{"id":23881,"date":"2023-04-16T08:55:00","date_gmt":"2023-04-16T06:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erinnerung-an-befreiung-des-konzentrationslagers-bergen-belsen-antiziganismusbeauftragter-fordert-konsequenzen-aus-dem-gedenken\/"},"modified":"2023-04-17T11:17:57","modified_gmt":"2023-04-17T09:17:57","slug":"erinnerung-an-befreiung-des-konzentrationslagers-bergen-belsen-antiziganismusbeauftragter-fordert-konsequenzen-aus-dem-gedenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erinnerung-an-befreiung-des-konzentrationslagers-bergen-belsen-antiziganismusbeauftragter-fordert-konsequenzen-aus-dem-gedenken\/","title":{"rendered":"Erinnerung an Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen &#8211; Antiziganismusbeauftragter fordert Konsequenzen aus dem Gedenken"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Bergen-Belsen (epd). Das Land Niedersachsen, j\u00fcdische Gemeinden und die Gedenkst\u00e4tte Bergen-Belsen haben am Sonntag an die Befreiung des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers bei Celle vor&nbsp;78 Jahren erinnert. Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Gr\u00fcne) betonte am Obelisken der Gedenkst\u00e4tte die Bedeutung des Erinnerns: Es gehe um \u00abMahnung f\u00fcr die Gegenwart und Zukunft, damit wir immer im Blick behalten, wozu Antisemitismus, Rassismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit f\u00fchren k\u00f6nnen, wenn wir nicht rechtzeitig und entschieden eingreifen und gegenhalten\u00bb, sagte sie laut Redemanuskript.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">In Bergen-Belsen starben mehr als 52.000 KZ-H\u00e4ftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager. Unter den insgesamt rund 120.000 H\u00e4ftlingen waren neben Juden unter anderem Sinti und Roma, politische Gefangene, Homosexuelle und Zeugen Jehovas, von denen viele auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter diskriminiert und ausgegrenzt wurden.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Hamburg sagte, in den vergangenen Jahren sei in der sogenannten Querdenkerszene ein Gedankengut entstanden, das in weiten Teilen nahtlos an rechtsextreme Ideen und Muster ankn\u00fcpfe. Es reiche mit Vorurteilen und Einstellungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Die j\u00fcngsten Razzien im Milieu der sogenannten Reichsb\u00fcrger verdeutlichten, dass es sich nicht einfach um Akteure am Rande der Gesellschaft handele. Darum m\u00fcsse neben dem gemeinsamen Gedenken auch die Folgen der begangenen Verbrechen und des Nationalsozialismus bedacht werden.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Mehmet Daimag\u00fcler, unterstrich bei der Gedenkveranstaltung: \u00abWenn den ermordeten Sinti und Roma gedacht wird, ist oft ein St\u00fcck Verlogenheit im Spiel. Da werden die Toten geachtet und am n\u00e4chsten Tag die Lebenden verachtet.\u00bb Er forderte zu einem \u00abechten Gedenken\u00bb auf, zu dem es geh\u00f6re, gegen Ausgrenzung und Verfolgung von Roma in aller Welt einzutreten. \u00abGedenken ohne Konsequenzen f\u00fcr unser Handeln im Hier und Heute ist blo\u00df Ritual.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Landtagsvizepr\u00e4sidentin Sabine Tippelt (SPD) betonte auf dem Kriegsgefangenenfriedhof H\u00f6rsten, es sei wichtig, neben der Inhaftierten des KZ Bergen-Belsen auch der sowjetischen Kriegsgefangenen zu gedenken. \u00abMit 19.580 Toten liegen an keinem anderen Ort in Deutschland mehr von ihnen begraben\u00bb, sagte sie laut Manuskript. Zugleich lenkte sie den Blick auf den Krieg in der Ukraine, in dem Menschen umgekommen seien, die die Konzentrationslager der Deutschen \u00fcberlebt hatten. \u00abDas kollektive Ged\u00e4chtnis unserer Gesellschaft mahnt uns, angesichts des Sterbens in der Ukraine nicht gleichg\u00fcltig zu bleiben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Pr\u00e4sident des Landesverbandes der J\u00fcdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael F\u00fcrst, hielt gemeinsam mit seiner Tochter Nicola F\u00fcrst-Schuhmacher und seinem Enkel Lenny Schuhmacher eine Rede.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/erinnerung-an-befreiung-des-konzentrationslagers-bergen-belsen-antiziganismusbeauftragter-fordert-konsequenzen-aus-dem-gedenken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erinnerung an Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen &#8211; Antiziganismusbeauftragter fordert Konsequenzen aus dem Gedenken<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bergen-Belsen (epd). 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