{"id":2371,"date":"2015-06-29T00:10:00","date_gmt":"2015-06-28T22:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/welche-bedeutung-hat-diaspora-in-europas-protestantismus\/"},"modified":"2015-06-29T00:10:00","modified_gmt":"2015-06-28T22:10:00","slug":"welche-bedeutung-hat-diaspora-in-europas-protestantismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/welche-bedeutung-hat-diaspora-in-europas-protestantismus\/","title":{"rendered":"Welche Bedeutung hat Diaspora in Europas Protestantismus?"},"content":{"rendered":"<p>Das diesj\u00e4hrige \u00f6kumenische Treffen der Nordwestgruppe der Gemeinschaft der evangelischen Kirchen in Europa (GEKE) fand auf Borkum statt. Gastgeberin war die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer. Neben den protestantischen Kirchen aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg sowie den Methodisten nahmen auch die EKD-Gliedkirchen aus Lippe, Oldenburg, Rheinland und Westfalen teil. F\u00fcr den Kontakt zur Gesch\u00e4ftsstelle der GEKE aus Wien sorgte Pfr. Dr. Bernd J\u00e4ger. <\/p>\n<p>Besonders intensiv wurden Informationen zu aktuellen Entwicklungen in den Nordwestkirchen ausgetauscht. So haben etwa die Belgier die Zulassung von homosexuellen Pastoren und Pastorinnen beschlossen, die Luxemburger haben die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eingef\u00fchrt. Die Niederl\u00e4nder und Methodisten berichteten von ihren ersten Erfahrungen mit neuartigen Gemeindekonzepten (\u201ePionieren\u201c). Die deutschen Kirchen sprachen \u00fcber ihren relativen Relevanzverlust und den Aufbau von s\u00e4kular\u00f6kumenischen Kontaktfl\u00e4chen zur Gesellschaft. <\/p>\n<p>Das Hauptthema war allerdings die Frage nach einer \u201eTheologie der Diaspora\u201c. Dr. Christian Witt aus Wuppertal referierte daf\u00fcr den Stand des Studienprozesses, wie er sich nach den letzten GEKE-Konsultationen in Rom darstellt. Neben der Kl\u00e4rung des Begriffes der Diaspora auf verschiedensten Ebenen galt das Augenmerk der Bestandsaufnahme, was denn die GEKE- Kirchen alles unterschiedlich als Diaspora bezeichnen? <\/p>\n<p>Die Delegierten stellten auch die Frage, ob der Diasporabegriff evtl. mit einer \u00f6ffentlichen Theologie, mit der sich auch kleine Minderheitenkirchen gesellschaftlich zu Wort melden k\u00f6nnten, zu verbinden ist? <\/p>\n<p>Dabei wurde deutlich, dass schon Kleinstkirchen in S\u00fcd- oder Osteuropa, S\u00fcdosteuropa oder Benelux ganz verschieden agieren, je nachdem, ob man sich gef\u00e4hrdet sieht, sich abschottet oder positiv als Elite wahrgenommen wird. Auch wurden Fragen er\u00f6rtert, ob traditionelle Diasporazusammenh\u00e4nge wie Nation, Herkunft, Brauchtum, Auslandsmission, Bildungsarbeit usw. \u00fcberhaupt geeignet sind, neueren Transformationsentwicklungen zwischen Gesellschaften und Kirchen nachzukommen. <\/p>\n<p>Der Studienprozess der GEKE zur \u201eTheologie der Diaspora\u201c soll 2017 mit einer Studie schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zuletzt besuchten die Delegierten die Johannes A. Lasco-Bibliothek in Emden, wo Emden als Reformationsstadt gew\u00fcrdigt wurde. Die Tagung endete mit einem lutherisch gefeierten Abendmahlsgottesdienst in der ehrw\u00fcrdigen Schweizer Kirche der reformierten Kirche. N\u00e4chstes Jahr ist die oldenburgische Kirche Gastgeberin der Nordwestgruppe der GEKE. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Pfr. Dr. Oliver D\u00fcrr. <br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das diesj\u00e4hrige \u00f6kumenische Treffen der Nordwestgruppe der Gemeinschaft der evangelischen Kirchen in Europa (GEKE) fand auf Borkum statt. Gastgeberin war die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer. Neben den protestantischen Kirchen aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg sowie den Methodisten nahmen auch die EKD-Gliedkirchen aus Lippe, Oldenburg, Rheinland und Westfalen teil. F\u00fcr den Kontakt zur Gesch\u00e4ftsstelle der GEKE aus Wien sorgte Pfr. Dr. Bernd J\u00e4ger. Besonders intensiv wurden Informationen zu aktuellen Entwicklungen in den Nordwestkirchen ausgetauscht. So haben etwa die Belgier die Zulassung von homosexuellen Pastoren und Pastorinnen beschlossen, die Luxemburger haben die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eingef\u00fchrt. 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