{"id":25030,"date":"2023-09-06T21:47:00","date_gmt":"2023-09-06T19:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sone-sehnsucht-nach-leben\/"},"modified":"2023-09-07T23:18:20","modified_gmt":"2023-09-07T21:18:20","slug":"sone-sehnsucht-nach-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sone-sehnsucht-nach-leben\/","title":{"rendered":"\u201eSo&#039;ne Sehnsucht nach Leben\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 9.000 Menschen nehmen sich j\u00e4hrlich in Deutschland das Leben, das sind mehr Menschen, als durch Verkehrsunf\u00e4lle, Gewalttaten und illegale Drogen ums Leben kommen. Im Zusammenhang mit dem \u201eWelttag der Suizidpr\u00e4vention, der am Sonntag, 10. September, begangen wird, will die oldenburgische Kirche mit einem Gottesdienst auf dieses Thema aufmerksam machen.&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gottesdienst am <strong>Freitag, 8. September, 18 Uhr in der Oldenburger Kirche St. Ansgar <\/strong>(Eversten, Edewechter Landstr.) steht unter der \u00dcberschrift \u201eSo&#8217;ne Sehnsucht nach Leben\u201c. Der Gottesdienst wendet sich \u201ean alle Menschen, und in diesem Jahr besonders auch an j\u00fcngere Menschen, die mit diesem Thema auf irgendeine Weise in Ber\u00fchrung sind\u201c, so Mitorganisatorin Pastorin Elke Andrae von der TelefonSeelsorge Oldenburg. Es sei wichtig, im Gottesdienst Sprache zu finden f\u00fcr das Erlebte, f\u00fcr die eigene Trauer. F\u00fcr Pastorin Tanja B\u00f6deker, Seelsorgerin an der Karl-Jaspers-Klinik, ist der Gottesdienst ein Ort der gemeinsamen Trauer, er wolle aber auch Hoffnungszeichen setzen.<\/p>\n<p>Der Gottesdienst wird gestaltet von Pastorin Elke Andrae, Pastorin Tanja B\u00f6deker zusammen mit Jugendlichen des Jugendclubs des Oldenburgischen Staatstheaters, die Teile eines St\u00fccks zeigen, das sie mit ihrem Leiter Klaas Schramm einstudiert haben. (Das St\u00fcck mit dem Titel \u201eDer Tag, an dem das Gl\u00fcck starb\u201c wurde bei den Jugendtheatertagen 2023 erstmals aufgef\u00fchrt.) Weiterhin wirkt der Musiker Steffen-Ulrich Sch\u00f6ps am Gottesdienst mit.<\/p>\n<p>In allen Altersgruppen seien es erheblich mehr M\u00e4nner als Frauen, die sich das Leben nehmen, insbesondere \u00e4ltere M\u00e4nner, so Dr. Claus Bajorat, Facharzt f\u00fcr Neurologie und Psychiatrie Psychotherapie an der Karl-Jaspers-Klink \/ B\u00fcndnis Depression. Zwar seien die Zahlen leicht r\u00fcckl\u00e4ufig, doch liege jedem Suizid ein psychisches Leiden zugrunde, das h\u00e4tte behandelt werden k\u00f6nne, so Bajorat. Mehr als 100.000 Menschen begehen in Deutschland j\u00e4hrlich einen Suizidversuch. Nach Sch\u00e4tzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit j\u00e4hrlich etwa 800.000 Menschen durch Suizid. Der Welttag zur Suizidpr\u00e4vention wurde das erste Mal im Jahr 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen.<\/p>\n<p><strong>Aufkl\u00e4rung ist wirkungsvollstes Mittel gegen Suizid&nbsp;<\/strong><br \/>\nDas wirkungsvollste Mittel gegen Suizid sei Aufkl\u00e4rung, betont Dr. Peter Orzessek, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg. In den drei Jahren der Corona-Pandemie h\u00e4tten insbesondere bei Jugendlichen \u00c4ngste, Depressionen und Essst\u00f6rungen massiv zugenommen. Gerade f\u00fcr Jugendliche sei es wichtig, dass sie mit ihren Gedanken nicht allein seien und dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnten. Ihnen m\u00fcsse vermittelt werden, dass es M\u00f6glichkeiten gebe, mit jeder Situation umzugehen, ohne diesen einen letzten Schritt zu tun. Als Ansprechpartner nannte er Kinder\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte, psychologische Beratungsstellen von Stadt und Kirchen und die Kl\u00e4rungsstelle der Oldenburger Ambulanz f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Corona-Pandemie habe bei Kindern und Jugendlichen schwere Sch\u00e4den hinterlassen, best\u00e4tigt Dr. Claus Bajorat. \u201eWir sprechen da von ganz gravierenden Lebensbr\u00fcchen bei den jungen Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Klaas Schramm vom Oldenburgischen Staatstheater hat bei seiner Arbeit im Jugendclub deutlich gesp\u00fcrt, \u201edass sich die psychischen Probleme vieler junger Leute w\u00e4hrend der Corona-Pandemie verschlimmert haben.\u201c<\/p>\n<p>Miteinander zu reden, nachzufragen und auch Andeutungen ernst zu nehmen, sei das Wichtigste, betont Pastorin Tanja B\u00f6deker. Kaum jemand traue sich, offen zu fragen: \u201eWie geht es dir wirklich? Denkst du daran, dir das Leben zu nehmen?\u201c Es d\u00fcrfe nicht bagatellisiert werden, \u201ewenn jemand sagt: Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr\u201c, so Pastorin Elke Andrae.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8220;Wir m\u00fcssen das Schweigen brechen.&#8221;<\/strong><br \/>\nDas Thema Suizid aus der Tabuzone herauszuholen, ist auch das Anliegen von Daniela Hirt. Nach dem Suizid eines engen Familienmitglieds fand sie selbst Hilfe bei der Telefonseelsorge und der oldenburgischen Kirche. Auf ihre Anregung hin fand 2019 der erste Gottesdienst zum Welttag Suizidpr\u00e4vention in Oldenburg statt. \u201eWir brauchen einfach mehr \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr dieses Thema, wir m\u00fcssen das Schweigen brechen.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden sie unter:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.welttag-suizidpraevention.de\">www.welttag-suizidpraevention.de<\/a>&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.suizidpraevention.de\">www.suizidpraevention.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Info:<\/strong><br \/>\n<strong>Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, oder jemanden kennen, der suizidgef\u00e4hrdet ist, suchen Sie Hilfe. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800\/1110111 und 0800\/1110222.<br \/>\nAuch ein Kontakt per Chat und E-Mail ist m\u00f6glich: <a href=\"http:\/\/www.telefonseelsorge.de\">www.telefonseelsorge.de<\/a>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hilfe im Internet:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.telefonseelsorge.de\">www.telefonseelsorge.de<\/a>&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.oldenburg-telefonseelsorge.de\">www.oldenburg-telefonseelsorge.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Oldenburger B\u00fcndnis gegen Depression:&nbsp;<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.karl-jaspers-klinik.de\/Ueber_uns\/Unternehmen\/Buendnis-gegen-Depression.php\">www.karl-jaspers-klinik.de\/Ueber_uns\/Unternehmen\/Buendnis-gegen-Depression.php<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/sone-sehnsucht-nach-leben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSo&#039;ne Sehnsucht nach Leben\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 9.000 Menschen nehmen sich j\u00e4hrlich in Deutschland das Leben, das sind mehr Menschen, als durch Verkehrsunf\u00e4lle, Gewalttaten und illegale Drogen ums Leben kommen. 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