{"id":28052,"date":"2026-02-02T00:09:18","date_gmt":"2026-02-01T23:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weltgebetstag-2026-kommt-bringt-eure-last\/"},"modified":"2026-02-02T10:17:22","modified_gmt":"2026-02-02T09:17:22","slug":"weltgebetstag-2026-kommt-bringt-eure-last","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weltgebetstag-2026-kommt-bringt-eure-last\/","title":{"rendered":"Weltgebetstag 2026: \u201eKommt! Bringt eure Last.\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>\u00d6kumenischer Weltgebetstag am 6. M\u00e4rz<\/h3>\n<p>Am 6. M\u00e4rz wird wieder weltweit der Weltgebetstag (WGT) gefeiert. Wie jedes Jahr am ersten Freitag im M\u00e4rz wird wieder ein Gebet 24 Stunden lang um die Welt gehen, wenn Frauen, M\u00e4nner, Kinder und Jugendliche in mehr als 150 L\u00e4ndern in Gottesdiensten zusammenkommen. Seit \u00fcber 100 Jahren setzen sich christliche Frauen f\u00fcr Frieden, Gerechtigkeit und W\u00fcrde anderer Frauen auf der Welt konfessions- und l\u00e4nder\u00fcbergreifend ein. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt. 2026 haben Frauen aus Nigeria unter dem Motto \u201eKommt! Bringt eure Last.\u201c (angelehnt an Matth\u00e4us 11,28-30) das Material f\u00fcr den WGT vorbereitet.<\/p>\n<p><strong>Die Vorbereitungen laufen<\/strong><br \/>Die Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg hat im Januar mehrere konfessions\u00fcbergreifende Treffen in Oldenburg und Sande zur Vorbereitung des Weltgebetstags veranstaltet. Dabei hat sich alles um die Gestaltung der WGT-Gottesdienste und um Hintergr\u00fcnde zu Nigeria gedreht.<\/p>\n<p><strong>Alltag nigerianischer Frauen nur sehr schwer vorstellbar<\/strong><br \/>\u201eWir haben uns intensiv mit dem Alltag der nigerianischen Frauen und ihren Lasten besch\u00e4ftigt und viel \u00fcber das Land gelernt\u201c, beschreibt Nicole Dylewski, Mitarbeiterin der Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche, die die Treffen leitete. Mangelnde berufliche Perspektiven, fehlende Anerkennung und sexuelle Gewalt erschweren das Leben der Frauen im bev\u00f6lkerungsreichsten Land Afrikas. \u201eF\u00fcr uns ist das nur sehr schwer vorstellbar\u201c, sind sich einige der Teilnehmerinnen einig, nachdem sie sich in Arbeitsgruppen mit dem Leben dreier Nigerianerinnen auseinandergesetzt haben. \u201eGanz sch\u00f6n starker Glaube\u201c oder \u201eIch w\u00fcnschte, ich w\u00e4re auch so stark und glaubensfest\u201c waren Kommentare, die die ergreifenden Geschichten \u00fcber die Einzelschicksale begleiteten. Denn trotz aller Hoffnungslosigkeit w\u00fcrden die Frauen Hoffnung ausstrahlen. Das t\u00e4gliche Gebet w\u00e4re fester Bestandteil ihres Alltags und g\u00e4be ihnen Kraft und Mut und spende Trost.<\/p>\n<p><strong>Nigeria \u2013 bev\u00f6lkerungsreichstes Land Afrikas<\/strong><br \/>Nigeria ist das bev\u00f6lkerungsreichste Land Afrikas \u2013 vielf\u00e4ltig, dynamisch und voller Kontraste. Mit \u00fcber 230 Millionen Menschen vereint der \u201eafrikanische Riese\u201c \u00fcber 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei gr\u00f6\u00dften Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch gepr\u00e4gten Norden und den christlichen S\u00fcden. Au\u00dferdem hat Nigeria eine der j\u00fcngsten Bev\u00f6lkerungen weltweit, nur drei Prozent sind \u00fcber 65 Jahre alt. Dank der \u00d6l-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.<\/p>\n<p><strong>Ein ganz besonderes Gef\u00fchl<\/strong><br \/>Den Zusammenhalt, das gemeinsame Beten und die Gottesdienste am WGT beschreiben die Teilnehmerinnen der Vorbereitungstreffen als ein ganz besonderes Gef\u00fchl der weltweiten Verbundenheit. Und genau das war bereits bei den Treffen in Oldenburg und Sande sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>Musik, Gesang und Tanz sind in Nigeria an der Tagesordnung. Und so starteten die Vorbereitungstreffen mit Bewegung zur Musik. \u201eWie positiv sich Musik auswirkt, haben wir gemerkt, als wir zum gegenseitigen Kennenlernen durch den Raum getanzt sind und erste Gedanken \u00fcber Afrika ausgetauscht haben\u201c, berichtet Nicole Dylewski.<\/p>\n<p>Gesang war auch in den weiteren Stunden ein zentrales Element, denn die Gottesdienstordnung der nigerianischen Frauen enth\u00e4lt viele Lieder. Lieder, die von Hoffnung, Mut, Geborgenheit und Sehnsucht handeln und Ruhe, Zuversicht und tiefen Glauben ausstrahlen. Als Organistin Insa Meier die Melodien auf dem Klavier anstimmte und der Gesang den Gemeindesaal erf\u00fcllte, wurde es allen warm ums Herz. Un\u00fcberh\u00f6rbar war dabei der einvernehmliche Wunsch der hiesigen Frauen, den Frauen in Nigeria zu helfen.<\/p>\n<p><strong>Kampf gegen Armut und sexuelle Gewalt&nbsp;<\/strong><br \/>Nigerianische Frauen tragen viele Lasten \u2013 nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch seelisch. Der Weg zum Wasser- und Feuerholzholen ist oft sehr weit. Sie tragen die Lasten auf dem Kopf. Durch Gewalt tragen diese Frauen im Alltag noch andere Lasten. Sie haben die Verantwortung f\u00fcr Kinder und die h\u00e4usliche Versorgung. Sie haben in der Gesellschaft oft keinen eigenen Platz und k\u00e4mpfen gegen Armut und sexuelle Gewalt. Das Titelbild des diesj\u00e4hrigen Weltgebetstags zeigt genau diese verschiedenen Lasten und bezieht sich damit und mit dem gew\u00e4hlten Motto \u201eKommt! Bringt eure Last\u201c auf die gew\u00e4hlte Bibelstelle im Matth\u00e4us-Evangelium 11,28-30.<\/p>\n<p>\u201eIhr Anliegen ist es, die Last in vielerlei Hinsicht zu verteilen, auf die eigenen Schultern und auf die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen\u201c, so die Leiterin des Vorbereitungstreffens.<\/p>\n<p><strong>Kollekte 2026<\/strong><br \/>Um den Frauen ein wenig von ihrer Last zu nehmen, flie\u00dft die Kollekte in zwei ausgew\u00e4hlte Projekte, die Armut bek\u00e4mpfen und Solidarit\u00e4t unter Frauen schaffen sollen.<\/p>\n<p>Bei dem ersten geht es um Ern\u00e4hrungssicherheit f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen in Nigeria. Die 2011 gegr\u00fcndete Women &amp; Youth Empowerment and Health Initiative (kurz: WYEAHI) unterst\u00fctzt Kleinb\u00e4uerinnen dabei, ihr Land nach der Beilegung der Konflikte in der Region wieder zu bewirtschaften und sich damit eine Existenz aufzubauen. Insbesondere Alleinerziehende und Frauen mit einer Behinderung stehen dabei im Fokus. Sie erhalten Werkzeuge, Saatgut sowie D\u00fcnger und bekommen landwirtschaftliche Kenntnisse vermittelt.<\/p>\n<p>Das zweite Projekt will pflegende Mapuche-Frauen in Chile unterst\u00fctzen. Die Frauen dieser indigenen Gruppe leben in Armut, leiden oft unter h\u00e4uslicher Gewalt und psychischen Erkrankungen und tragen die Last der Krankenversorgung. Die Organisation SEDEC ist Teil der Sozialarbeit der Methodistischen Kirche von Chile. Sie f\u00f6rdert die individuelle Resilienz und das kulturelle Bewusstsein dieser Frauen und schafft Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><i>Ein Beitrag von Daniela Conrady.<\/i><\/p>\n<p><strong>Weitere Infos unter <\/strong><a href=\"https:\/\/weltgebetstag.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer\"><strong>https:\/\/weltgebetstag.de\/<\/strong><\/a><strong>&nbsp;<\/strong><br \/>&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuelles\/detail\/weltgebetstag-2026-kommt-bringt-eure-last\" target=\"_blank\">Weltgebetstag 2026: \u201eKommt! Bringt eure Last.\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kumenischer Weltgebetstag am 6. M\u00e4rz Am 6. M\u00e4rz wird wieder weltweit der Weltgebetstag (WGT) gefeiert. Wie jedes Jahr am ersten Freitag im M\u00e4rz wird wieder ein Gebet 24 Stunden lang um die Welt gehen, wenn Frauen, M\u00e4nner, Kinder und Jugendliche in mehr als 150 L\u00e4ndern in Gottesdiensten zusammenkommen. 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