{"id":2844,"date":"2015-08-17T12:25:00","date_gmt":"2015-08-17T10:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-kleinod-im-schatten-der-alexanderkirche\/"},"modified":"2015-08-17T12:25:00","modified_gmt":"2015-08-17T10:25:00","slug":"ein-kleinod-im-schatten-der-alexanderkirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-kleinod-im-schatten-der-alexanderkirche\/","title":{"rendered":"Ein Kleinod im Schatten der Alexanderkirche"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleines Jubil\u00e4um feiert Klaus St\u00f6lting (71) aus Wildeshausen. Der Ruhest\u00e4ndler pflegt den Bibelgarten direkt am Remter der Alexanderkirche in Wildeshausen seit nunmehr f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<p>Ein Zeitraum, in dem sich der Garten pr\u00e4chtig entwickelt hat und zu einem Anlaufpunkt im Umfeld der ehemaligen Stiftskirche geworden ist. Aber der Garten ist auch ein Kleinod biblischer Geschichten und Darstellung fundamentaler christlicher Werte wie Glaube, Liebe und Hoffnung.<\/p>\n<p>Doch wie kommt jemand dazu, seine Freizeit im letzten Lebensabschnitt ganz in die Pflege einer solchen Gartenanlage zu stellen? F\u00fcr Klaus St\u00f6lting ist die Pflege und Hege des Bibelgartens die Antwort auf eine Frage, die er kurz nach seiner Pensionierung beim Sonntagskaffee nach dem Gottesdienst in der Alexanderkirche in Wildeshausen im Kreise der Kirchenratsmitglieder stellte. Sie lautete: \u201eWo ist eigentlich der Bibelgarten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDen gibt es nicht mehr\u201c, kam die prompte Antwort. Die Erkl\u00e4rung folgte auf den Fu\u00df: Vandalismus h\u00e4tte den Versuch, einen Bibelgarten entlang der \u00e4u\u00dferen Kirchenmauern anzulegen, zunichte gemacht. Kirchen\u00e4ltester Franz Duin sah aber auch sofort die Gunst der Stunde: \u201eH\u00e4tten Sie Interesse?\u201c Klaus St\u00f6lting hatte Interesse und nahm die Aufforderung an. \u201eIch stand gerade am Anfang des Ruhestandes und hatte mich schon gefragt, was Sinnvolles zu machen sei. Jetzt hatte ich meine Aufgabe.\u201c<\/p>\n<p>Gut f\u00fcnf Jahre sind seitdem vergangen. Heute lehnt sich Klaus St\u00f6lting zur\u00fcck, genie\u00dft mit Besucherinnen und Besuchern einen Tee im angrenzenden Schuppen, wo fr\u00fcher Stall und Plumpsklo waren, erkl\u00e4rt die Besonderheiten des Gartens in F\u00fchrungen und kennt zu fast allen Stellen auch den biblischen Hintergrund. \u201eMir ist es ein Anliegen, im Kontext zur Bibel die Gottesvorhaben mit den \u00d6rtlichkeiten im Ansatz hier im Garten aufzuzeigen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist das Felsengrab, zu dem die Frauen am Ostermorgen gingen, um den Leichnam Jesu zu balsamieren. Die Auferstehung Jesu Christi ist christlicher zentraler Glaubensinhalt. Die Gartenarchitektur gibt die Auferstehung wieder und zeigt m\u00f6glichst nah das damalige Erscheinungsbild des Grabes. Eine lebensgro\u00dfe&nbsp; Jesus-Figur, angefertigt wurde die 1,80 Meter gro\u00dfe Metallstatue von Gero Schulte, f\u00e4llt sofort ins Auge. Das Grab verschlie\u00dft ein gro\u00dfer Findling als Stein vor der T\u00fcr.<\/p>\n<p>Eine Idee, die Klaus St\u00f6lting hatte. Ebenso wie f\u00fcr das Holzkreuz, das aus uralter Eiche angefertigt wurde, die St\u00f6lting bei sich zu Hause gelagert hatte. Aber auch den Rizinusstrauch (Altes Testament, Buch Jona, 4,6-8) der Jona Schatten spendete, ein Maulbeerbaum, wei\u00dfer Ginster, W\u00fcsten-Gebiet, Flusslauf und andere Landschaften und Stellen, die in der Bibel eine Rolle spielen und erw\u00e4hnt werden, hat Klaus St\u00f6lting in den Bibelgarten integriert. <\/p>\n<p>Und im Hinterkopf hat er schon eine weitere Idee. \u201eGerne w\u00fcrde ich einen Salzsee anlegen, aber das ist auch eine Platzfrage.\u201c L\u00fccken gibt es inzwischen nicht mehr gro\u00dfe in den Rabatten am Remter der Kirche.<br \/>\n<br \/>Jeden Mittwoch um 15 Uhr ist Klaus St\u00f6lting in \u201eseinem\u201c Garten, wartet auf G\u00e4ste oder pflegt die Beete. Vieles ist dabei inzwischen automatisiert, wie zum Beispiel die Bew\u00e4sserung. <\/p>\n<p>Dem sinnbildlichen Paradies auf Erden ist der Bibelgarten in den vergangenen Jahren so ein St\u00fcck n\u00e4her gekommen. Heute ist der Bibelgarten ein Ort der inneren Einkehr, des Verweilens und Nachdenkens. Ein bedeutender, kulturhistorischer und kirchlicher Erfahrungsraum und wichtige Erg\u00e4nzung der Gesamtanlage Alexanderkirche. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Schicksalhafte Begegnung<br \/><\/span>Viele Landschaften und Orte kennt Klaus St\u00f6lting aus eigener Anschauung. Im Park des Grafen zu Oldenburg in Rastede machte St\u00f6lting die Lehre zum G\u00e4rtner und lernte eine Diakonin aus Nepal kennen. Eine schicksalhafte Begegnung. Fortan wollte der junge Mann mehr f\u00fcr Gott und die Kirche tun, widmete sich Aufgaben der Krankenpflege und sammelte in seiner Bundeswehrzeit umfassende medizinische Kenntnisse. \u201eVieles ist aus meiner heutigen Sicht keine zuf\u00e4llige Begebenheiten\u201c, so St\u00f6lting, denn er lernte auch seine sp\u00e4tere Frau, eine Krankenschwester, in der Ausbildung kennen. <\/p>\n<p>Beide hatten das Ziel Afrika. Nach der Heirat im Jahr 1968 gingen sie 1970 nach S\u00fcd-Kamerun und halfen dort Menschen in nahezu allen Lebenslagen in einem l\u00e4ndlichen Hospital. Im Januar 1980 trat St\u00f6lting im Haus Sannum in Dienst und arbeite dort 30 Jahre als erste Fachkraft bis zur Pensionierung 2010.<br \/><span style=\"font-style: italic\"><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Peter Kratzmann.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleines Jubil\u00e4um feiert Klaus St\u00f6lting (71) aus Wildeshausen. Der Ruhest\u00e4ndler pflegt den Bibelgarten direkt am Remter der Alexanderkirche in Wildeshausen seit nunmehr f\u00fcnf Jahren. Ein Zeitraum, in dem sich der Garten pr\u00e4chtig entwickelt hat und zu einem Anlaufpunkt im Umfeld der ehemaligen Stiftskirche geworden ist. Aber der Garten ist auch ein Kleinod biblischer Geschichten und Darstellung fundamentaler christlicher Werte wie Glaube, Liebe und Hoffnung. 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