{"id":2875,"date":"2015-08-28T10:04:00","date_gmt":"2015-08-28T08:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ich-liebe-meine-arbeit\/"},"modified":"2015-08-28T10:04:00","modified_gmt":"2015-08-28T08:04:00","slug":"ich-liebe-meine-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ich-liebe-meine-arbeit\/","title":{"rendered":"\u201eIch liebe meine Arbeit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Sascha Weber auf seinem gro\u00dfen Rasenm\u00e4her die Rasenfl\u00e4chen rund um die Marienkirche in Gro\u00dfenkneten m\u00e4ht, ist er zufrieden. \u201eIch liebe meine Arbeit\u201c, sagt der 43-J\u00e4hrige. Am liebsten w\u00fcrde er rund um die Uhr arbeiten. F\u00fcr Weber ist sein Arbeitsplatz nicht selbstverst\u00e4ndlich. Zehn Jahre lang war er arbeitslos, bevor er bei der Kirchengemeinde in Gro\u00dfenkneten eine neue Chance bekam. \u201eDaf\u00fcr bin ich der Kirche so dankbar\u201c, betont der gelernte Maler, der nun als Hausmeister alle drei Geb\u00e4ude der Kirchengemeinde betreut.<br \/>\n<br \/>M\u00f6glich wurde das auch durch den Besch\u00e4ftigungsfonds der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, der die Anstellung Webers knapp drei Jahre f\u00f6rderte. \u201eDer Besch\u00e4ftigungsfonds war bei der Anstellung die Rettung. Denn um Sascha Weber gen\u00fcgend Stunden anbieten zu k\u00f6nnen, mussten wir \u00fcber den Personalplan hinausgehen. Das ging nur durch die F\u00f6rderung\u201c, erinnert sich Pastorin Christiane Geerken-Thomas. <\/p>\n<p>Angefangen hat alles mit einem Ein-Euro-Job. \u201eAls ich geh\u00f6rt habe, dass die Gemeinde jemanden f\u00fcr den Friedhof sucht, bin ich sofort zum Job-Center. Ich wollte die Chance unbedingt\u201c, erinnert sich Weber. F\u00fcr ihn war dieser Ein-Euro-Job die Chance, aus seiner Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Abw\u00e4rtsspirale herauszukommen. \u201eIch bin ganz sch\u00f6n abgefallen\u201c, erinnert er sich an diese Zeit. <\/p>\n<p>Zum Verlust der Arbeit kam das Beziehungsende und dann auch noch Schulden. \u201eDass ich wieder etwas zu tun habe, war f\u00fcr mich das wichtigste\u201c, erz\u00e4hlt Weber. Er k\u00f6nne nur dankbar sein, dass er diese Chance bekommen habe. Und die nutzte er. <\/p>\n<p>Meistens sei er viel zu fr\u00fch zur Arbeit gekommen. \u201eIch war dort einfach gl\u00fccklich.\u201c Als sich nach dem Ein-Euro-Job die M\u00f6glichkeit bot durch die Unterst\u00fctzung des Besch\u00e4ftigungsfonds weiter in der Gemeinde zu arbeiten, war das f\u00fcr ihn das gr\u00f6\u00dfte Gl\u00fcck. <\/p>\n<p>Mittlerweile arbeitet er 34,5 Stunden in der Woche. \u201eIch w\u00fcrde auch noch mehr machen. Am liebsten w\u00fcrde ich rund um die Uhr arbeiten\u201c, erz\u00e4hlt Weber. Egal ob Rasen m\u00e4hen, Inspektion der Glocken und des Kirchturms oder die Arbeit auf dem Friedhof. Weber liebt jeden Bereich seiner Arbeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Besch\u00e4ftigungsfonds ist sein Werdegang eine von vielen Erfolgsgeschichten. \u201eEtwa die H\u00e4lfte der Gef\u00f6rderten hat es tats\u00e4chlich geschafft, in einen stabilen Job zu kommen\u201c, freut sich der Vorsitzende des Kuratoiums des Besch\u00e4ftigungsfonds G\u00f6tz Str\u00f6msd\u00f6rfer. <\/p>\n<p>Eingerichtet wurde der Fonds vor \u00fcber 27 Jahren. Grund war damals die zunehmende strukturelle Arbeitslosigkeit in Deutschland. Nach ersten Jahren der Orientierung wurde 1999 die Bezuschussung von Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen erm\u00f6glicht. Gef\u00f6rdert werden sollten Menschen in beruflichen und existenziellen Notlagen. <\/p>\n<p>Seit damals wurden 145 Personen unterst\u00fctzt. \u201eDer einzelne und seine Situation stand bei den Entscheidungen immer im Mittelpunkt\u201c, betont Str\u00f6msd\u00f6rfer.<\/p>\n<p>27 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung steht der Besch\u00e4ftigungsfonds wieder vor einer Umorientierung. \u201eDas ist durch die ver\u00e4nderten Umgebungsbedingungen notwendig\u201c, berichtet Str\u00f6msd\u00f6rfer. Die Arbeitsmarkt-F\u00f6rderung im politischen Bereich sei quasi eingestellt und die Zinsen auf Rekordtief begrenzten den Handlungsspielraum des Fonds, der nur auf die Zinsen aus dem Sonderverm\u00f6gen von zwei Millionen Euro zur\u00fcckgreifen kann. \u201eDie Spendeneinnahmen sind leider sehr zur\u00fcck gegangen\u201c, berichtet er. <\/p>\n<p>Das Kuratorium sehe aber immer noch die Notwendigkeit, Menschen in Notlagen zu helfen. Deshalb sollen auch in Zukunft Menschen bei der R\u00fcckkehr in Arbeit unterst\u00fctzt werden. Zus\u00e4tzlich will man aber auch Projekte mit \u201esozialer und gemeinwesendiakonischer Ausrichtung\u201c f\u00f6rdern, vor allem wenn dabei Personen aus prek\u00e4ren Lebensverh\u00e4ltnissen eine Besch\u00e4ftigung bekommen. Neben der Neuausrichtung sei es aber auch wichtig, den Besch\u00e4ftigungsfonds bekannter zu machen, betont Str\u00f6msd\u00f6rfer. <\/p>\n<p>Sascha Weber unterst\u00fctzt diesen Wunsch. Damit auch andere in ihrer Situation eine zweite Chance bekommen. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Kerstin Kempermann, Evangelische Zeitung<\/span> Oldenburg.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Sascha Weber auf seinem gro\u00dfen Rasenm\u00e4her die Rasenfl\u00e4chen rund um die Marienkirche in Gro\u00dfenkneten m\u00e4ht, ist er zufrieden. \u201eIch liebe meine Arbeit\u201c, sagt der 43-J\u00e4hrige. Am liebsten w\u00fcrde er rund um die Uhr arbeiten. F\u00fcr Weber ist sein Arbeitsplatz nicht selbstverst\u00e4ndlich. Zehn Jahre lang war er arbeitslos, bevor er bei der Kirchengemeinde in Gro\u00dfenkneten eine neue Chance bekam. \u201eDaf\u00fcr bin ich der Kirche so dankbar\u201c, betont der gelernte Maler, der nun als Hausmeister alle drei Geb\u00e4ude der Kirchengemeinde betreut. M\u00f6glich wurde das auch durch den Besch\u00e4ftigungsfonds der Ev.-Luth. 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