{"id":24829,"date":"2023-08-11T12:07:00","date_gmt":"2023-08-11T10:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/leihmutterschaft-landeskirche-und-domkantor-legen-rechtsstreit-bei\/"},"modified":"2023-08-14T23:18:03","modified_gmt":"2023-08-14T21:18:03","slug":"leihmutterschaft-landeskirche-und-domkantor-legen-rechtsstreit-bei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/leihmutterschaft-landeskirche-und-domkantor-legen-rechtsstreit-bei\/","title":{"rendered":"Leihmutterschaft: Landeskirche und Domkantor legen Rechtsstreit bei"},"content":{"rendered":"<p>Die Braunschweigische Landeskirche und der einstige Domkantor Gerd-Peter M\u00fcnden haben ihre juristische Auseinandersetzung au\u00dfergerichtlich beigelegt. M\u00fcnden gab inzwischen bekannt, Vater eines durch eine Leihmutter ausgetragenen Sohnes zu sein.<\/p>\n<p>\nBraunschweig (epd). Die evangelische Landeskirche Braunschweig und der Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter M\u00fcnden (57) haben ihre rechtlichen Auseinandersetzungen um eine Leihmutterschaft in einem au\u00dfergerichtlichen Vergleich beigelegt. Wie die Landeskirche am Freitag mitteilte, wird M\u00fcndens Anstellungsverh\u00e4ltnis in gegenseitigem Einvernehmen zum 31. August beendet, bis dahin ist er vom Dienst freigestellt. \u00dcber den Inhalt der getroffenen Vereinbarung sei beiderseitiges Stillschweigen vereinbart worden, man trenne sich \u00abin gegenseitigem Respekt\u00bb voneinander.<\/p>\n<p>\nDie Landeskirche hatte den Kirchenmusiker im M\u00e4rz 2022 fristlos entlassen, weil er mit seinem aus Kolumbien stammenden Ehemann eine Leihmutterschaft in dem s\u00fcdamerikanischen Land beauftragen wollte. Sie begr\u00fcndete den Schritt unter anderem damit, dass M\u00fcndens Planung, eine Leihmutter im Ausland in Anspruch zu nehmen, im Widerspruch zu den ethischen Grunds\u00e4tzen der evangelischen Kirche stehe.<\/p>\n<p>\nDaraufhin hatte M\u00fcnden gegen die Entlassung beim Arbeitsgericht Braunschweig geklagt und Recht bekommen. Unter anderem hatte sein Verteidiger geltend gemacht, dass M\u00fcnden keine konkreten Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Leihmutterschaft gehabt, sondern lediglich \u00dcberlegungen dar\u00fcber angestellt habe.<\/p>\n<p>\nAuch ein Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht Hannover war zugunsten des Kantors entschieden worden. Zuletzt hatte er sich mit einer weiteren Klage vor dem Arbeitsgericht Braunschweig gegen Aussagen des braunschweigischen Landesbischofs Christoph Meyns zum Thema Leihmutterschaft gewandt.<\/p>\n<p>\nM\u00fcnden sagte am Freitag auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd), er und sein Mann h\u00e4tten sich nach dem Urteil des Braunschweiger Arbeitsgerichtes entschieden, eine Familie zu gr\u00fcnden. Inzwischen seien sie seit acht Wochen Eltern eines durch eine kolumbianische Leihmutter zur Welt gebrachten Sohnes. \u00abNun m\u00f6chte ich an einem Ort arbeiten, an dem ich mit meiner Familie willkommen bin.\u00bb<\/p>\n<p>\nDer Pressesprecher der Landeskirche Braunschweig, Michael Strau\u00df, sagte dem epd, der Vergleich erm\u00f6gliche der Landeskirche, die neu aufgestellte Kirchenmusik am Braunschweiger Dom \u00abgeordnet und in Frieden\u00bb fortzusetzen. Dies sei aus Sicht der Landeskirche leitend f\u00fcr die Einigung gewesen.<\/p>\n<p>\nDer geschlossene Kompromiss d\u00fcrfe aber nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Landeskirche bei ihrer theologisch-ethischen Kritik an der Leihmutterschaft bleibe. Dass der einstige Domkantor inzwischen ein Kind habe, best\u00e4tige die Landeskirche zudem in ihrer \u00dcberzeugung, \u00abdass es Herrn M\u00fcnden stets darum ging, eine Leihmutterschaft konkret zu realisieren und dieses Vorhaben nicht nur ein Gedankenspiel war\u00bb.<\/p>\n<p>\nM\u00fcnden hatte seit 1999 als Domkantor in Braunschweig gearbeitet. Er leitete Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Domsingschule mit rund 600 Kindern und Erwachsenen in 21 Ch\u00f6ren. \u00dcberregional bekannt wurde der 57-J\u00e4hrige f\u00fcr das Schulprojekt \u00abKlasse! Wir Singen\u00bb, f\u00fcr das er 2011 mit dem nieders\u00e4chsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde. M\u00fcnden arbeitet seit seiner K\u00fcndigung als Musiklehrer an einem Gymnasium bei Wolfsburg.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/leihmutterschaft-landeskirche-und-domkantor-legen-rechtsstreit-bei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leihmutterschaft: Landeskirche und Domkantor legen Rechtsstreit bei<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Braunschweigische Landeskirche und der einstige Domkantor Gerd-Peter M\u00fcnden haben ihre juristische Auseinandersetzung au\u00dfergerichtlich beigelegt. M\u00fcnden gab inzwischen bekannt, Vater eines durch eine Leihmutter ausgetragenen Sohnes zu sein. Braunschweig (epd). Die evangelische Landeskirche Braunschweig und der Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter M\u00fcnden (57) haben ihre rechtlichen Auseinandersetzungen um eine Leihmutterschaft in einem au\u00dfergerichtlichen Vergleich beigelegt. 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