{"id":23393,"date":"2023-02-18T16:45:18","date_gmt":"2023-02-18T15:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-synode-waehlt-zwei-nebenamtliche-nichttheologische-oberkirchenraete\/"},"modified":"2023-02-18T22:17:34","modified_gmt":"2023-02-18T21:17:34","slug":"oldenburgische-synode-waehlt-zwei-nebenamtliche-nichttheologische-oberkirchenraete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-synode-waehlt-zwei-nebenamtliche-nichttheologische-oberkirchenraete\/","title":{"rendered":"Oldenburgische Synode w\u00e4hlt zwei nebenamtliche nichttheologische Oberkirchenr\u00e4te"},"content":{"rendered":"<p>Die Synodalen der oldenburgischen Kirche haben auf ihrer 1. au\u00dferordentlichen Tagung der 49. Synode am Samstag, 18. Februar, zwei neue nebenamtliche nichttheologische Mitglieder des Oberkirchenrates gew\u00e4hlt. Sebastian Gro\u00df (39) ist f\u00fcr den Bereich Finanzen zust\u00e4ndig und Kirchenverwaltungsdirektor Udo Heinen (59) f\u00fcr den Bereich Recht. Beide wurden f\u00fcr die Dauer von drei Jahren in das neue Amt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Nach dem Ausscheiden von Oberkirchenrat Frank L\u00fctjel\u00fcschen im Herbst letzten Jahres hatte der Wahlvorbereitungsausschuss vorgeschlagen, die Stelle Leitung Dezernat II nicht sofort neu auszuschreiben, sondern f\u00fcr eine befristete Zeit zwei nebenamtliche Mitglieder des Oberkirchenrates zu w\u00e4hlen, die f\u00fcr die Bereiche Recht und Finanzen zust\u00e4ndig sind und z\u00fcgig die anfallenden Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. In der f\u00fcr drei Jahre vorgesehenen Periode sollen eventuelle Ver\u00e4nderungen in der oldenburgischen Kirche beraten werden, sodass im Anschluss eine hauptamtliche Nachbesetzung erfolgen kann.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sebastian Gro\u00df <\/strong>ist seit 2018 Abteilungsleiter f\u00fcr Finanzen und Verm\u00f6gen in der Zentralen Dienststelle der Gemeinsamen Kirchenverwaltung der oldenburgischen Kirche. Der Diplom-Kaufmann ist in Detmold aufgewachsen und hat Betriebswirtschaftslehre (2002 \u2013 2008) in Greifswald studiert. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kirchenverwaltungsdirektor Udo Heinen <\/strong>ist seit 2008 Leiter der Aufsicht im Oberkirchenrat der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Er hat Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht in Hamburg (1986 \u2013 1990) studiert. Seit 1997 ist Heinen Kirchenjurist im Ev.-luth. Oberkirchenrat. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.<\/p>\n<p>Bischof Thomas Adomeit erkl\u00e4rte vor der Synode, dass sich der Gemeinsame Kirchenausschuss sehr freue, \u201emit dem Instrument nebenamtlicher Oberkirchenr\u00e4te einen Vorschlag vorlegen zu k\u00f6nnen, der uns in den kommenden knapp drei Jahren die M\u00f6glichkeit verschaffen soll, unsere Kirche weiterhin zukunftsf\u00e4hig aufzustellen\u201c. Der Zeithorizont sei begr\u00fcndet durch die Amtszeit der 49. Synode, die 2025 ende. \u201eBis dahin sollen \u00dcberlegungen angestellt, Beratungen durchgef\u00fchrt und Entscheidungen vorbereitet oder auch schon getroffen werden, die unsere Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg in die Zukunft bringen.\u201c Die erneute Vakanz biete die Chance, in eine Reflexionsphase einzusteigen und die Stelle nicht sofort erneut zu besetzen. \u201eMit dem jetzt gew\u00e4hlten Vorschlag m\u00f6chten wir daf\u00fcr Raum zu schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Dabei seien zwei Linien zu bedenken, betonte Bischof Adomeit. Zum einen sei zu kl\u00e4ren, \u201ewie das Dezernat Recht und Betriebswirtschaft zuk\u00fcnftig strukturiert werden soll\u201c. Und zum anderen sei zu \u00fcberlegen, \u201ewie wir als Kirche in der Zukunft aufgestellt sein wollen: Unter den Bedingungen der weniger werdenden Kirchenglieder, der Frage der finanziellen Stabilit\u00e4t, der Frage, welche Strukturen wir ben\u00f6tigen und auch \u2013 und vielleicht sogar besonders herauszuheben \u2013 der Frage, wie wir den dringend notwendigen und zu priorisierenden Klimaschutz umsetzen.\u201c Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, werde eine leistungsf\u00e4hige Verwaltung ben\u00f6tigt, die die Menschen nicht \u00fcberfordere, \u00fcber Grenzen bringe oder sogar verliere.<\/p>\n<p>Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen erg\u00e4nzte im Anschluss an die Wahl: \u201eEs ist gut, dass die anstehenden Aufgaben nun von zwei Menschen angegangen werden, die tief in der oldenburgischen Kirche verwurzelt sind.\u201c<\/p>\n<p>In seiner Vorstellung vor der Synode hatte Sebastian Gro\u00df betont, dass er das verloren gegangene Vertrauen im Finanzbereich der oldenburgischen Kirche sukzessiv zur\u00fcckgewinnen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden optimistisch in die Zukunft der oldenburgischen Kirche blicken wolle. Entscheidender Faktor f\u00fcr das Gelingen aller inhaltlicher Aufgaben seien die Mitarbeitenden. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bestehe darin, keine sehr guten und langj\u00e4hrig Besch\u00e4ftigte zu verlieren. \u201eWir brauchen in der Verwaltung einen gemeinschaftlichen Sinn f\u00fcr die Erf\u00fcllung all unserer Aufgaben\u201c, betonte Gro\u00df.<\/p>\n<p>Als weiteres wichtiges Ziel formulierte Gro\u00df, die Einf\u00fchrungsphase der Doppik in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden so schnell wie m\u00f6glich erfolgreich und strukturiert zu Ende zu f\u00fchren. Weiterhin plane er weitere Vereinfachungsma\u00dfnahmen f\u00fcr kleine und mittelgro\u00dfe Kirchengemeinden. So k\u00f6nnten z.B. Haushaltsdokumente reduziert, Jahresabschl\u00fcsse vereinfacht aufgestellt werden. Weiteren Ver\u00e4nderungsbedarf sieht Gro\u00df im Bereich der technischen Unterst\u00fctzung, vor allem im Finanzbereich.&nbsp;<\/p>\n<p>Kirchenverwaltungsdirektor Udo Heinen betonte, dass er sich in seinem Amt als Anwalt der oldenburgischen Kirche verstehe. F\u00fcr die weitere rechtliche Gestaltung der Kirche seien insbesondere Themen wichtig wie: Strukturver\u00e4nderungen, Vertrauen, Zusammenarbeit und Vernetzung. Dabei brauche die oldenburgische Kirche keine Angst vor der Zukunft zu haben. \u201ewir sind auch im Bereich Recht zukunftssicher aufgestellt\u201c, so Heinen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit m\u00fcsse sich die oldenburgische Kirche auf Handlungsfelder konzentrieren, die dringend einen neuen rechtlichen Handlungsrahmen ben\u00f6tigten. Hierzu geh\u00f6ren laut Heinen: das Thema Klimaschutz, Interprofessionelle Teams in den Kirchengemeinden, der Zugang zu den kirchlichen Berufen (z.B. Diakoninnen und Diakone), das Diakoniegesetz, ein Projektplan Kirchenordnung, die Rahmenpfarrstellenplanung und der Konf\u00f6derationsvertrag. Das seien aus seiner Sicht die rechtlichen Gro\u00dfbaustellen, so Heinen.&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der au\u00dferordentlichen Synodentagung wurde dar\u00fcber hinaus das Kirchengesetz zur Erprobung der Vertretung des hauptamtlichen nichttheologischen Mitglieds des Oberkirchenrates durch zwei nebenamtliche nichttheologische Mitglieder des Oberkirchenrates beraten und beschlossen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der au\u00dferordentlichen Synodentagung fand am Samstagnachmittag ein Gottesdienst in der St.-Johannes-Kirche in Oldenburg-Kreyenbr\u00fcck statt, in dem die beiden gew\u00e4hlten nebenamtlichen nichttheologischen Mitglieder des Oberkirchenrates in ihr neues Amt eingef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Es sei ein au\u00dferordentlicher Tag, allem Fachkr\u00e4ftemangel zum Trotz, betonte Bischof Thomas Adomeit im Einf\u00fchrungsgottesdienst. Die Synode habe beiden nebenamtlichen nichttheologischen Mitglieder des Oberkirchenrates ihr Vertrauen und ihr Zutrauen ausgesprochen und \u201eauch im Oberkirchenrat und im Gemeinsamen Kirchenausschuss freuen wir uns \u00fcber die Kompetenzen und Gaben, die nun direkt in das Leitungshandeln unserer Kirche einflie\u00dfen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Kirche brauche Menschen, die ihre Werte authentisch einbringen, nur dann sei sie als Kirche glaubw\u00fcrdig. Das sei das gr\u00f6\u00dfte Kapital auf dem Weg in die Zukunft: \u201eUnsere Mitarbeitenden im Ehrenamt, im Hauptamt, alle, die von ihrem Glauben erz\u00e4hlen\u201c, so Adomeit.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir in die Welt schauen, dann ist es unsere besondere Aufgabe, die Hoffnungsr\u00e4ume offenzuhalten. Leben wir doch in Zeiten von Verunsicherung und Sorgen, mit Krieg vor unserer T\u00fcr und dem Klimawandel, den bedr\u00fcckenden Bildern des Erdbebens vor Augen. Wir sind gefragt, mit guten Ideen, mit angemessenen Ressourcen, dieser Welt etwas Mut machendes mitzugeben. Hoffnungsr\u00e4ume\u201c, betonte Adomeit.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen und Fotos zur Synodentagung finden Sie unter: <a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/kirche-gemeinden\/synode\/1-ausserordentliche-tagung-der-49-synode\">https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/kirche-gemeinden\/synode\/1-ausserordentliche-tagung-der-49-synode<\/a>&nbsp;<\/strong>&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/oldenburgische-synode-waehlt-zwei-nebenamtliche-nichttheologische-oberkirchenraete\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oldenburgische Synode w\u00e4hlt zwei nebenamtliche nichttheologische Oberkirchenr\u00e4te<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Synodalen der oldenburgischen Kirche haben auf ihrer 1. au\u00dferordentlichen Tagung der 49. 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Nach dem Ausscheiden von Oberkirchenrat Frank L\u00fctjel\u00fcschen im Herbst letzten Jahres hatte der Wahlvorbereitungsausschuss vorgeschlagen, die Stelle Leitung Dezernat II nicht sofort neu auszuschreiben, sondern f\u00fcr eine befristete Zeit zwei nebenamtliche Mitglieder des Oberkirchenrates zu w\u00e4hlen, die f\u00fcr die Bereiche Recht und Finanzen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-23393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23393"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23394,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23393\/revisions\/23394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}