{"id":23767,"date":"2023-03-27T10:11:00","date_gmt":"2023-03-27T08:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-weniger-meereis-hat-tiefgreifende-folgen-fuer-oekosystem\/"},"modified":"2023-03-28T11:17:19","modified_gmt":"2023-03-28T09:17:19","slug":"studie-weniger-meereis-hat-tiefgreifende-folgen-fuer-oekosystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-weniger-meereis-hat-tiefgreifende-folgen-fuer-oekosystem\/","title":{"rendered":"Studie: Weniger Meereis hat tiefgreifende Folgen f\u00fcr \u00d6kosystem"},"content":{"rendered":"<p>Bremerhaven\/Potsdam (epd). Der klimabedingte R\u00fcckgang des Meereises in der Arktis hat nach Erkenntnissen von Polarforschenden tiefgreifende Folgen f\u00fcr das Leben im Wasser der Region. Das schlie\u00dft ein Team vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) f\u00fcr Polar- und Meeresforschung in Potsdam aus der Analyse von altem Erbgut aus dem Meeresgrund, wie die Gruppe am Montag mitteilte. So warfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Untersuchungen einen Blick rund 20.000 Jahre zur\u00fcck bis in die letzte Eiszeit &#8211; mit teils dramatischen Erkenntnissen f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>\nDas Material aus den Ablagerungen mit den darin enthaltenen DNA-Spuren sei ein nat\u00fcrliches Archiv der Klimageschichte, erkl\u00e4rte die Leiterin der Forschungsgruppe, Professorin Ulrike Herzschuh. \u00abWir waren selbst \u00fcberrascht, dass in diesen alten Sedimenten Informationen \u00fcber das komplette \u00d6kosystem stecken.\u00bb<\/p>\n<p>\nSo zeigte sich, dass f\u00fcr die k\u00e4lteren Phasen der letzten Eiszeit Diatomeen und andere Algen typisch waren, die in oder unter dem Meereis leben. Diese winzigen Sauerstoffproduzenten waren eine beliebte Nahrungsquelle f\u00fcr Ruderfu\u00dfkrebse, die ihrerseits von Fischen aus der Familie der Dorsche wie dem Pazifischen Kabeljau, dem Alaska-Seelachs und dem Polardorsch gefressen wurden.<\/p>\n<p>\nIn den w\u00e4rmeren Epochen ohne Eis gab es dagegen deutlich weniger Diatomeen und Ruderfu\u00dfkrebse, daf\u00fcr aber den Analysen zufolge umso mehr Cyanobakterien. Am Meeresgrund breiteten sich in gesch\u00fctzten Buchten Seegraswiesen aus, statt der Dorsche schwammen in der Beringsee mehr Lachse und Pazifische Heringe. \u00abWir k\u00f6nnen damit nun zum ersten Mal zeigen, wie sich mit dem R\u00fcckgang des Meereises das komplette \u00d6kosystem umbaut\u00bb, res\u00fcmierte Herzschuh. \u00abDas f\u00e4ngt bei den Algen an und geht bis zu den Fischen und Walen.\u00bb<\/p>\n<p>\n\u00c4hnlich tiefgreifende Ver\u00e4nderungen erwarten die Forscher auch f\u00fcr eine w\u00e4rmere und weitgehend eisfreie Zukunft. Das aber k\u00f6nne massive \u00f6kologische und wirtschaftliche Auswirkungen haben, hie\u00df es. So werde sich der Fang einiger beliebter Speisefische wie Seelachs und Kabeljau in der Beringsee wom\u00f6glich nicht mehr lohnen. Daf\u00fcr k\u00f6nnten der Buckellachs und der Pazifische Hering weiter nach Norden vordringen. Au\u00dferdem k\u00f6nnten die Meere dann nicht mehr so viel Kohlendioxid speichern, was den Klimawandel weiter anheizen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/default-4d586e21e9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie: Weniger Meereis hat tiefgreifende Folgen f\u00fcr \u00d6kosystem<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremerhaven\/Potsdam (epd). Der klimabedingte R\u00fcckgang des Meereises in der Arktis hat nach Erkenntnissen von Polarforschenden tiefgreifende Folgen f\u00fcr das Leben im Wasser der Region. 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