{"id":27990,"date":"2025-12-23T00:01:00","date_gmt":"2025-12-22T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weihnachtsbotschaft-2025-von-bischof-thomas-adomeit\/"},"modified":"2025-12-23T10:17:33","modified_gmt":"2025-12-23T09:17:33","slug":"weihnachtsbotschaft-2025-von-bischof-thomas-adomeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weihnachtsbotschaft-2025-von-bischof-thomas-adomeit\/","title":{"rendered":"Weihnachtsbotschaft 2025 von Bischof Thomas Adomeit"},"content":{"rendered":"<h3>Angenommen. Geliebt. Bewahrt. \u2013 Die AGB Gottes&nbsp;<\/h3>\n<p>Gott komme zu Weihnachten in diese Welt \u2013 nicht in eine perfekte, sondern in eine verletzliche, \u00fcberforderte Wirklichkeit. Seine Kraft werde in den Schwachen m\u00e4chtig, so der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner diesj\u00e4hrigen Weihnachtsbotschaft. Das Kind in der Krippe sei das zarteste und zugleich tiefste Zeichen f\u00fcr das Ja Gottes zu den Menschen, das nicht von deren St\u00e4rke abh\u00e4ngig sei.&nbsp;<\/p>\n<p>Gottes \u201eAllgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen\u201c (AGB) seien ein Geschenk, ein Dreiklang, der trage: \u201eAngenommen. Geliebt. Bewahrt.\u201c Diese Zusage Gottes an die Menschen gebe Halt, wenn Worte und Sicherheiten fehlten. Sie strahle aus \u201ein unsere Art zu reden, in unsere Entscheidungen, in Geduld und Mut \u2013 gegen Hass und gegen Gleichg\u00fcltigkeit.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Blick auf das jedes Jahr aus Bethlehem kommende Friedenslicht betonte Bischof Thomas Adomeit, dass es in diesen Tagen Menschen brauche, \u201edie dieses Licht weiterreichen: ein gutes Wort, das nicht besch\u00f6nigt, sondern st\u00e4rkt. Einen Anruf mehr machen. Einen Schritt auf jemanden zugehen. Einen Streit nicht weiter anheizen. Die Einsamkeit nicht \u00fcbersehen \u2013 um Gottes Willen und mit seinem Licht verbunden.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Der Prophet Jesaja rufe: \u201eMache dich auf, werde Licht!\u201c Weihnachten sei nicht die Verneinung der Not. Es sei ein trotziges, hoffnungsvolles \u201eTrotzdem\u201c \u2013 und die Einladung, das Licht nicht nur zu bestaunen, sondern weiterzutragen, so der Bischof der oldenburgischen Kirche.<\/p>\n<p><strong>Im Folgenden finden Sie den vollen Wortlaut der Weihnachtsbotschaft von Bischof Thomas Adomeit, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<\/strong><\/p>\n<h3>Angenommen. Geliebt. Bewahrt. \u2013 Die AGB Gottes<\/h3>\n<p>Wir feiern Weihnachten in den dunkelsten Tagen des Jahres. Und nicht nur drau\u00dfen: Viele erleben auch innerlich dunkle Wochen. Die Nachrichten sind voll von Krieg und Gewalt, von Sorge um Frieden und Zukunft. Dazu kommen die Fragen, die uns hier in Deutschland besch\u00e4ftigen: Was wird teurer, was bleibt sicher? Und doch geben sich so viele Menschen M\u00fche, die Welt wenigstens ein wenig heller zu machen: Kerzen, ein Weihnachtsbaum, liebe Worte, kleine Geschenke, ein vers\u00f6hnlicher Schritt. Das ist nicht banal \u2013 das ist tr\u00f6stlich und oft sogar mutig. Und doch sp\u00fcren wir: Unser eigenes Licht reicht nicht immer. Manche Dunkelheit l\u00e4sst sich nicht \u201ewegdekorieren\u201c.<\/p>\n<p>Vielleicht kennen Sie das: Sie bestellen etwas im Internet, wollen bezahlen \u2013 und dann erscheint dieses Fenster mit den AGB. Kleingedrucktes, viele Seiten. Ohne H\u00e4kchen geht es nicht weiter. Also klicken wir schnell \u201eJa, ich stimme zu\u201c \u2013 und hoffen, dass es schon gut gehen wird. Im \u00fcbertragenen Sinne klicken wir uns manchmal auch so durch den Alltag. Und zugleich erleben wir \u201ehalbe Ja-Worte\u201c: Versprechen, die nicht halten. Ansagen, die zur\u00fcckgenommen werden. Vors\u00e4tze, die leise verschwinden.<\/p>\n<p>Weihnachten setzt dagegen ein anderes \u201eJa\u201c. Der Apostel Paulus schreibt: \u201eAlle Verhei\u00dfungen Gottes sind in Christus das Ja; darum sprechen wir durch ihn auch das Amen.\u201c (2. Korinther 1,20) Gottes Ja ist nicht abh\u00e4ngig von unserer St\u00e4rke. Gott kommt in diese Welt \u2013 nicht in eine perfekte, sondern in eine verletzliche, \u00fcberforderte Wirklichkeit. Seine Kraft wird in den Schwachen m\u00e4chtig. Das Kind in der Krippe ist das zarteste und zugleich tiefste Zeichen daf\u00fcr. Gottes \u201eAGB\u201c sind keine H\u00fcrde, sondern ein Geschenk \u2013 ein Dreiklang, der tr\u00e4gt: Angenommen \u2013 Geliebt \u2013 Bewahrt. Gott kennt unsere Geschichten und Br\u00fcche. Und trotzdem setzt er sein \u201eJa\u201c vor unser Leben, er best\u00e4tigt uns mit seinen AGB.<\/p>\n<p>Aus diesem gro\u00dfen Ja w\u00e4chst unser kleines \u201eAmen\u201c. Kein Heldenwort, kein Triumph. Eher ein leises Einverst\u00e4ndnis: \u201eGott, ich traue deinem Licht \u2013 auch f\u00fcr diese Welt.\u201c Gottes AGB: Angenommen. Geliebt. Bewahrt. Das gibt Halt, wenn Worte und Sicherheiten fehlen. Und seine AGB wollen ausstrahlen: in unsere Art zu reden, in unsere Entscheidungen, in Geduld und Mut \u2013 gegen Hass und gegen Gleichg\u00fcltigkeit.<br \/>Ein kleines Zeichen daf\u00fcr ist das Friedenslicht aus Bethlehem. Es kommt aus einer unruhigen Gegend \u2013 damals wie heute. Und doch zeigt es: Ein Licht kann wandern. Es kann geteilt werden. Und es wird dabei nicht weniger, sondern mehr.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die Dunkelheit nicht aus eigener Kraft \u201ehellmachen\u201c. Wir geben weiter, was wir empfangen haben \u2013 Gottes Ja, sein Erbarmen, seine N\u00e4he. Darum braucht es in diesen Tagen Menschen, die dieses Licht weiterreichen: ein gutes Wort, das nicht besch\u00f6nigt, sondern st\u00e4rkt. Einen Anruf mehr machen. Einen Schritt auf jemanden zugehen. Einen Streit nicht weiter anheizen. Die Einsamkeit nicht \u00fcbersehen \u2013 um Gottes Willen und mit seinem Licht verbunden. Der Prophet Jesaja ruft: \u201eMache dich auf, werde Licht!\u201c Weihnachten ist nicht die Verneinung der Not. Es ist ein trotziges, hoffnungsvolles \u201eTrotzdem\u201c \u2013 und die Einladung, das Licht nicht nur zu bestaunen, sondern weiterzutragen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest \u2013 und ein neues Jahr, in dem Gottes \u201eAngenommen. Geliebt. Bewahrt.\u201c Sie begleitet.<\/p>\n<p>Ihr Thomas Adomeit<\/p>\n<p>Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<\/p>\n<p><strong>Neben der Weihnachtsbotschaft gibt es auch einen Video-Gru\u00df zum Weihnachtsfest von Bischof Thomas Adomeit, der ab 23. Dezember abrufbar ist unter: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/weihnachten\" target=\"_blank\"><strong>https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/weihnachten<\/strong><\/a><strong> &nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuelles\/detail\/weihnachtsbotschaft-2025-von-bischof-thomas-adomeit\" target=\"_blank\">Weihnachtsbotschaft 2025 von Bischof Thomas Adomeit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angenommen. Geliebt. Bewahrt. \u2013 Die AGB Gottes&nbsp; Gott komme zu Weihnachten in diese Welt \u2013 nicht in eine perfekte, sondern in eine verletzliche, \u00fcberforderte Wirklichkeit. Seine Kraft werde in den Schwachen m\u00e4chtig, so der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner diesj\u00e4hrigen Weihnachtsbotschaft. Das Kind in der Krippe sei das zarteste und zugleich tiefste Zeichen f\u00fcr das Ja Gottes zu den Menschen, das nicht von deren St\u00e4rke abh\u00e4ngig sei.&nbsp; Gottes \u201eAllgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen\u201c (AGB) seien ein Geschenk, ein Dreiklang, der trage: \u201eAngenommen. Geliebt. Bewahrt.\u201c Diese Zusage Gottes an die Menschen gebe Halt, wenn Worte und Sicherheiten fehlten. 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