{"id":25658,"date":"2023-11-09T11:50:00","date_gmt":"2023-11-09T10:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/menschenrechtler-kossen-fordert-mehr-macht-fuer-den-zoll\/"},"modified":"2023-11-10T22:17:32","modified_gmt":"2023-11-10T21:17:32","slug":"menschenrechtler-kossen-fordert-mehr-macht-fuer-den-zoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/menschenrechtler-kossen-fordert-mehr-macht-fuer-den-zoll\/","title":{"rendered":"Menschenrechtler Kossen fordert mehr Macht f\u00fcr den Zoll"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Cloppenburg (epd). Der katholische Theologe und Menschenrechtler Peter Kossen hat mehr Personal und Rechte f\u00fcr den Zoll und die Gewerbeaufsicht gefordert, um kriminelle Subunternehmer zu bek\u00e4mpfen. An den menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen von Arbeitsmigranten werde sich nichts \u00e4ndern, solange Beh\u00f6rden nicht in der Lage seien, effektiv die Einhaltung von Gesetzen zu kontrollieren, sagte er am Donnerstag laut Redemanuskript beim \u00abMartinsabend\u00bb der Katholischen Akademie Stapelfeld bei Cloppenburg. Der im westf\u00e4lischen Lengerich lebende Priester k\u00e4mpft seit vielen Jahren f\u00fcr die Rechte von Arbeitsmigranten vor allem in der Fleischindustrie im Nordwesten Deutschlands.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Verlagerung einer Leiharbeitsfirma ins Nachbar-Bundesland bedeutet Kossen zufolge oft schon das faktische Ende strafrechtlicher Verfolgung. \u00abSelbstverpflichtungserkl\u00e4rungen der Fleischindustrie sprechen der Wirklichkeit Hohn. Allenfalls haben sie den Sklaventreibern Luft und Zeit verschafft, ihr menschenverachtendes Gesch\u00e4ft unbehelligt weiterzubetreiben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die bekanntgewordenen Skandale der vergangenen Jahre h\u00e4tten zu keinen Verbesserungen gef\u00fchrt. \u00abDas Gegenteil ist der Fall.\u00bb Kossen zitierte aus einem Bericht f\u00fcr den Deutschen Bundestag des Deutschen Instituts f\u00fcr Menschenrechte. Demzufolge litten Arbeitsmigrantinnen und -migranten trotz gesetzlicher \u00c4nderungen und ausgebauter Unterst\u00fctzungsstruktur nach wie vor unter schwerer Ausbeutung: \u00abDas hei\u00dft, sie arbeiten letztlich f\u00fcr zwei bis drei Euro die Stunde, mit vielen \u00dcberstunden und ohne soziale Absicherung. Ein zentrales Problem: Sie k\u00f6nnen ihr Recht auf Lohn ganz h\u00e4ufig nicht durchsetzen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Um Arbeitsmigranten vor Ausbeutung und \u00abmoderner Sklaverei\u00bb zu sch\u00fctzen, m\u00fcssten diese zun\u00e4chst eine realistische M\u00f6glichkeit erhalten, Deutsch zu lernen. Weiter m\u00fcsse ihnen der gleiche Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit am gleichen Ort bezahlt werden. Eine kostenlose muttersprachliche Rechtsberatung m\u00fcsse bis vor Gericht ebenso gew\u00e4hrt werden, wie menschenw\u00fcrdige Wohnungen. Die Unternehmen rief Kossen auf, wieder zu Stammbelegschaften zur\u00fcckzukehren und die Werkvertrags- und Leiharbeit zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/menschenrechtler-kossen-fordert-mehr-macht-fuer-den-zoll\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menschenrechtler Kossen fordert mehr Macht f\u00fcr den Zoll<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cloppenburg (epd). Der katholische Theologe und Menschenrechtler Peter Kossen hat mehr Personal und Rechte f\u00fcr den Zoll und die Gewerbeaufsicht gefordert, um kriminelle Subunternehmer zu bek\u00e4mpfen. 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