{"id":2367,"date":"2015-06-29T10:56:00","date_gmt":"2015-06-29T08:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/niedersachsens-hebammen-bemaengeln-unterversorgung-in-laendlichen-regionen\/"},"modified":"2015-06-29T10:56:00","modified_gmt":"2015-06-29T08:56:00","slug":"niedersachsens-hebammen-bemaengeln-unterversorgung-in-laendlichen-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersachsens-hebammen-bemaengeln-unterversorgung-in-laendlichen-regionen\/","title":{"rendered":"Niedersachsens Hebammen bem\u00e4ngeln Unterversorgung in l\u00e4ndlichen Regionen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Hebammen in Niedersachsen unterst\u00fctzen die Klagen ihres Bundesverbandes \u00fcber stetig schlechtere Berufsbedingungen.<br \/>Viele freiberufliche Kolleginnen h\u00e4tten angesichts seit Jahren steigender Haftpflichtversicherungspr\u00e4mien ihren Job bereits aufgegeben, sagte die zweite Vorsitzende des Nieders\u00e4chsischen Hebammenverbandes, Brigitte Salisch, am Montag dem epd. Besonders die vielen l\u00e4ndlichen Regionen des n\u00f6rdlichen Bundeslandes seien massiv unterversorgt.<\/p>\n<p>Der Deutsche Hebammenverband hatte am Montag in Berlin die starre Haltung der Krankenkassen kritisiert. Sie weigerten sich nach wie vor, Haftpflichtpr\u00e4mien durch h\u00f6here Verg\u00fctungen auszugleichen.<br \/>Verhandlungen mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen seien erst k\u00fcrzlich gescheitert. Jetzt m\u00fcsse eine Entscheidung der Schiedsstelle abgewartet werden. Die Pr\u00e4mien stiegen allerdings bereits zum 1. Juli auf 6.274 Euro im Jahr. Damit sei eine weitere \u00abBeendigungswelle\u00bb zu erwarten. In Deutschland arbeiten nach Sch\u00e4tzungen knapp 15.000 Hebammen freiberuflich.<\/p>\n<p>In Niedersachsen seien in einigen Regionen wie etwa beim Gesundheitsamt Stade bereits Hebammen-Ambulanzen eingerichtet worden. Dorthin k\u00f6nnten Frauen sich wenden, wenn sie auf der Suche nach Beratung oder Nachsorge nur Absagen kassiert h\u00e4tten. Dass Mutter und Kind sich erst auf den Weg machen m\u00fcssten, anstatt zu Hause betreut zu werden, sei allerdings nicht optimal, betonte Salisch. Viele Hebammen bek\u00e4men pro Woche bis zu zehn Anfragen, die sie ablehnen m\u00fcssten. Noch schwieriger sei es, eine Hebamme zu finden, die noch Hausgeburten betreue.<\/p>\n<p>Salisch bem\u00e4ngelte zudem, dass in Niedersachsen immer mehr Geburtshilfekliniken geschlossen w\u00fcrden. Zuletzt sei in Hannover ein Haus mit 1.000 Geburten im Jahr geschlossen worden. \u00abDer Personalschl\u00fcssel in den \u00fcbrigen H\u00e4usern wird nicht angehoben, so dass in einer Schicht statt ein oder zwei pl\u00f6tzlich bis zu sechs Geburten betreut werden m\u00fcssen.\u00bb Der Beruf der Hebamme sei mittlerweile so unattraktiv, dass den Schulen bald der Nachwuchs ausgehen werde: \u00abDerzeit kommen 50 Bewerberinnen auf einen Kurs mit 20 Pl\u00e4tzen. Vor zehn Jahren bewarben sich auf dieselbe Anzahl Pl\u00e4tze noch 1.000 Frauen.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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