{"id":23598,"date":"2023-03-13T09:50:00","date_gmt":"2023-03-13T08:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/zdf-wettermoderator-terli-muessen-mehr-ueber-klimawandel-sprechen\/"},"modified":"2023-03-14T10:17:28","modified_gmt":"2023-03-14T09:17:28","slug":"zdf-wettermoderator-terli-muessen-mehr-ueber-klimawandel-sprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/zdf-wettermoderator-terli-muessen-mehr-ueber-klimawandel-sprechen\/","title":{"rendered":"ZDF-Wettermoderator Terli: M\u00fcssen mehr \u00fcber Klimawandel sprechen"},"content":{"rendered":"<p>D\u00fcrresommer, Ernteeinbu\u00dfen, sinkende Flusspegel, vertrocknete W\u00e4lder &#8211; Wassermangel spielt in Deutschland in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Davor darf niemand mehr die Augen verschlie\u00dfen, warnen Experten.<\/p>\n<p>\nBremerhaven (epd). \u00dcber Wetterextreme und den Zusammenhang mit dem Klimawandel muss nach Auffassung des ZDF-Wettermoderators \u00d6zden Terli intensiver und nicht nur in Fachkreisen gesprochen werden. \u00abWir m\u00fcssen verstehen: Das sind epochale Umbr\u00fcche, auf die grenz\u00fcbergreifend reagiert werden muss\u00bb, sagte Terli am Montag zu Beginn eines nationalen Fachforums zu Wasserextremen als Folge des Klimawandels im Klimahaus Bremerhaven. \u00abDas Reden \u00fcber Klimafakten sollte mitten in der Klimakrise selbstverst\u00e4ndlich sein.\u00bb Weitere Experten unterst\u00fctzten seine Position.<\/p>\n<p>\nTerli wurde in der Vergangenheit mehrfach von Zuschauenden kritisiert, weil er in seinem Wetterbericht Zusammenh\u00e4nge etwa zwischen D\u00fcrre und Klima erl\u00e4utert und sich nicht auf die Darstellung kurzfristiger Wettertrends beschr\u00e4nkt. \u00abWir machen das, weil es notwendig ist\u00bb, betonte der Moderator.<\/p>\n<p>\nDer Klimaforscher Andreas Marx sagte, selbst im eigentlich nassen Winter gebe es mittlerweile Regionen in Deutschland mit nur oberfl\u00e4chlich feuchten B\u00f6den. Der Wissenschaftler leitet den Deutschen D\u00fcrremonitor am Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung mit Sitz in Leipzig. Die aktuelle Lage mit D\u00fcrreszenarien in Europa best\u00e4tige den besorgniserregenden Trend, hie\u00df es.<\/p>\n<p>\nAuch Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut f\u00fcr Polar- und Meeresforschung (AWI) unterst\u00fctzte Terli. \u00abWir m\u00fcssen Fakten vermitteln und handeln &#8211; da gibt es noch ganz viel Luft nach oben.\u00bb Mit Blick auf die aktuelle Debatte \u00fcber das Ende von Gas- und \u00d6lheizungen erg\u00e4nzte er im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd): \u00abDer Klimawandel kostet mehr als Klimaschutz.\u00bb Allerdings m\u00fcsse der Umbau beispielsweise \u00fcber F\u00f6rdermittel sozial vertr\u00e4glich organisiert werden. \u00dcberdies m\u00fcssten die Starken in der Gesellschaft mehr Lasten tragen. Grosfeld wandte sich gegen ein Schwarz-Wei\u00df-Denken. Verzicht im Zusammenhang mit Klimaschutz bedeute auch eine ges\u00fcndere Umwelt.<\/p>\n<p>\nBenni Thiebes vom Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge in Bonn bekr\u00e4ftigte, niemand d\u00fcrfe vor den Folgen der Klimakrise die Augen verschlie\u00dfen: \u00abDass es im Rhein in der vergangenen Woche den niedrigsten Wasserstand seit 80 Jahren zu dieser Zeit gegeben hat, das m\u00fcssen wir als B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einfach sehen.\u00bb<\/p>\n<p>\nBis Dienstag treffen sich in Bremerhaven 80 Fachleute und Interessierte, um \u00fcber die zunehmenden D\u00fcrren und die damit verbundene Wasserknappheit zu reden. Dabei wird auch dar\u00fcber diskutiert, wie sich St\u00e4dte, Gemeinden, Unternehmen und Menschen in ganz Deutschland in Zukunft darauf einstellen k\u00f6nnen. Die Bandbreite der Debatte reicht von Investitionen in regenerative Energien \u00fcber Risikomanagement und Bew\u00e4sserungskonzepte in der Landwirtschaft bis zu Nutzpflanzen, die an trockenere B\u00f6den angepasst sind.<\/p>\n<p>\nMitinitiatoren der Konferenz sind mit dem Bremerhavener Klimahaus das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge, das AWI, der Helmholtz-Forschungsverbund \u00abRegionale Klima\u00e4nderungen und Mensch\u00bb sowie der Deutsche Wetterdienst. Um den Auswirkungen des Wassermangels auf verschiedene Bereiche des privaten und \u00f6ffentlichen Lebens bestm\u00f6glich begegnen zu k\u00f6nnen, sei eine enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis unabdingbar, erkl\u00e4rten Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/zdf-wettermoderator-terli-muessen-mehr-ueber-klimawandel-sprechen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF-Wettermoderator Terli: M\u00fcssen mehr \u00fcber Klimawandel sprechen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcrresommer, Ernteeinbu\u00dfen, sinkende Flusspegel, vertrocknete W\u00e4lder &#8211; Wassermangel spielt in Deutschland in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Davor darf niemand mehr die Augen verschlie\u00dfen, warnen Experten. 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