{"id":26313,"date":"2024-01-27T08:42:00","date_gmt":"2024-01-27T07:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/holocaust-gedenktag-scholz-ruft-zur-verteidigung-der-demokratie-auf-ekd-ratsvorsitzende-auch-christen-haben-nicht-gegen-nazis-aufbegehrt\/"},"modified":"2024-01-29T22:17:45","modified_gmt":"2024-01-29T21:17:45","slug":"holocaust-gedenktag-scholz-ruft-zur-verteidigung-der-demokratie-auf-ekd-ratsvorsitzende-auch-christen-haben-nicht-gegen-nazis-aufbegehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/holocaust-gedenktag-scholz-ruft-zur-verteidigung-der-demokratie-auf-ekd-ratsvorsitzende-auch-christen-haben-nicht-gegen-nazis-aufbegehrt\/","title":{"rendered":"Holocaust-Gedenktag: Scholz ruft zur Verteidigung der Demokratie auf  &#8211; EKD-Ratsvorsitzende: Auch Christen haben nicht gegen Nazis aufbegehrt"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Hannover\/Berlin (epd). Zum Holocaust-Gedenktag haben Vertreter aus Politik und Kirche dazu aufgerufen, die Demokratie gegen Angriffe zu verteidigen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in seiner am Samstag ver\u00f6ffentlichten Video-Botschaft, Demokratie sei nicht gottgegeben, sie sei menschengemacht: \u00abSie ist stark, wenn wir sie unterst\u00fctzen.\u00bb Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, sagte, engagierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie eine entschlossene Zivilgesellschaft seien \u00abdie besten Bollwerke gegen Fanatismus\u00bb.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Scholz erinnerte in seiner Videobotschaft daran, dass vor 79 Jahren das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. Am 27. Januar \u00abgedenken wir der Millionen Opfer des Nationalsozialismus\u00bb, sagte Scholz: \u00abJ\u00fcdinnen und Juden, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Kriegsgefangene, politisch Verfolgte. Unsere Verantwortung f\u00fcr dieses von Deutschen begangene Menschheitsverbrechen, die bleibt.\u00bb Die deutsche Demokratie gr\u00fcnde auf einem zentralen Bekenntnis: \u00abNie wieder\u00bb.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00abNie wieder\u00bb richte sich nicht nur an den Staat. \u00abNie wieder\u00bb fordere auch die Wachsamkeit aller, betonte Scholz. Er begr\u00fc\u00dfte die Demonstrationen gegen den Rechtsextremismus. \u00abDas tut gut\u00bb, sagte er. Er appellierte an die Bev\u00f6lkerung, sich auch abseits der \u00f6ffentlichen Aufmerksamkeit f\u00fcr Zusammenhalt und Miteinander einzusetzen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Auch die amtierende EKD-Ratsvorsitzende Fehrs gedachte der Opfer des Nationalsozialismus. \u00abEs geht um die Trauer \u00fcber Leid und Verlust, also den Blick zur\u00fcck\u00bb, sagte die Hamburger Bisch\u00f6fin. \u00abWir erschrecken noch immer \u00fcber den Willen zur massenhaften Vernichtung menschlichen Lebens, von Kultur und Glaube, vor allem j\u00fcdischer Menschen, aber auch vieler anderer Gruppen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">In die Trauer mische sich auch das Entsetzen, dass die damalige Gesellschaft diese Schreckensherrschaft nicht aufgehalten hat. \u00abAuch den meisten Christinnen und Christen fehlte Wille, Kraft und Mut, um aufzustehen und gegen das Nazi-Regime aufzubegehren. Das besch\u00e4mt bis heute\u00bb, sagte Fehrs und dankte den Hunderttausenden Menschen, die in den vergangenen Wochen in Deutschland gegen Rechtsextremismus auf die Stra\u00dfe gegangen sind.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Holocaust, seit 2005 auch internationaler Gedenktag.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mahnte neuen Formen f\u00fcr das Holocaust-Gedenken an. \u00abWir m\u00fcssen neue Formate finden, um die breite Bev\u00f6lkerung und insbesondere die junge Generation emotional anzusprechen\u00bb, sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Es gebe nur noch wenig \u00dcberlebende der NS-Gewaltherrschaft, die pers\u00f6nlich Zeugnis ablegen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) forderte die Schulen auf, das Gedenken an den Holocaust lebendig zu halten. Daf\u00fcr seien \u00abengagierte Lehrkr\u00e4fte und zeitgem\u00e4\u00dfe Zug\u00e4nge wie durch soziale Medien zentral\u00bb, sagte sie den Funke-Zeitungen. Gegen Antisemitismus und Judenhass vorzugehen, sei \u00ableider aktueller und notwendiger denn je\u00bb, sagte Stark-Watzinger.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/holocaust-gedenktag-scholz-ruft-zur-verteidigung-der-demokratie-auf-ekd-ratsvorsitzende-auch-christen-haben-nicht-gegen-nazis-aufbegehrt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Holocaust-Gedenktag: Scholz ruft zur Verteidigung der Demokratie auf  &#8211; EKD-Ratsvorsitzende: Auch Christen haben nicht gegen Nazis aufbegehrt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Berlin (epd). Zum Holocaust-Gedenktag haben Vertreter aus Politik und Kirche dazu aufgerufen, die Demokratie gegen Angriffe zu verteidigen. 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