{"id":2484,"date":"2015-07-17T14:15:00","date_gmt":"2015-07-17T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/goetter-speise-fuer-leib-und-seele\/"},"modified":"2015-07-17T14:15:00","modified_gmt":"2015-07-17T12:15:00","slug":"goetter-speise-fuer-leib-und-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/goetter-speise-fuer-leib-und-seele\/","title":{"rendered":"G\u00f6tter-Speise f\u00fcr Leib und Seele"},"content":{"rendered":"<p>Unmittelbar angrenzend an die Kapelle hat die Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen jetzt nach gut einem halben Jahr Bauzeit einen neuen Treffpunkt Seelsorge erhalten. Am Freitag, 17. Juli, wurde der rund 70 Quadratmeter gro\u00dfe achteckige Rotklinkerbau mit einem Gottesdienst eingeweiht. Hier stehen den Patientinnen und Patienten evangelische und katholische Seelsorgende zur Seite. W\u00e4hrend der Neubauphase war die Seelsorge r\u00e4umlich an den Rand des Klinikareals ger\u00fcckt, jetzt ist sie wieder mittendrin. \u201eVon der Lage her ist der Treffpunkt Seelsorge mit der Kapelle tats\u00e4chlich der Mittelpunkt des Gel\u00e4ndes\u201c, so Architekt Ulrich Bolte. Der Neubau erg\u00e4nze nicht nur die Ende der 1980er Jahre gebaute Kapelle, sondern f\u00fcge sich in das Gesamtensemble ein. Zum Altbau hatte auch ein Caf\u00e9 geh\u00f6rt, das jetzt direkt an den Wasserturm angebaut worden ist. Dadurch konnte rund um den Neubau ein kleiner Gr\u00fcng\u00fcrtel entstehen, der sich, so J\u00f6rg Roth, technischer Leiter der Karl-Jaspers-Klinik, an den historischen Vorbildern und der bestehenden Gartenanlage orientiere.&nbsp;<\/p>\n<p>Patientinnen und Patienten, Angeh\u00f6rige und auch das Personal der Klinik k\u00f6nnen im Treffpunkt Seelsorge Kraft tanken. \u201eSie finden ein offenes Ohr, freundliche Worte, einen Moment der Stille und vielleicht auch einen Segen als Wegzehrung.\u201c, beschreibt es Pfarrerin Tanja B\u00f6deker, evangelische Seelsorgerin der Klinik. Jeder Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik stelle Patientinnen, Patienten und Angeh\u00f6rige vor eine besondere Situation. Da sei es hilfreich, sich \u00fcber das, was belastet, auszusprechen und auszutauschen. Die Seelsorge sei daher wichtiger Anlaufpunkt.<\/p>\n<p>Die Geschichte des Elia (1. K\u00f6nige 19, 1-8), der erst so erfolgreich war, nur um kurz darauf um sein Leben f\u00fcrchten zu m\u00fcssen und alles zu verlieren, bildete den Ausgangspunkt f\u00fcr den Gottesdienst. W\u00e4hrend er ersch\u00f6pft in der W\u00fcste schl\u00e4ft, stellt ein Engel Brot und Wasser f\u00fcr ihn hin. \u201eSo hat er eine Speise von Gott bekommen \u2013 eine G\u00f6tterspeise\u201c, erkl\u00e4rte B\u00f6deker. Die Geschichte passe in die Klinik und zum neuen Treffpunkt Seelsorge, betonte Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann in ihrer Predigt, die sie gemeinsam mit Dechant Christoph Sibbelt hielt. \u201eDie Seelsorge l\u00e4sst sich vergleichen mit der G\u00f6tterspeise von Elia \u2013 sie ist einfach da, ohne dass wir uns k\u00fcmmern m\u00fcssen. Sie wird uns geschenkt, wenn wir am Ende sind.\u201c Zu den Boten, die diese G\u00f6tterspeise austeilten, geh\u00f6rten auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger, so Hoffmann weiter. Sie machten die leise Hoffnung, dass noch etwas kommen k\u00f6nne, das Essen und Trinken lohne. Elia k\u00f6nne ein Sinnbild sein f\u00fcr die Lebenswege vieler heutiger Menschen, beschrieb Sibbelt. \u201eDie Fernsehbilder der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre haben sich mir eingepr\u00e4gt als ein Synonym f\u00fcr die schwankenden Lebensverh\u00e4ltnisse in unserer Zeit.\u201c Da brauche man einen sicheren Ort, an dem man zu sich selbst finde und zu Perspektiven f\u00fcr das Leben. Es sei ideal, wenn in einer Klinik ein Ort der Ruhe entstehe, der etwas abseits vom manchmal stressigen Klinikalltag liege. \u201eWo nicht Verordnungen, Sach- und Sparzw\u00e4nge die allererste Rolle spielen, sondern einfach nur zugeh\u00f6rt und geredet wird.\u201c Das Gespr\u00e4ch, die Begegnung, das Zwischenmenschliche solle in dem neuen Treffpunkt Seelsorge die entscheidende Rolle spielen. Dies sei eine \u201eheilende Art des Miteinanders\u201c. Am Ende hei\u00dft es \u00fcber Elia: Und er stand auf, a\u00df und trank und ging (\u2026) bis zum Gottesberg. \u201eVon dieser Hoffnung lebt Seelsorge, lebt jede Heilung\u201c, so Hoffmann. \u201eDass die W\u00fcste ein Ende hat und die Kraft reicht f\u00fcr den Weg.\u201c Der rote Faden der Predigt wurde auch beim anschlie\u00dfenden Empfang aufgegriffen: Zwei gro\u00dfe Schalen mit G\u00f6tterspeise warteten auf die G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Mehr als nur eine einzige symbolische Bedeutung haben auch die Kreuze, die k\u00fcnftig in den R\u00e4umen h\u00e4ngen werden: Sie sind in Form einer Blume gestaltet, die, so erkl\u00e4rte es Diakon Bruno Korbmacher, aus einer Sackgasse  w\u00e4chst. Hergestellt wurden die Kreuze von Patientinnen und Patienten  im Rahmen der Arbeitstherapie der Forensik. <br \/><em>Anke Brockmeyer<\/em><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unmittelbar angrenzend an die Kapelle hat die Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen jetzt nach gut einem halben Jahr Bauzeit einen neuen Treffpunkt Seelsorge erhalten. Am Freitag, 17. Juli, wurde der rund 70 Quadratmeter gro\u00dfe achteckige Rotklinkerbau mit einem Gottesdienst eingeweiht. Hier stehen den Patientinnen und Patienten evangelische und katholische Seelsorgende zur Seite. W\u00e4hrend der Neubauphase war die Seelsorge r\u00e4umlich an den Rand des Klinikareals ger\u00fcckt, jetzt ist sie wieder mittendrin. \u201eVon der Lage her ist der Treffpunkt Seelsorge mit der Kapelle tats\u00e4chlich der Mittelpunkt des Gel\u00e4ndes\u201c, so Architekt Ulrich Bolte. 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