{"id":25369,"date":"2023-10-17T10:00:00","date_gmt":"2023-10-17T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-zusammenbruch-sozialer-infrastruktur\/"},"modified":"2023-10-18T11:18:40","modified_gmt":"2023-10-18T09:18:40","slug":"wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-zusammenbruch-sozialer-infrastruktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-zusammenbruch-sozialer-infrastruktur\/","title":{"rendered":"Wohlfahrtsverb\u00e4nde warnen vor Zusammenbruch sozialer Infrastruktur"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Bremen\/Hannover (epd). Angesichts der K\u00fcrzungspl\u00e4ne im Bundeshaushalt warnen auch in Niedersachsen und Bremen drei Wohlfahrtsverb\u00e4nde vor einem Zusammenbruch der sozialen Infrastruktur. Viele soziale Angebote in ganz Deutschland drohten laut einer bundesweiten Umfrage vollst\u00e4ndig wegzubrechen, da gestiegene Kosten finanziell nicht ausreichend kompensiert werden k\u00f6nnten, teilte der Parit\u00e4tische Wohlfahrtsverband am Dienstag in Bremen mit. Auch Niedersachsens Diakonie-Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke sieht dramatische Folgen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Umfrage zufolge mussten allein im Bundesland Bremen bereits fast 40 Prozent der befragten Organisationen und Einrichtungen Angebote und Leistungen f\u00fcr Klientinnen und Klienten aus finanziellen Gr\u00fcnden einschr\u00e4nken oder ganz einstellen. Der Grund sei mangelndes Personal, das durch eine fehlende Refinanzierung nicht mehr oder nicht markt\u00fcblich bezahlt werden k\u00f6nne. In der Beratung gebe es schon jetzt verk\u00fcrzte \u00d6ffnungszeiten: \u00abErstmalig mussten einige Einrichtungen sogar Schlie\u00dftage einf\u00fchren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Befragten beziffern die Kostensteigerungen seit Anfang 2022 auf durchschnittlich 16 Prozent. Durch Umschichtungen, Spendenakquise und h\u00f6here Geb\u00fchren f\u00fcr ihre Klienten haben drei Viertel der Einrichtungen Einsparungen erzielt.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Man komme jetzt aber an die Grenzen des Machbaren, hie\u00df es. 94 Prozent der sozialen Dienste gehen nicht davon aus, dass sie weitere Kostensteigerungen kompensieren k\u00f6nnen. Auch f\u00fcr die Zukunft bef\u00fcrchten rund zwei Drittel der Befragten etwa in Bremen deutliche Einschnitte. \u00abWerden Zuwendungen gek\u00fcrzt und Kassenleistungen reduziert, fallen in vielen sozialen Bereichen wichtige Angebote f\u00fcr Kinder, \u00e4ltere oder behinderte Menschen und bed\u00fcrftige Personen weg.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Dazu erkl\u00e4rte Birgt Pfeiffer, Vorst\u00e4ndin des Parit\u00e4tischen in Bremen: \u00abWer in Zeiten gro\u00dfer Unsicherheit unseren ohnehin schon durch Pandemie, Inflation und Fachkr\u00e4ftemangel geplagten sozialen Organisationen die Gelder k\u00fcrzt, handelt nicht nur unsozial, sondern auch unwirtschaftlich. Armut und Ungleichheit werden zunehmen, politische Konflikte bef\u00f6rdert, und am Ende werden die Summen f\u00fcr die L\u00f6sung der sozialen Folgeprobleme ungleich h\u00f6her sein.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Diakoniesprecher Lenke \u00e4u\u00dferte sich \u00e4hnlich. Die bisher bekannten K\u00fcrzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich seien sozialpolitisch und \u00f6konomisch kurzsichtig. \u00abDie gesellschaftlichen Folgen und daraus resultierenden Probleme werden am Ende die L\u00e4nder und Kommunen vor Ort tragen m\u00fcssen.\u00bb Er bitte das Parlament, die K\u00fcrzungen zu verhindern: \u00abWenn wir jetzt nicht in eine stabile soziale Infrastruktur vor Ort investieren, werden wir deutlich h\u00f6here Summen f\u00fcr die L\u00f6sung der sozialen Folgeprobleme aufwenden m\u00fcssen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die bundesweite Umfrage lief den Angaben zufolge online vom 29. September bis zum 10. Oktober im Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband, in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie in der Diakonie Deutschland. Im Land Bremen etwa haben sich demnach 44 gemeinn\u00fctzige Organisationen beteiligt. Darunter waren Kitas, Einrichtungen und Beratungsstellen aus der Familien- und Jugendhilfe sowie der Pflege, Eingliederungshilfe, Migrationshilfe, Schuldnerberatung und Wohnungslosenhilfe.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-zusammenbruch-sozialer-infrastruktur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wohlfahrtsverb\u00e4nde warnen vor Zusammenbruch sozialer Infrastruktur<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen\/Hannover (epd). Angesichts der K\u00fcrzungspl\u00e4ne im Bundeshaushalt warnen auch in Niedersachsen und Bremen drei Wohlfahrtsverb\u00e4nde vor einem Zusammenbruch der sozialen Infrastruktur. 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