{"id":24580,"date":"2023-07-05T07:42:00","date_gmt":"2023-07-05T05:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oekumene-bericht-religionsfreiheit-weltweit-unter-druck\/"},"modified":"2023-07-06T11:18:22","modified_gmt":"2023-07-06T09:18:22","slug":"oekumene-bericht-religionsfreiheit-weltweit-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oekumene-bericht-religionsfreiheit-weltweit-unter-druck\/","title":{"rendered":"\u00d6kumene-Bericht: Religionsfreiheit weltweit unter Druck"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Hannover\/Bonn (epd). Appell f\u00fcr mehr Religionsfreiheit: Mit Sorge blicken beide gro\u00dfen Kirchen in Deutschland auf Einschr\u00e4nkungen und Verletzungen des universellen Menschenrechts auf Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Zwar m\u00fcsse die besondere Aufmerksamkeit den massiven Grundrechtsverletzungen in autorit\u00e4ren Staaten gelten, hei\u00dft es in dem am Mittwoch vorgestellten \u00ab3.&nbsp;\u00d6kumenischen Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2023\u00bb. Aber der Blick auf demokratische L\u00e4nder mit hohem Schutzniveau zeige, dass auch dort Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr die Religionsfreiheit gegeben sind und teilweise zunehmen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00abDie Situation ist bedr\u00e4ngend\u00bb, hei\u00dft es in dem Bericht. Obwohl die Religionsfreiheit in der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte verankert wurde, \u00absteht sie weiterhin in vielen Teilen der Welt unter Druck\u00bb. Wie die ersten beiden Berichte von 2013 und 2017 wurde der neue 180-seitige Text von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorgelegt.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Religionsfreiheit sei nicht nur ein \u00abRecht der Frommen\u00bb, sagte der Menschenrechtsexperte Heiner Bielefeldt von der Universit\u00e4t Erlangen am Mittwoch vor Journalisten. Sie sei ein Freiheitsrecht der Gl\u00e4ubigen genauso wie der weniger Gl\u00e4ubigen oder der Ungl\u00e4ubigen. Die Religionsfreiheit sch\u00fctze konservative Mitglieder etablierter Religionsgemeinschaften in ihrer Freiheit genauso wie Atheisten und Agnostikerinnen. Besonders wichtig sei sie f\u00fcr Angeh\u00f6rige verletzlicher Minderheiten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Kirchen hoben den Unterschied ihres Berichts zu anderen Studien zum Thema Religionsfreiheit hervor, wie etwa dem j\u00e4hrlich erscheinenden Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerks \u00abOpen Doors\u00bb. Aus methodischen Gr\u00fcnden habe man darauf verzichtet, Angaben etwa zur Zahl der weltweit verfolgten Christen zu machen, sagte der Augsburger Bischof Bertram Meier, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz. Dies habe bislang noch nie wirklich \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die EKD-Auslandsbisch\u00f6fin Petra Bosse-Huber bezeichnete eine zunehmende S\u00e4kularisierung in Deutschland als problematisch. Damit gehe das Wissen um die Bedeutung von Religion grunds\u00e4tzlich verloren. Dieses Menschenrecht sch\u00fctze aber auch diejenigen, die ohne Religion leben wollten. Eine zunehmende Gefahr stellen Bosse-Huber zufolge Populismus und extremistische \u00dcberzeugungen dar, wenn diese sich etwa in verbalen oder t\u00e4tlichen Angriffen auf Menschen \u00e4u\u00dfern, die erkennbar einer Religion angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00ab\u00dcber unsere Verbundenheit mit Kirchen und Christinnen und Christen in aller Welt wissen wir, wie viel Leid Einschr\u00e4nkungen und Verletzungen dieses Menschenrechts hervorrufen\u00bb, hei\u00dft es in dem gemeinsamen Geleitwort der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, und dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Georg B\u00e4tzing: \u00abUnd wir sehen, dass andere Religionsgemeinschaften sowie Menschen, die sich zu keiner Religion bekennen, ebenso unter der Missachtung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit leiden.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">In dem Bericht wird die Situation in \u00c4thiopien, Belarus, China, D\u00e4nemark, Deutschland, Eritrea, Indien, Israel und Pal\u00e4stina, Myanmar, Russland, Syrien und Irak sowie in der T\u00fcrkei beschrieben. Alle im Bericht genannten L\u00e4nder sind laut Bielefeldt, dem ehemaligen UN-Sonderberichterstatter f\u00fcr Religions- und Weltanschauungsfragen, exemplarisch gew\u00e4hlt. Bischofskonferenz und EKD wollen mit dem Bericht an die Regierungen appellieren, \u00abFreiheit und Gleichberechtigung der Menschen in Fragen von Religion und Weltanschauung auch zu ihren Anliegen zu machen\u00bb.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/oekumene-bericht-religionsfreiheit-weltweit-unter-druck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6kumene-Bericht: Religionsfreiheit weltweit unter Druck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Bonn (epd). Appell f\u00fcr mehr Religionsfreiheit: Mit Sorge blicken beide gro\u00dfen Kirchen in Deutschland auf Einschr\u00e4nkungen und Verletzungen des universellen Menschenrechts auf Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. 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