{"id":23648,"date":"2023-03-20T07:54:52","date_gmt":"2023-03-20T06:54:52","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/klimasynode-am-rande-des-nationalparks-wattenmeer\/"},"modified":"2023-03-20T10:17:50","modified_gmt":"2023-03-20T09:17:50","slug":"klimasynode-am-rande-des-nationalparks-wattenmeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/klimasynode-am-rande-des-nationalparks-wattenmeer\/","title":{"rendered":"\u201eKlimasynode\u201c am Rande des Nationalparks Wattenmeer"},"content":{"rendered":"<p>Der Schutz des Klimas und der Beitrag des Kirchenkreises sowie seiner Gemeinden, Werke und Einrichtungen dazu, dies stand im Mittelpunkt der Fr\u00fchjahrstagung der 3. Synode des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven am Samstag, den 18. M\u00e4rz im Evangelischen Martin-Luther-Gemeindehaus in Varel-Dangastermoor. Der Ort in unmittelbarer N\u00e4he zum Nationalpark Nieders\u00e4chsisches Wattenmeer war bewusst gew\u00e4hlt, ist das Wattenmeer doch ein Indikator sowohl f\u00fcr die Sch\u00f6nheit als auch die Bedrohung der Sch\u00f6pfung.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eKlimasynode ist ein gro\u00dfes Wort. L\u00e4sst es doch vermuten, wir k\u00f6nnten als Kirche die weltweite Klimakrise abwenden. Das k\u00f6nnen wir sicher nicht allein. Aber ohne unseren Beitrag geht es auch nicht\u201c, sagte die Vorsitzende der Kreissynode, Ingrid Klebingat zu Beginn und stellte die entscheidende Zielfrage: \u201eWie kommen wir angesichts einer globalen Krise zu handhabbaren Klimaschutzzielen f\u00fcr unseren Kirchenkreis?\u201c<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDieser Frage folgend verschaffte sich die Synode zun\u00e4chst mit Hilfe der Beauftragten f\u00fcr Klimaschutz in der Oldenburgische Kirche, Andrea Feyen einen \u00dcberblick, von welchen Grunds\u00e4tzen sich die Evangelische Kirche an der K\u00fcste leiten l\u00e4sst und welche praktischen Instrumente sie den Gemeinden und Einrichtungen zur Verf\u00fcgung stellt: \u201eWir haben mit der EKD-Klimaschutzrichtlinie einen Rahmen, der aufzeigt, wie wir bis 2045 die Treibhausgasemissionen auf null senken. Diese Klimaschutzrichtlinie wurde im Oktober 2022 von der EKD-Synode einstimmig beschlossen und gilt als Mindestanforderung f\u00fcr gesetzliche Regelungen der Evangelischen Landeskirchen.\u201c Demnach sollen die Treibhausgasemissionen so reduziert werden, dass ausgehend vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2035 eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 90 Prozent erreicht werden. 10 Jahre sp\u00e4ter wollen die Kirchen dann bis 2045 treibhausgasneutral sein. Hauptansatzpunkt sind dabei die kirchlichen Geb\u00e4ude, die derzeit noch f\u00fcr 70 Prozent der kirchlichen Co2 Immissionen verantwortlich sind. Hier wird es auch darum gehen, sich von nicht mehr nutzbaren Geb\u00e4uden zu trennen. Weitere Bereiche sind Mobilit\u00e4t, Beschaffung sowie Bildung und Kommunikation.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn einer Workshop-Phase arbeiteten und diskutierten dann Expertinnen und Experten mit den Synodalen zu Themenbereichen wie Tourismus und Urlauberseelsorge, Geb\u00e4ude und Energieeffizienz, Beschaffung und Mobilit\u00e4t sowie Klimagerechtigkeit in \u00f6kumenischer Verantwortung. Daraus will der Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven nun R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr die Weiterarbeit an einer Klimaagenda ziehen.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nZuvor fasste Kreispfarrer Christian Scheuer die Ergebnisse aus den Berichten der Gemeinden, Werke und Einrichtungen im Kirchenkreis zusammen, die diesmal zum Themenschwerpunkt \u201eSch\u00f6pfungsbewahrung und Klimaschutz\u201c abgefasst wurden.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nKreispfarrer Scheuer erinnerte dabei an das Kirchenkreisprojekt \u201eZukunft einkaufen\u201c, welches zu den \u00f6kologischen Vorreitern in der Oldenburgischen Kirche geh\u00f6rte: \u201e\u00dcber die H\u00e4lfte unserer Gemeinden stellte ihre Beschaffung in den Jahren 2011 bis 2014 auf \u00f6kofaire Produkte um. Im Jahr 2015 wurden wir in der Kategorie Klimagerechtigkeit mit dem \u00d6kumenischen F\u00f6rderpreis ausgezeichnet. Doch darauf d\u00fcrfen wir uns nicht ausruhen.\u201c Im Fokus der Berichte stand wie erwartet besonders der kirchliche Geb\u00e4udebestand. Dabei sahen viele Gemeinden einen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Energiekrise: \u201eM\u00f6glicherweise ist die globale Energie- und Ressourcenkrise am Ende eine Chance, dass wir uns endg\u00fcltig und viel schneller als geplant von fossilen Energietr\u00e4gern verabschieden. Wir werden sehr genau \u00fcberpr\u00fcfen m\u00fcssen, welche Geb\u00e4ude wir zuk\u00fcnftig noch brauchen und wie wir Mobilit\u00e4t organisieren.\u201c<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDabei geht es zun\u00e4chst um eine Bestandsaufnahme dessen, was sich in den zehn Jahren seit Einf\u00fchrung des Integrierten Klimaschutzkonzepts in der Oldenburgischen Kirche vor Ort getan hat. \u201eAuf diesem Hintergrund werden einerseits die Herausforderungen sichtbar, vor die wir angesichts einer sich vehement versch\u00e4rfenden Klimakrise gestellt sind, andererseits k\u00f6nnen wir auf Ebene des Kirchenkreises gemeinsam \u00fcberlegen, wie wir Ihnen konkret begegnen wollen\u201c, sagte Kreispfarrer Christian Scheuer.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nVorher gab es einen Bericht \u00fcber den Start des Tr\u00e4gerverbundes Familien, Kinder und Jugend \u201eWachsen &amp; Werden\u201c am Jahresbeginn, in dem jetzt unter anderem 15 Evangelische Kindertagesst\u00e4tten im Kirchenkreis und die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte (EFB) \u201egemeinsame Sache\u201c machen. Claudia Lehnort als neue Leiterin der EFB schickt ihren Bericht als Videobotschaft aus der Quarant\u00e4ne. R\u00fcdiger Schaarschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des neuen Kita-Verbundes berichtete von seinen ersten Wochen im Amt unter den Stichworten Personalmanagement, Bauprojekte und manches mehr. Dabei machte er beispielhaft deutlich, welche Chancen diese neue Form der Zusammenarbeit bietet: \u201eIch erlebe eine Aufbruchstimmung und viel Bereitschaft zum kreativen Miteinander.\u201c Au\u00dferdem gab es Nachwahlen zu Gremien. In den Kreiskirchenrat wurde L\u00fcbbo Meppen aus dem Wangerland gew\u00e4hlt, stellvertretende Mitglieder sind jetzt neu Birgit Vo\u00df aus Neuenburg und Bernd Regenscheit aus Voslapp.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nZum Abschluss traf sich die Kreissynode unter freiem Himmel direkt am Deich am Weltnaturerbeportal Dangast zu einer Andacht unter der Leitung von Pastor Peter L\u00f6ffel aus Dangastermoor.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nZum Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven geh\u00f6ren 25 Kirchengemeinden mit rund 74.000 Mitgliedern in der Stadt Wilhelmshaven sowie dem Landkreis Friesland, au\u00dferdem verschiedene Einrichtungen und Fachdienste.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ein Bericht von R\u00fcdiger Schaarschmidt<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/aus-den-kirchenkreisen\/artikel\/klimasynode-am-rande-des-nationalparks-wattenmeer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eKlimasynode\u201c am Rande des Nationalparks Wattenmeer<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schutz des Klimas und der Beitrag des Kirchenkreises sowie seiner Gemeinden, Werke und Einrichtungen dazu, dies stand im Mittelpunkt der Fr\u00fchjahrstagung der 3. 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