{"id":26040,"date":"2023-12-26T15:17:00","date_gmt":"2023-12-26T14:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/minimalismus-ist-der-gegenentwurf-zum-verbreiteten-konsumzwang-expertin-gibt-tipps-zum-start-in-ein-aufgeraeumtes-neues-jahr\/"},"modified":"2023-12-27T22:18:26","modified_gmt":"2023-12-27T21:18:26","slug":"minimalismus-ist-der-gegenentwurf-zum-verbreiteten-konsumzwang-expertin-gibt-tipps-zum-start-in-ein-aufgeraeumtes-neues-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/minimalismus-ist-der-gegenentwurf-zum-verbreiteten-konsumzwang-expertin-gibt-tipps-zum-start-in-ein-aufgeraeumtes-neues-jahr\/","title":{"rendered":"\u00abMinimalismus ist der Gegenentwurf zum verbreiteten Konsumzwang\u00bb &#8211; Expertin gibt Tipps zum Start in ein aufger\u00e4umtes neues Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Von Daniel Behrendt (epd)<\/p>\n<p>Hannover (epd). Der Jahresbeginn steht bei vielen Menschen im Zeichen guter Vors\u00e4tze. Geht es nach der Aktivistin und Autorin Jasmin Mittag, ist ausmisten, aufr\u00e4umen und den Besitzstand auf das Wesentliche reduzieren der beste Vorsatz, um auch innerlich gut sortiert in ein neues Jahr zu starten. \u00abMinimalismus ist der Gegenentwurf zum verbreiteten Konsumzwang. Minimalismus hei\u00dft, bewusster nach den eigenen Bed\u00fcrfnissen zu fragen, bewusstere Entscheidungen zu treffen und eine bewusstere Beziehung zu Menschen und Dingen einzugehen\u00bb, betont die 45-j\u00e4hrige Hannoveranerin.<\/p>\n<p>Sie selbst besch\u00e4ftige sich seit 2015 in Workshops und Selbstexperimenten mit dem Minimalismus. Mit \u00abHaut und Haaren\u00bb sei sie aber erst 2019 in das Thema eingestiegen. \u00abErst habe ich all mein Hab und Gut in den Keller verbannt, um es st\u00fcckweise zur\u00fcck in meine leere Wohnung zu holen\u00bb, erl\u00e4utert sie. Am Ende kam sie auf rund 50 Dinge, die f\u00fcr ihr Leben unverzichtbar sind &#8211; neben allt\u00e4glich-praktischem wie Teller, Tasse, den n\u00f6tigsten Klamotten und ihrem Notebook auch so etwas, wie eine kleine Stofffledermaus, die sie schon l\u00e4nger begleitet. \u00abWenn einzelne Dinge zwar keinen konkreten Nutzen, aber gro\u00dfe emotionale Bedeutung haben, sind sie keinesfalls \u00fcberfl\u00fcssig\u00bb, betont Mittag. Denn Minimalismus stelle immer auch die Frage: Was tut meiner Seele gut?<\/p>\n<p>Auch im Gro\u00dfen und Ganzen kann Minimalismus etwas ver\u00e4ndern, ist Mittag \u00fcberzeugt. \u00abW\u00fcrde die Mehrheit der Menschen wirklich wertebasiert und bed\u00fcrfnisorientiert leben, w\u00fcrde kein M\u00fcll mehr in die Ozeane gekippt und kein Kleidungsst\u00fcck mehr produziert, das am Ende niemand tr\u00e4gt\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>Inzwischen sei aus dem Trend eine regelrechte Bewegung vorwiegend j\u00fcngerer Menschen geworden, die ihren minimalistischen Lebensstil zwar unterschiedlich streng, aber stets auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit und Lebensgl\u00fcck lebten. \u00abDie ersten Schritte auf diesem Weg sind nicht schwer\u00bb, meint Mittag &#8211; und gibt daf\u00fcr sechs Grundregeln an die Hand:<\/p>\n<p>1. Bewusster Konsum: \u00abMinimalismus beginnt mit bewusstem, nachhaltigem Konsum\u00bb, erkl\u00e4rt Mittag. Deshalb sollten vor jeder Anschaffung drei Fragen stehen: Brauche ich das wirklich? Gibt es das auch gebraucht? Und: Wen und was unterst\u00fctze ich mit meinem Kauf?&nbsp;Auch r\u00e4t die Minimalistin dazu, zun\u00e4chst eine Liste f\u00fcr die Kaufw\u00fcnsche anzulegen. \u00abDanach gehe ich nicht gleich ins Gesch\u00e4ft, sondern lasse den Wunsch ein wenig ruhen. Meist erlischt das Kaufinteresse dann.\u00bb<\/p>\n<p>2. Finanzen: \u00abWer mit wenig Geld auskommt, kann sein Leben freier gestalten\u00bb, sagt die Hannoveranerin. Sie empfiehlt ein klassisches Haushaltsbuch, um herauszufinden, in welchen Bereichen mehr Sparsamkeit m\u00f6glich ist. Auch r\u00e4t Mittag dazu, lieber mit Bargeld als auf elektronischem Weg zu bezahlen: \u00abDann wird uns wirklich bewusst, wie viel Geld durch unsere H\u00e4nde geht.\u00bb Ihr Portemonnaie best\u00fcckt sie stets nur mit der Summe, die sie auszugeben gedenkt: \u00abDas sch\u00fctzt vor Spontank\u00e4ufen.\u00bb<\/p>\n<p>3. Aussortieren und Loswerden: Jasmin Mittag empfiehlt, beim Ausmisten mit Kleidung, B\u00fcchern und Tontr\u00e4gern anzufangen.\u00ab Zun\u00e4chst werden dabei alle Gegenst\u00e4nde einer Kategorie zusammen gesammelt.&nbsp;Jedes St\u00fcck wird anschlie\u00dfend unter der Frage begutachtet: \u00bbBringt es mir Freude?\u00ab Wird die Frage verneint, kann das betreffende St\u00fcck aussortiert werden. \u00bbDabei gilt aber, nicht einfach nur wegzuschmei\u00dfen, sondern alle noch gut nutzbaren Dinge einem sinnvollen Zweck zuzuf\u00fchren\u00ab, betont Mittag &#8211; und r\u00e4t dazu, Aussortiertes zu verschenken oder an Sozialkaufh\u00e4user zu geben.<\/p>\n<p>4. Garderobe auf Basics reduzieren: \u00bbAlle Klamotten, die ein Jahr lang nicht getragen worden sind, k\u00f6nnen weitergegeben werden, etwa bei einer privaten Kleidertauschparty\u00ab, formuliert Jasmin Mittag die Grundregel f\u00fcr den Kleiderschrank. Zudem empfiehlt die Hannoveranerin, sich bei der Garderobe auf wenige Farben zu beschr\u00e4nken: \u00bbDann passt alles zu allem &#8211; und f\u00fcr Abwechslung und Farbakzente sorgen ein paar sorgsam gew\u00e4hlte Accessoires.\u00ab<\/p>\n<p>5. Digitale Achtsamkeit: \u00bbBesonders soziale Netzwerke und Messenger binden unsere Aufmerksamkeit &#8211; und halten uns oft von produktiveren, sch\u00f6neren Erfahrungen ab\u00ab, sagt Mittag. Sie r\u00e4t dazu, Push-Nachrichten zu deaktivieren und sich bildschirmfreie Zeiten und Zonen, wie etwa das Schlafzimmer, einzurichten. Zudem empfiehlt die Minimalistin, die Bildschirmzeiten mit speziellen Apps im Blick zu behalten und sich ein Limit zu setzen. \u00bbDie so eingesparte Zeit darf dann umso bewusster genossen werden: etwa bei einem Spaziergang in der Natur, einem guten Gespr\u00e4ch oder dem Kochen eines leckeren Mahls.\u00ab<\/p>\n<p>6. Ern\u00e4hrung: \u00bbAuch eine gesunde, \u00f6kologisch und ethisch saubere Ern\u00e4hrung geh\u00f6rt zum Minimalismus\u00ab, erkl\u00e4rt die Minimalistin. Deshalb sei ein regionaler und saisonaler Einkauf auf dem Wochenmarkt dem Discounter vorzuziehen. \u00bbMit einem mitgebrachten Einkaufsbeutel lassen sich dort auch gut Plastikverpackungen vermeiden.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Internet:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.jasminmittag.de\">www.jasminmittag.de<\/a>&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/minimalismus-ist-der-gegenentwurf-zum-verbreiteten-konsumzwang-expertin-gibt-tipps-zum-start-in-ein-aufgeraeumtes-neues-jahr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abMinimalismus ist der Gegenentwurf zum verbreiteten Konsumzwang\u00bb &#8211; Expertin gibt Tipps zum Start in ein aufger\u00e4umtes neues Jahr<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Daniel Behrendt (epd) Hannover (epd). Der Jahresbeginn steht bei vielen Menschen im Zeichen guter Vors\u00e4tze. 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