{"id":2876,"date":"2015-08-27T10:53:00","date_gmt":"2015-08-27T08:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/statistik-armutsrisiko-in-niedersachsen-gesunken-verbaende-warnen-vor-weiterer-spaltung-in-arme-und-reiche\/"},"modified":"2015-08-27T10:53:00","modified_gmt":"2015-08-27T08:53:00","slug":"statistik-armutsrisiko-in-niedersachsen-gesunken-verbaende-warnen-vor-weiterer-spaltung-in-arme-und-reiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/statistik-armutsrisiko-in-niedersachsen-gesunken-verbaende-warnen-vor-weiterer-spaltung-in-arme-und-reiche\/","title":{"rendered":"Statistik: Armutsrisiko in Niedersachsen gesunken &#8211; Verb\u00e4nde warnen vor weiterer Spaltung in Arme und Reiche"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Das Armutsrisiko in Niedersachsen ist nach Angaben des statistischen Landesamtes in Hannover erstmals seit drei Jahren gesunken. Die sogenannte Armutsgef\u00e4hrdungsquote lag im vergangenen Jahr bei 15,3 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) begr\u00fc\u00dfte die Entwicklung. Die Landesarmutskonferenz und der Sozialverband Deutschland warnten dagegen vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche.<\/p>\n<p>Trotz der guten Zahlen gelten laut Statistik immer noch 1,179 Millionen Niedersachsen als armutsgef\u00e4hrdet. Bundesweit lag die Quote bei 15,4 Prozent. Einer Definition der Europ\u00e4ischen Union zufolge gelten Menschen als armutsgef\u00e4hrdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbev\u00f6lkerung auskommen m\u00fcssen. F\u00fcr Niedersachsen lag die Grenze 2014 f\u00fcr einen Einpersonenhaushalt bei 907 Euro, f\u00fcr einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahre bei 1.905 Euro.<\/p>\n<p>Besonders hohe Armutsrisiken trugen den Angaben zufolge die Erwerbslosen mit 57 Prozent. Ihre Gef\u00e4hrdungsquote stieg um 0,2 Prozentpunkte. Bei Menschen ohne deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit erh\u00f6hte sich die Quote von 36 auf 36,6 Prozent. Das Risiko zu verarmen stieg auch bei den Geringqualifizierten \u00fcber 25 Jahren um 0,4 Punkte auf 31,9 Prozent. R\u00fcckg\u00e4nge verzeichneten die Statistiker dagegen f\u00fcr Kinder und Jugendliche, f\u00fcr Alleinerziehende und f\u00fcr gro\u00dfe Familien. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sank die Quote um 0,9 Punkte auf 19 Prozent.<\/p>\n<p>Ministerin Rundt sagte, die Zahlen zeigten, dass Niedersachsen auf einem guten Weg sei. Es bleibe jedoch bedr\u00fcckend, dass nach wie vor 19 Prozent aller Kinder armutsgef\u00e4hrdet seien: \u00abJedes Kind, das in Armut lebt und dadurch in seinen Chancen behindert wird, ist ein Kind zu viel.\u00bb Rundt kritisierte das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes als ungeeignet, Kinder- und Jugendarmut wirklich zu bek\u00e4mpfen. Sie forderte, die Kinderregels\u00e4tze zu erh\u00f6hen. Ideal sei ein eigener Anspruch auf Grundsicherung der Kinder unabh\u00e4ngig vom Einkommen der Eltern.<\/p>\n<p>Der Sozialverband Deutschland unterstrich, dass vor allem Frauen \u00fcber 65 Jahren von Armut betroffen seien. Ihre Gef\u00e4hrdungsquote sei seit 2010 um 3,9 Prozentpunkte gestiegen. Viele Frauen erhielten nur eine kleine Rente, weil ihnen Beitragsjahre fehlten und sie in oft nur in Teilzeit- oder Minijobs arbeiteten.<\/p>\n<p>Die Landesarmutskonferenz warnte davor, sozial benachteiligte Gruppen gegeneinander auszuspielen und den Konflikt auf dem R\u00fccken der Schw\u00e4chsten, der Fl\u00fcchtlinge, auszutragen. Armut m\u00fcsse sowohl in Niedersachsen als auch jenseits der deutschen Grenzen bek\u00e4mpft werden, sagte der Sprecher der Konferenz, Martin Fischer, von der Diakonie in Niedersachsen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Das Armutsrisiko in Niedersachsen ist nach Angaben des statistischen Landesamtes in Hannover erstmals seit drei Jahren gesunken. Die sogenannte Armutsgef\u00e4hrdungsquote lag im vergangenen Jahr bei 15,3 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. 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