{"id":23435,"date":"2023-02-21T04:35:00","date_gmt":"2023-02-21T03:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchliche-investoren-verschaerfen-ausschlusskriterium-ruestung\/"},"modified":"2023-02-27T10:17:24","modified_gmt":"2023-02-27T09:17:24","slug":"kirchliche-investoren-verschaerfen-ausschlusskriterium-ruestung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchliche-investoren-verschaerfen-ausschlusskriterium-ruestung\/","title":{"rendered":"Kirchliche Investoren versch\u00e4rfen Ausschlusskriterium R\u00fcstung"},"content":{"rendered":"<p>Darmstadt\/Wolfenb\u00fcttel (epd). Der Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) hat seine Kriterien zu R\u00fcstung und fossilen Rohstoffen f\u00fcr Finanzanlagen versch\u00e4rft. Unternehmen, die mehr als f\u00fcnf Prozent ihres Umsatzes mit R\u00fcstungsg\u00fcter machten, w\u00fcrden von Finanzanlagen ausgeschlossen, sagte der scheidende Vorsitzende, der Leiter der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Heinz Thomas Striegler, am Dienstag in Darmstadt. Bisher lag die Grenze bei zehn Prozent des Umsatzes. Auch Unternehmen, die ge\u00e4chtete Waffen oder Atomwaffen herstellen, seien k\u00fcnftig g\u00e4nzlich ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Der Leiter der Finanzabteilung des braunschweigischen Landeskirchenamtes, J\u00f6rg Mayer, der ab 1. M\u00e4rz den Vorsitz des AKI \u00fcbernimmt, sagte zu, den neuen Kurs fortsetzen zu wollen. Im AKI haben sich 47 vor allem evangelische Investoren zusammengeschlossen, die Summe der angelegten und vornehmlich der Altersversorgung dienenden Finanzmittel bel\u00e4uft sich auf rund 40 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem versch\u00e4rft der AKI mit der f\u00fcnften Auflage des \u00abLeitfadens f\u00fcr ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche\u00bb die Kriterien f\u00fcr die F\u00f6rderung klimasch\u00e4dlicher Rohstoffe: Unternehmen, die einen Anteil von mehr als einem Prozent an der weltweiten Kohle-F\u00f6rderung haben sowie Unternehmen, die \u00d6l oder Gas durch chemische Mittel (Fracking) gewinnen, sind von der kirchlichen Geldanlage ausgeschlossen. Bisher schon waren Unternehmen ausgeschlossen, die gentechnisch ver\u00e4ndertes Saatgut oder Tabakwaren herstellen und Gl\u00fccksspiele anbieten.<\/p>\n<p>Dagegen gibt es in der neuen Auflage des Leitfadens beim Alkohol eine Erleichterung: Getr\u00e4nkeunternehmen, die mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes mit Alkohol erwirtschaften, sind demnach ausgeschlossen. Bisher lag die Grenze schon bei 15 Prozent. Striegler begr\u00fcndete die Anhebung damit, dass die 15-Prozent-Grenze im Gegensatz zur etablierten 20-Prozent-Grenze schwer zu \u00fcberpr\u00fcfen gewesen sei.<\/p>\n<p>Neben den Ausschlusskriterien definiert der Leitfaden auch Negativkriterien, die eine Anlage von kirchlichen Finanzen erschweren. Dazu geh\u00f6ren eine Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe, ein \u00fcberdurchschnittlich hoher Aussto\u00df von Kohlendioxid und Treibhausgasen, fehlende Pl\u00e4ne f\u00fcr die Klimaneutralit\u00e4t oder zum Schutz der Artenvielfalt. Die Ausschluss- und Negativkriterien f\u00fchrten zu einer Einschr\u00e4nkung des Anlagespektrums der kirchlichen Anleger um rund 20 Prozent gegen\u00fcber den gro\u00dfen Indizes, sagte Striegler.<\/p>\n<p>Inzwischen h\u00e4tten auch Positivkriterien einen h\u00f6heren Stellenwert bekommen, unterstrich der Vorsitzende. Die Anleger achteten mehr darauf, was sie mit ihren Anlagen f\u00f6rdern wollten. Beispiele seien die Investments in den Aufbau des gr\u00f6\u00dften Windparks Afrikas in Kenia oder von Solaranlagen in Mittelamerika. Auch f\u00fchrten Vertreter des AKI zu ihren Kriterien regelm\u00e4\u00dfig Gespr\u00e4che mit Banken und Unternehmen, etwa \u00fcber Lieferketten, die Herkunft der Rohstoffe oder existenzsichernde L\u00f6hne.<\/p>\n<p>Der designierte Vorsitzende J\u00f6rg Mayer k\u00fcndigte an, die Gespr\u00e4che mit gro\u00dfen Banken und Aktiengesellschaften fortzusetzen. Der AKI wolle \u00fcber die Definition der EU von Nachhaltigkeit bez\u00fcglich Umweltkriterien (Taxonomie) hinaus soziale Kriterien in die Diskussion einbringen. Bisher sei das Investieren in soziale Einrichtungen und Unternehmen nicht ausdr\u00fccklich als nachhaltig anerkannt. Au\u00dferdem wolle sich der AKI enger mit den katholischen Bist\u00fcmern und Versorgungswerken verzahnen.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/kirchliche-investoren-verschaerfen-ausschlusskriterium-ruestung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kirchliche Investoren versch\u00e4rfen Ausschlusskriterium R\u00fcstung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darmstadt\/Wolfenb\u00fcttel (epd). Der Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) hat seine Kriterien zu R\u00fcstung und fossilen Rohstoffen f\u00fcr Finanzanlagen versch\u00e4rft. 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