00fcr gesorgt, dass die Erfahrungen der Basis nach oben gelangen und Geh\u00f6r finden.\u201c <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Anke Brockmeyer.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Herzblut hat Christel Klust 22 Jahre lang die Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche mitgestaltet. Im Alter von 60 Jahren geht sie jetzt in den Ruhestand. 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