{"id":26003,"date":"2023-12-22T00:01:00","date_gmt":"2023-12-21T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/und-trotzdem-wird-es-weihnachten\/"},"modified":"2023-12-22T10:17:46","modified_gmt":"2023-12-22T09:17:46","slug":"und-trotzdem-wird-es-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/und-trotzdem-wird-es-weihnachten\/","title":{"rendered":"Und trotzdem wird es Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p>\u201eFrieden auf Erden\u201c \u2013 dieser Ausruf sei in diesem Jahr eine der wichtigsten Aussagen der Weihnachtsgeschichte \u00fcberhaupt, so der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner diesj\u00e4hrigen Weihnachtsbotschaft. In diesem Jahr h\u00e4tten diese Worte besonderes Gewicht, \u201eweil wir uns so sehr nach Frieden sehnen \u2013 f\u00fcr die Menschen in den Kriegen in dieser Welt und auch f\u00fcr uns selbst.\u201c Auch in Deutschland herrsche eine gro\u00dfe Verunsicherung angesichts der Herausforderungen der letzten Monate wie Corona, Teuerung, Fl\u00fcchtlingsfragen, sozialer Spannungen und politischer Polarisierung. \u201eUnfrieden sehen wir, wohin wir schauen und h\u00f6ren. Viele Menschen belastet das.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eMit Sorge verfolgen wir die Nachrichten aus der Ukraine und aus Nahost und beten daf\u00fcr, dass Frieden einkehren m\u00f6ge und die Menschen sich sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Wir beten f\u00fcr den Frieden auch in den anderen Krisengebieten dieser Welt. Wir beten f\u00fcr den Frieden, weil wir es d\u00fcrfen: Wir bringen unsere Not und unsere Hoffnung vor Gott\u201c, erg\u00e4nzt der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Im Folgenden finden Sie den vollen Wortlaut der <strong>Weihnachtsbotschaft von Bischof Thomas Adomeit, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Und trotzdem wird es Weihnachten<\/strong><br \/>\n\u201eFriede auf Erden\u201c \u2013 drei Worte sind es, die zum christlichen Weihnachtsfest dazugeh\u00f6ren, so leicht gesprochen oder gesungen, dabei doch so inhaltsschwer und in diesem Jahr so fern und unwirklich. \u201eFriede auf Erden\u201c, drei Worte, die in diesem Jahr nicht in unsere Welt zu passen scheinen, nicht einmal als frommer Wunsch zum Weihnachtsfest. Denn: Unfrieden sehen wir, wohin wir schauen und h\u00f6ren. Viele Menschen belastet das.&nbsp;<\/p>\n<p>Es sind die drei Worte in dieser alten Geschichte zwischen dem Stall von Bethlehem, einer Futterkrippe und der Geburt eines besonderen Kindes, die Jahr f\u00fcr Jahr in den Gottesdiensten zu Weihnachten gelesen wird. Ein Engel bringt auf den Feldern bei Bethlehem zuerst den Hirten die frohe Kunde: \u201eEuch ist heute der Heiland geboren! Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens\u201c. So wird dieser Jesus angek\u00fcndigt, als Retter, als Heiland und im Alten Testament ist auch vom Friede-F\u00fcrst die Rede. Die Hirten h\u00f6ren die gute Nachricht und machen sich auf die Suche nach dem neugeborenen Kind, dem Retter, dem Christus, um ihn mit eigenen Augen zu sehen. Und sie finden ihn tats\u00e4chlich, ein heller Stern steht \u00fcber dem Stall.<\/p>\n<p>Mit Sorge verfolgen wir die Nachrichten aus der Ukraine und aus Nahost und beten daf\u00fcr, dass Frieden einkehren m\u00f6ge und die Menschen sich sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Wir beten f\u00fcr den Frieden auch in den anderen Krisengebieten dieser Welt. Wir beten f\u00fcr den Frieden, weil wir es d\u00fcrfen: Wir bringen unsere Not und unsere Hoffnung vor Gott nach \u201eFrieden auf Erden\u201c. Drei Worte nur und doch ist dieser Ausruf in diesem Jahr eine der wichtigsten Aussagen der Weihnachtsgeschichte \u00fcberhaupt. In diesem Jahr haben diese Worte besonderes Gewicht, weil wir uns so sehr nach Frieden sehnen \u2013 f\u00fcr die Menschen in den Kriegen in dieser Welt und auch f\u00fcr uns selbst. Denn auch bei uns herrscht eine gro\u00dfe Verunsicherung, wenn wir auf die Herausforderungen der letzten Monate sehen: Corona, Teuerung, Fl\u00fcchtlingsfragen, soziale Spannungen, politische Polarisierung\u2026&nbsp;<\/p>\n<p>Gott ist damals, vor mehr als 2.000 Jahren, in Bethlehem in die Welt gekommen. In eine Zeit und an eine Stelle, die alles andere als friedlich war: Besatzung durch die R\u00f6mer, innere Unruhen, \u00c4rger mit den Nachbarn. Dorthin ist ER gegangen, voller Absicht! In die Dunkelheit des Lebens, um genau dorthin Hoffnung zu bringen. Er wurde ein Mensch, einer von uns, um mit uns durch das Leben zu gehen, auch durch die schweren Tage.&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Sehnsucht nach Frieden wird bleiben, solange es Krieg gibt. Und diese Sehnsucht ist wichtig. Denn aus ihr erw\u00e4chst das Handeln. \u201eSelig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder hei\u00dfen.\u201c sagt der erwachsene Jesus. Dieser Friede nimmt uns unsere Sorgen und unsere Verantwortung nicht ab, aber hinter all dem Geschehen dieser Welt ist ein Friedensstern aufgegangen.&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eFriede auf Erden\u201c. Die Skeptiker sagen, das sind Worte einer alten Geschichte, die nichts ver\u00e4ndert haben. Aber da widerspreche ich: Den Menschen haben sie ver\u00e4ndert, ihm Hoffnung gegeben und die Sehnsucht wachgehalten! In diesem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen ein gesegnetes Fest, mit viel Hoffnung und St\u00e4rkung f\u00fcr die vor uns liegende Zeit.<\/p>\n<p>Ihr Thomas Adomeit<br \/>\nBischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/und-trotzdem-wird-es-weihnachten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und trotzdem wird es Weihnachten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFrieden auf Erden\u201c \u2013 dieser Ausruf sei in diesem Jahr eine der wichtigsten Aussagen der Weihnachtsgeschichte \u00fcberhaupt, so der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner diesj\u00e4hrigen Weihnachtsbotschaft. 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