{"id":2399,"date":"2015-07-07T09:26:00","date_gmt":"2015-07-07T07:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/glauben-ohne-gottesbild-geht-das\/"},"modified":"2015-07-07T09:26:00","modified_gmt":"2015-07-07T07:26:00","slug":"glauben-ohne-gottesbild-geht-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/glauben-ohne-gottesbild-geht-das\/","title":{"rendered":"Glauben ohne Gottesbild \u2013 geht das?"},"content":{"rendered":"<p>Glauben ohne Gottesbild \u2013 geht das? Mit diesem Vortragstitel lud Prof. Dr. Andreas Pangritz von der Universit\u00e4t Bonn am 3. Juli seine Zuh\u00f6rerschaft im Ev. Haus in Westerstede zum Mitdenken und Nachdenken ein. Veranstaltet wurde der Abend vom Ev.-luth. Kirchenkreis Ammerland und vom Ev. Bildungswerk Ammerland. Ziel des Vortrags war es, zu ergr\u00fcnden, wie das biblische Bilderverbot in unserer Gesellschaft aktuell verstanden werden k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Dazu gab der Referent zun\u00e4chst einen \u00dcberblick \u00fcber den Umgang mit dem biblischen Bilderverbot in vergangenen Epochen westlicher und \u00f6stlicher Kirchengeschichte. Dabei wurde deutlich, dass die Frage eines angemessenen Umgangs mit religi\u00f6sen Bildern seit dem Entstehen biblischer Schriften bis in die Gegenwart immer wieder diskutiert wurde. In der Zeit der Reformation und des mit ihr einhergehenden Bildersturms f\u00fchrte diese Frage sogar zu tiefen gesellschaftlichen Konflikten. <\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnte das biblische Bilderverbot wichtig sein, um dem Anderen und Fremden ohne Vorurteile zu begegnen. Denn nach biblischem Verst\u00e4ndnis spiegelt sich in jedem Menschen das Ebenbild Gottes wider. So wie Gott sich nicht auf ein Bild festlegen l\u00e4sst, so sollen wir uns kein festes Bild vom Anderen machen. In beiden F\u00e4llen wird die Freiheit des Anderen gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Vortrag gab es viele R\u00fcckfragen an den Referenten. Angeregt wurde dar\u00fcber diskutiert, ob es wirklich m\u00f6glich sei, ohne \u00e4u\u00dfere und innere Bilder zu glauben. Haben religi\u00f6se Bilder nicht auch eine p\u00e4dagogische Bedeutung? Stellt man sich Gott nicht doch wie eine Person vor? Und spielen religi\u00f6se Bilder nicht immer noch in der Volkskirche eine gro\u00dfe Rolle? <\/p>\n<p>Der Referent betonte, dass Bilderverbot nicht generell Bilderfeindschaft oder Kunstfeindschaft bedeutet. Religi\u00f6se Bilder d\u00fcrften jedoch nicht zu einseitigen Festlegungen f\u00fchren. Das sei in der Kirchengeschichte h\u00e4ufig zum Schaden Andersgl\u00e4ubiger geschehen. Es gebe immer wieder die Gefahr eines Missbrauchs von religi\u00f6sen Bildern wie von ihrem Verbot.<\/p>\n<p>Durch die Diskussion f\u00fchrte Kreispfarrer Lars Dede. Er unterstrich noch einmal den Aspekt, die Andersartigkeit Gottes ernst zu nehmen und in der Begegnung mit anderen Menschen deren Unverf\u00fcgbarkeit zu achten. Er hielt den Bildern jedoch zugute, dass sie eigene Verstehenshorizonte er\u00f6ffnen k\u00f6nnen. Zuletzt blieb die Frage offen, wo die Grenze des biblischen Bilderverbots liegt. Doch klar war am Ende des Abends, dass es ganz unterschiedlich interpretiert werden kann.<\/p>\n<p>Am Donnerstag, 16. Juli, 20 Uhr, wird Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken aus Berlin im Gemeindehaus in Petersfehn, Mittellinie 83B, die Reihe mit einem Vortrag zum Thema \u201eJuden und Judentum auf Bildern vor und in der Zeit der Reformation\u201c abschlie\u00dfen. Am Tag des Vortrag ist \u2013 passend zum Thema \u2013 die Ausstellung \u201eMartin Luther und die Juden\u201c im Gemeindehaus in Petersfehn zu sehen sein.<br \/><span style=\"font-style: italic\"><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Pastorin Dr. Daniela Koeppler.<\/span><br \/>\n&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Glauben ohne Gottesbild \u2013 geht das? Mit diesem Vortragstitel lud Prof. Dr. Andreas Pangritz von der Universit\u00e4t Bonn am 3. Juli seine Zuh\u00f6rerschaft im Ev. Haus in Westerstede zum Mitdenken und Nachdenken ein. Veranstaltet wurde der Abend vom Ev.-luth. Kirchenkreis Ammerland und vom Ev. Bildungswerk Ammerland. Ziel des Vortrags war es, zu ergr\u00fcnden, wie das biblische Bilderverbot in unserer Gesellschaft aktuell verstanden werden k\u00f6nnte. 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