{"id":2857,"date":"2015-08-23T10:57:00","date_gmt":"2015-08-23T08:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kriminologe-eu-muss-koordiniert-gegen-menschenschmuggel-vorgehen\/"},"modified":"2015-08-23T10:57:00","modified_gmt":"2015-08-23T08:57:00","slug":"kriminologe-eu-muss-koordiniert-gegen-menschenschmuggel-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kriminologe-eu-muss-koordiniert-gegen-menschenschmuggel-vorgehen\/","title":{"rendered":"Kriminologe: EU muss koordiniert gegen Menschenschmuggel vorgehen"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Europa muss dem italienischen Kriminologen Andrea Di Nicola zufolge koordiniert gegen Menschenschmuggel vorgehen. \u00abDie EU braucht dringend eine Vision f\u00fcr eine einheitliche und humane Migrationspolitik\u00bb, sagte der 41-j\u00e4hrige Autor eines Buchs \u00fcber das internationale Menschenschmugglermilieu dem Bremer \u00abKurier am Sonntag\u00bb. \u00abDerzeit sieht sie nur die Spitze des Eisberges und bek\u00e4mpft Symptome.\u00bb<\/p>\n<p>Mit einer immer st\u00e4rkeren Absicherung der Grenzen f\u00f6rdere die EU zudem die Nachfrage nach Schleuserdiensten, mahnte der Experte. Die Schleuseraktionen best\u00fcnden oft aus einem gr\u00f6\u00dferen Netzwerk. \u00abMan kann sich das vorstellen wie eine gro\u00dfe, kriminelle Reiseagentur.\u00bb In manchen Netzwerken seien bis zu 60 Menschen t\u00e4tig, die beeindruckend gut strukturiert und organisiert seien und schnell und flexibel auf ge\u00e4nderte Umst\u00e4nde reagierten.<\/p>\n<p>Problematisch sei, dass Europa meistens nicht die gro\u00dfen Bosse sondern nur die \u00abkleinen Fische\u00bb dingfest mache, sagte der in Trient lehrende Kriminologe. Leute wie die Steuerm\u00e4nner seien oft jedoch nur das letzte unbedeutende Glied in der Kette des Schleusernetzwerks.<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung sehe er darin, in Tunesien oder der T\u00fcrkei sichere Lager zu errichten, wo die Fl\u00fcchtlinge bereits Asyl beantragen k\u00f6nnten, sagte der Kriminologe. \u00abSo brauchen sie f\u00fcr die gef\u00e4hrliche Mittelmeer-Reise keine Schleuser, ein Teil ihrer Gesch\u00e4ftsgrundlage w\u00e4re weg.\u00bb Derzeit seien selbst jene Fl\u00fcchtlinge auf kriminelle Schmuggler angewiesen, die vor Kriegen fliehen und Recht auf politisches Asyl in Europa haben.<\/p>\n<p>Die Schleuser seien Di Nicola zufolge clevere Typen und gute Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner, die ein \u00fcberraschend positives Bild von sich haben. \u00abSie sehen sich als Wohlt\u00e4ter, manche sogar als Art Heilige.\u00bb Die Fl\u00fcchtlinge seien oft \u00e4hnlicher Meinung, weil sich in ihren Augen niemand au\u00dfer ihnen um ihre Probleme k\u00fcmmere. Das Risiko zu sterben, n\u00e4hmen sie in Kauf.<\/p>\n<p>Generell gelte, je billiger die Reise, desto gr\u00f6\u00dfer das Risiko, warnte Di Nicola. Eine neue extrem riskante Methode sei, die Fl\u00fcchtlinge in Frachtschiffen von der T\u00fcrkei ans europ\u00e4ische Festland zu bringen. Dabei seien die Schiffe ohne Steuermann, denn Schlepper w\u00fcrden diese auf Autopilot stellen und zu einem anderen Boot zur\u00fcckkehren.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). 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