{"id":23323,"date":"2023-02-09T09:20:00","date_gmt":"2023-02-09T08:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/umwelthilfe-kritisiert-dauerchlorierung-im-lng-terminal-wilhelmshaven\/"},"modified":"2023-02-10T10:17:33","modified_gmt":"2023-02-10T09:17:33","slug":"umwelthilfe-kritisiert-dauerchlorierung-im-lng-terminal-wilhelmshaven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/umwelthilfe-kritisiert-dauerchlorierung-im-lng-terminal-wilhelmshaven\/","title":{"rendered":"Umwelthilfe kritisiert Dauerchlorierung im LNG-Terminal Wilhelmshaven"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Wilhelmshaven\/Hannover (epd). Das in Wilhelmshaven zum Import von Fl\u00fcssigerdgas (LNG) eingesetzte Verfahren der Dauerchlorierung entspricht nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht dem Stand der Technik und setzt zudem die lokale Fischerei und die Gesundheit von Mensch und Natur vor Ort aufs Spiel. Ein in ihrem Auftrag erstelltes Gutachten des Labors f\u00fcr limnische, marine Forschung und vergleichende Pathologie (LimnoMar) zeige zudem, dass der kontinuierliche Einsatz der Elektrochlorierung in Konflikt mit deutscher und europ\u00e4ischer Gesetzgebung stehe und auf EU-Ebene gar nicht zugelassen sei, teilte die DUH am Donnerstag mit. Das Nieders\u00e4chsische Umweltministerium wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die DUH forderte den dem Umweltministerium unterstellten Nieders\u00e4chsischen Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz (NLWKN) auf, die Genehmigung f\u00fcr die Einleitung von Chlor zur\u00fcckzunehmen und eine Nachr\u00fcstung des Terminalschiffs \u00abH\u00f6egh Esperanza\u00bb anzuordnen. Bleibe der NLWKN unt\u00e4tig, werde die DUH auf Grundlage des Gutachtens weitere rechtliche Schritte in die Wege leiten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00abIn Wilhelmshaven wird Schnelligkeit weiter \u00fcber Sicherheit und Umweltschutz gestellt\u00bb, kritisierte DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sascha M\u00fcller-Kraenner. Obwohl es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr empfohlen werde, arbeite die \u00abH\u00f6egh Esperanza\u00bb weiter mit der umweltsch\u00e4dlichen Elektrochlorierung im Dauerbetrieb. Dass die Verwendung anderer, umweltvertr\u00e4glicherer Methoden hier nicht einmal gepr\u00fcft worden sei, bezeichnete M\u00fcller-Kraenner als \u00abein gro\u00dfes Vers\u00e4umnis der Genehmigungsbeh\u00f6rden\u00bb. Stattdessen sei die j\u00e4hrliche Einleitung dutzender Tonnen Chlor sogar unbefristet genehmigt worden.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Das Terminalschiff \u00abH\u00f6egh Esperanza\u00bb setzt der DUH zufolge das Verfahren zur Elektrochlorierung ein, um aus dem Meerwasser Chlor zu gewinnen und damit den Bewuchs von Rohrleitungen mit Seepocken oder Muscheln zu verhindern. Das Meerwasser werde eingesetzt, um mit seiner Temperatur das -160 Grad kalte Fl\u00fcssigerdgas aufzuw\u00e4rmen und damit in einen gasf\u00f6rmigen Zustand zu bringen. Das mit Chlor versetzte Meerwasser werde danach wieder in das Meer eingeleitet.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Ein Sprecher des Nieders\u00e4chsischen Umweltministeriums sagte auf Anfrage des Evangelischen Pressdienstes (epd): \u00abWeder dem NLWKN noch uns lag das von der DUH angef\u00fchrte Gutachten bisher vor.\u00bb Die von der DUH aufgestellte Behauptung, wonach die in Wilhelmshaven betriebene kontinuierliche Elektrochlorierung nicht als \u00abStand der Technik\u00bb bezeichnet werde, sei \u00abdaher f\u00fcr uns nicht nachvollziehbar\u00bb.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Betriebsgenehmigung des neuen LNG-Terminals sei auf 2043 befristet, weil dies im vom Bundestag beschlossenen LNG-Gesetz so vorgesehen sei, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Daran seien auch die nieders\u00e4chsischen Genehmigungsbeh\u00f6rden gebunden, auch wenn Niedersachsen ehrgeizigere Klimaziele habe und sich eine fr\u00fchere Befristung gew\u00fcnscht h\u00e4tte. \u00abKlar ist aber f\u00fcr uns auch: Je schneller wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Energieeinsparung von fossilen Energien schaffen, desto eher k\u00f6nnen wir auch aus Klimaschutzgr\u00fcnden auf den Import fossiler Gase verzichten.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die beiden schwimmenden Terminals in Wilhelmshaven und Stade seien nur f\u00fcr f\u00fcnf bzw. zehn Jahre gechartert. Wenn das in Wilhelmshaven f\u00fcr 2026\/2027 geplante feste Landterminal f\u00fcr gr\u00fcnes LNG fertig sei, w\u00fcrden die schwimmenden Regasifizierungsstationen nicht mehr gebraucht. Auch sei bei Landterminals die Chlorreinigung nicht notwendig. Einer Klage der DUH gegen die Biozideinleitungen sehe das Ministerium auch darum gelassen entgegen, weil nach intensiver Pr\u00fcfung der Umweltbeh\u00f6rden die Grenzwerte zum Teil deutlich unterschritten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/umwelthilfe-kritisiert-dauerchlorierung-im-lng-terminal-wilhelmshaven\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umwelthilfe kritisiert Dauerchlorierung im LNG-Terminal Wilhelmshaven<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilhelmshaven\/Hannover (epd). Das in Wilhelmshaven zum Import von Fl\u00fcssigerdgas (LNG) eingesetzte Verfahren der Dauerchlorierung entspricht nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht dem Stand der Technik und setzt zudem die lokale Fischerei und die Gesundheit von Mensch und Natur vor Ort aufs Spiel. 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