{"id":2843,"date":"2015-08-15T12:07:00","date_gmt":"2015-08-15T10:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kirche-unterwegs\/"},"modified":"2015-08-15T12:07:00","modified_gmt":"2015-08-15T10:07:00","slug":"kirche-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirche-unterwegs\/","title":{"rendered":"\u201eKirche Unterwegs\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Regen prasselt auf das Zeltdach, das eigene Wort ist kaum mehr zu verstehen. Joana Onken, Gaby Menzel und Svenja Kronsbein nutzen die Zeit, um Kaffee und Tee vorzubereiten, stellen Kekse auf den Tisch. \u201eDas ist nur ein Schauer, der ist gleich vor\u00fcber. Wir kennen das schon\u201c, meint Joana Onken und schmunzelt. Das Team von \u201eKirche Unterwegs\u201c auf dem Campingplatz in Dangast wird in diesem Jahr vom Wetter nicht gerade verw\u00f6hnt, auf eine konstant gute Wetterlage warten Camper, Platzbetreiber und das Kirchenteam noch vergeblich. Doch die Stimmung hat darunter bisher noch nicht gelitten. \u201eEchten Campern macht das gar nichts aus, die behalten immer gute Laune\u201c, meint Onken. <\/p>\n<p>Das Angebot von \u201eKirche Unterwegs\u201c finden die G\u00e4ste auf verschiedenen Campingpl\u00e4tzen w\u00e4hrend der gesamten Sommerferien. In Dangast laden die Teams seit dem 17. Juli jeden Tag Kinder und Erwachsene in das gro\u00dfe wei\u00dfe Zelt ein, vor dem die Fahne mit dem Symbol f\u00fcr \u201eKirche unterwegs\u201c im Wind flattert. Immer drei Betreuer bilden ein Team, sie sind jeweils zwei Wochen im Einsatz, dann wechselt die Gruppe. Bis zum 23. August gibt es hier t\u00e4glich kreative oder meditative Angebote, es gibt Grillabende, Nachtwanderungen und anderes, ganz nach Lust, Laune und Nachfrage der G\u00e4ste aber auch nach den Interessen der Betreuer. <\/p>\n<p>Oft sind es Jugendliche, die sich f\u00fcr diese ehrenamtliche Arbeit interessieren, aber auch ganze Familien sind gerne gesehen. Gaby Menzel aus Schweiburg ist mit 45 Jahren gerade die \u00e4lteste Betreuerin im Dangaster Team. Zuf\u00e4llig erfuhr sie von dieser Art, den Urlaub einmal ganz anders zu verbringen und griff zu. \u201eBeim ersten Vorbereitungstreffen war mir schon etwas merkw\u00fcrdig zumute \u2013 ich war die \u00e4lteste unter vielen j\u00fcngeren Menschen. Aber das ging rasch vor\u00fcber, alle waren gut drauf, freundlich und offen. Das war eine tolle Erfahrung\u201c, sagt sie und es ist deutlich zu sp\u00fcren, dass sie sich hier wohl f\u00fchlt. Die 45-J\u00e4hrige unterh\u00e4lt eine private Musikschule und ist freiberuflich als Kirchenmusikerin t\u00e4tig. \u201eF\u00fcr mich ist hier alles eine Premiere \u2013 zum ersten Mal Betreuung bei Kirche unterwegs und zum ersten Mal Camping\u201c, sagt sie und erz\u00e4hlt, dass der Ehemann und die beiden halbw\u00fcchsigen Kinder in der zweiten Woche hinzukommen wollen. <\/p>\n<p>Joana Onken ist in Dangast schon eine \u201ealte H\u00e4sin\u201c. Sie liebt die Arbeit als Betreuerin, ist schon zum wiederholten Mal dabei. \u201eAls ich diesmal ankam, waren sofort Camper da, die auf mich zukamen, sich freuten, mich zu sehen. Das war toll, wie zu Hause ankommen\u201c, schw\u00e4rmt sie. Die 21-J\u00e4hrige absolviert derzeit eine Ausbildung zur Konditorin, will im Anschluss studieren. Ihr Ziel ist die Sonderp\u00e4dagogik mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft. \u201eEs geht darum, den Kindern und Jugendlichen mit Defiziten einen Weg zu ebnen, trotz ihrer Defizite im Leben selbstst\u00e4ndig klarzukommen\u201c, erkl\u00e4rt sie. Bei \u201eKirche Unterwegs\u201c hat sie lange testen k\u00f6nnen, ob ihr die Arbeit mit Kindern liegt. \u201eDas passt.\u201c <\/p>\n<p>Als J\u00fcngste im Team hat Svenja Kronsbein keine Sonderstellung, sie muss genauso ran wie alle anderen. Die 17-J\u00e4hrige geht noch zur Schule, will im Anschluss ein Studium f\u00fcr das Lehramt beginnen. \u201eIch bin zum ersten Mal dabei, f\u00fcr mich ist das hier eine erste Orientierung\u201c, sagt sie und berichtet, dass sie nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr plant, um ganz sicher zu gehen, dass sie die richtige Ausbildung w\u00e4hlt. Die Arbeit bei \u201eKirche Unterwegs\u201c macht ihr viel Spa\u00df. Ohne zu \u00fcberlegen sagt sie sofort zu, als sie gefragt wird, ob sie im kommenden Jahr wieder dabei ist. <\/p>\n<p>Und dann wird es Zeit zu planen, welche Aktionen als n\u00e4chstes anstehen. Kurzer R\u00fcckblick auf den Kindertreff, der am Morgen (noch bei Sonnenschein) stattfand: \u201eDas war die tollste Aktion \u00fcberhaupt\u201c, sagt Joana begeistert. Mehr als 30 Kinder waren gekommen, dazu noch etliche Eltern, weit mehr als in den Tagen zuvor. \u201eGut, dass wir uns f\u00fcr einfache Bastelarbeiten entschieden haben, alles andere h\u00e4tte mit so vielen Kindern nicht geklappt\u201c, meint Gaby. Es wurden Pompons aus Krepp gebastelt, anschlie\u00dfend damit lustige T\u00e4nze veranstaltet \u2013 ein voller Erfolg, sind sich alle einig. Daran soll nat\u00fcrlich beim n\u00e4chsten Mal angekn\u00fcpft werden. Doch erst einmal steht das Sandm\u00e4nnchen auf dem Programm. \u201eDas ist fast wie ein Mini-Kindergottesdienst, mit Liedern, Gebeten und einem Segen, aber auch mit Geschichten oder kleinen Auff\u00fchrungen. Viele Kinder kommen jeden Abend hierher, lassen den Tag mit dem Sandm\u00e4nnchen in Ruhe ausklingen\u201c, sagt Joana Onken. &nbsp;<br \/>\n<span style=\"font-style: italic\">Annette Kellin<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Kirche Unterwegs kurz und knapp: <\/span><br \/>Kirche Unterwegs gibt es in der evangelisch-oldenburgischen Kirche seit Mitte der 1980er Jahre. Rund um den Jadebusen ist die Kirche dabei im Sommer in gro\u00dfen Zelten auf den Campingpl\u00e4tzen zu finden. Rund 6.700 Menschen wurden damit im vergangenen Jahr erreicht. Es gibt Aktionen f\u00fcr alle Generationen, vieles f\u00fcr die ganze Familie. In diesem Jahr sind 55 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die Koordination und Organisation liegt in der Hand von Diakon Harald Herrmann.&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Regen prasselt auf das Zeltdach, das eigene Wort ist kaum mehr zu verstehen. 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