{"id":24760,"date":"2023-08-03T08:16:00","date_gmt":"2023-08-03T06:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/umfrage-kinderkliniken-behandeln-patienten-nicht-gruendlich-genug\/"},"modified":"2023-08-04T11:19:39","modified_gmt":"2023-08-04T09:19:39","slug":"umfrage-kinderkliniken-behandeln-patienten-nicht-gruendlich-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/umfrage-kinderkliniken-behandeln-patienten-nicht-gruendlich-genug\/","title":{"rendered":"Umfrage: Kinderkliniken behandeln Patienten nicht gr\u00fcndlich genug"},"content":{"rendered":"<p>Hoher Arbeitsdruck von \u00c4rzten und Pflegekr\u00e4ften in Kinderkliniken gef\u00e4hrdet einer Umfrage von NDR und Hartmannbund zufolge die jungen Patienten. Klinikleitungen fordern eine Strukturreform, die die Bed\u00fcrfnisse von Kindern in den Mittelpunkt r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Hannover\/G\u00f6ttingen (epd). \u00c4rztinnen, \u00c4rzte und Pflegefachkr\u00e4fte in Kinderkliniken sehen sich einer sehr hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Eine Folge seien negative Auswirkungen auf die Kinderbehandlung, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Hartmannbund in Berlin am Donnerstag unter Berufung auf Ergebnisse einer gemeinsam durchgef\u00fchrten, nicht-repr\u00e4sentativen Umfrage mitteilten. 40 Prozent der 630 Befragten, darunter aus der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen, gaben demnach an, dass es aufgrund der Arbeitsbelastung schon einmal zu einer Patientengef\u00e4hrdung gekommen sei. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Befragten in einer kleinen, einer mittelgro\u00dfen Klinik oder einer Universit\u00e4tsklinik arbeiten, hie\u00df es.<\/p>\n<p>\nJeder dritte Befragte (34 Prozent) arbeitet laut der Umfrage mehrmals pro Woche \u00fcber seine pers\u00f6nliche Belastungsgrenze hinaus. Weitere 41 Prozent tun dies mehrmals im Monat. 45 Prozent der Befragten springen mehrmals im Monat f\u00fcr erkrankte Kolleginnen und Kollegen ein.<\/p>\n<p>\nFast zwei Drittel sagten, ihre pers\u00f6nlichen Arbeitsbedingungen h\u00e4tten sich in den vergangenen f\u00fcnf Jahren verschlechtert. Viele schrieben, dass es an Personal sowohl im pflegerischen als auch im \u00e4rztlichen Bereich fehle. Kinder k\u00f6nnten nicht zeitgerecht und nicht gr\u00fcndlich genug behandelt werden. Auch komme es immer wieder zu einer Fehl- oder \u00dcberdosierung von Medikamenten.<\/p>\n<p>\nDas vom NDR produzierte ARD-Politikmagazin \u00abPanorama\u00bb sprach mit sechs Leiterinnen und Leitern der gr\u00f6\u00dften Kinderkliniken aus Hannover, G\u00f6ttingen, Berlin, Essen, Leipzig und M\u00fcnchen. Sie best\u00e4tigten, dass ihre Mitarbeitenden ausbrennen. Nicht nur Pflegekr\u00e4fte, auch \u00c4rztinnen und \u00c4rzte verlie\u00dfen demnach zunehmend die Kindermedizin, hie\u00df es.<\/p>\n<p>\nProfessorin Gesine Hansen von der Medizinischen Hochschule Hannover sagte in dem TV-Beitrag: \u00abIm Gesundheitssystem stehen die Kinder tats\u00e4chlich eher in den letzten R\u00e4ngen, weil Kindermedizin nicht wirtschaftlich ist und die \u00d6konomie in dem aktuellen Gesundheitssystem einfach eine sehr gro\u00dfe Rolle spielt.\u00bb Die Leitungskr\u00e4fte forderten eine grundlegende Strukturreform, die die Bed\u00fcrfnisse von Kindern in den Mittelpunkt r\u00fcckt und honoriert, hie\u00df es.<\/p>\n<p>\nHartmannbund-Vorstandsmitglied Theodor Uden, Kinder- und Jugendarzt an der Medizinischen Hochschule in Hannover, sagte laut Mitteilung: \u00abWenn man m\u00f6chte, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und Pflegepersonal sich konzentriert um die Patientinnen und Patienten k\u00fcmmern k\u00f6nnen, muss der \u00f6konomische Druck aus dem System.\u00bb Dazu brauche es eine, zumindest teilweise, fallzahlunabh\u00e4ngige Vorhalteverg\u00fctung, die auch die Personalkosten enthalte. Zudem brauche es eine Komponente, die unterschiedliche Komplexit\u00e4tsgrade der Patienten abbilde.<\/p>\n<p>\nTeil der Probleml\u00f6sung sei auch eine bessere Lenkung der Patientenwege, um station\u00e4re Kapazit\u00e4ten effizient einsetzen zu k\u00f6nnen, sagte Uden. Er mahnte au\u00dferdem eine sinnvolle Digitalisierung der Dokumentations- und Behandlungsprozesse an, die dem \u00e4rztlichen und pflegerischen Personal Zeit f\u00fcr ihre eigentliche Aufgabe schaffe.<\/p>\n<p>\nAls v\u00f6llig inakzeptabel bezeichnete Uden die seiner Ansicht nach derzeit nicht ausreichend gesicherte Investitionskostenfinanzierung der Kliniken. Hierdurch seien die Kliniken immer wieder zu Querfinanzierungen auch zulasten des Personals gezwungen.<\/p>\n<p>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) best\u00e4tigte gegen\u00fcber \u00abPanorama\u00bb, dass die Kindermedizin chronisch unterfinanziert sei. Im Rahmen der Krankenhausreform solle die Kindermedizin zuk\u00fcnftig Sonderzuschl\u00e4ge erhalten, sagte er.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/umfrage-kinderkliniken-behandeln-patienten-nicht-gruendlich-genug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage: Kinderkliniken behandeln Patienten nicht gr\u00fcndlich genug<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoher Arbeitsdruck von \u00c4rzten und Pflegekr\u00e4ften in Kinderkliniken gef\u00e4hrdet einer Umfrage von NDR und Hartmannbund zufolge die jungen Patienten. Klinikleitungen fordern eine Strukturreform, die die Bed\u00fcrfnisse von Kindern in den Mittelpunkt r\u00fcckt. Hannover\/G\u00f6ttingen (epd). \u00c4rztinnen, \u00c4rzte und Pflegefachkr\u00e4fte in Kinderkliniken sehen sich einer sehr hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt. 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