{"id":2933,"date":"2015-09-15T12:52:00","date_gmt":"2015-09-15T10:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/erde-ist-mehr-als-dreck\/"},"modified":"2015-09-15T12:52:00","modified_gmt":"2015-09-15T10:52:00","slug":"erde-ist-mehr-als-dreck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erde-ist-mehr-als-dreck\/","title":{"rendered":"Erde ist mehr als Dreck"},"content":{"rendered":"<p>Seit einigen Wochen summt und brummt es deutlich h\u00f6rbar neben der 1966 erbauten St.-Paulus-Kirche in Nordenhams Stadtteil Friedrich-August-H\u00fctte. Dort wo viel Industrie zu Hause ist, gibt es nun ein Areal, auf dem sich Insekten und Kleintiere in einem Meer aus Wildblumen tummeln k\u00f6nnen. Angelegt wurde es von vielen freiwilligen Helfern der Kirchengemeinde, darunter auch Kinder und Jugendliche. <\/p>\n<p>Das Thema Sch\u00f6pfung habe sich im Laufe des Jahres durch die ganze Gemeinde gezogen, erkl\u00e4rte Pastorin Anke Cla\u00dfen beim 49. Kirchweihfest, welches am Sonntag im Pfarrbezirk FAH der evangelischen Kirchengemeinde Blexen als Sch\u00f6pfungsfest mit Gottesdienst und anschlie\u00dfendem Gemeindefest gefeiert wurde. So habe bereits im Fr\u00fchjahr die Kindertagesst\u00e4tte Regenbogen einige Apfelb\u00e4umchen auf dem Gel\u00e4nde der St.-Paulus-Kirche gepflanzt, die auch schon einige \u00c4pfel getragen haben. Von den Pfadfindern Nordenham wurde zudem eine Hochbeet angelegt, in dem biologisches Gem\u00fcse angepflanzt, geerntet und gegessen wurde. Und schlie\u00dflich wurde die Idee f\u00fcr das Wildpflanzenbeet geboren. So sollte die blumenlose gr\u00fcne Rasenfl\u00e4che vor der Kirche zum Bl\u00fchen gebracht werden. &nbsp;<\/p>\n<p>&quot;Viele Wildkr\u00e4uter werden als Unkr\u00e4uter angesehen und von Feldern und Wegr\u00e4ndern entfernt&quot;, schilderte Anke Cla\u00dfen. Um diesen Wildkr\u00e4utern ein Areal zu bieten, in dem sie sich bei optimalen Bedingungen Jahr f\u00fcr Jahr selber auss\u00e4hen k\u00f6nnen, und zudem Insekten Nahrung zu geben wurden gleich drei Beete in der Gr\u00f6\u00dfe von 3x 15 Meter auf dem Gr\u00fcnstreifen neben der Kirche angelegt. Doch am Anfang habe man sich schon Sorgen gemacht, erinnerte sich die Pastorin. &quot;Da tut sich nichts!&quot;, war die traurige Meldung einige Wochen nach dem Auss\u00e4hen. Dann nach dem Urlaub sei pl\u00f6tzlich alles erbl\u00fcht gewesen und viele Insekten tummelten sich seitdem in dem Wildkr\u00e4uterareal. Dort finden sich unter anderem Schafgarbe, Ringelblumen, Klatschmohn, Stockrose, Borretsch und Margarite. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Umwelteinsatz gab es einen 3. Umweltpreis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen. Dieser Preis ist verbunden mit einem finanziellen Zuschuss in H\u00f6he von 375 Euro. Der Mitarbeiter im Bereich Umwelt, Klimaschutz und Energie der Landeskirche in Oldenburg, Johannes Hinrichs, \u00fcberbrachte am Sonntag beim Sch\u00f6pfungsfest ein Glas mit 375 Senfk\u00f6rnern f\u00fcr die Aussaat im kommenden Jahr. &quot;Wie bei dem Gleichnis vom Senfkorn m\u00f6ge aus dem scheinbar kleinen Anfang eine gro\u00dfe Pflanze werden, die wieder reiche Frucht tr\u00e4gt&quot;, w\u00fcnschte sich Hinrichs. F\u00fcr die Kinder hatte er noch ein paar Kresset\u00fctchen in der Tasche, f\u00fcr die Aussaat zu Hause. Den Anwesenden w\u00fcnschte er viel Freude an dem Projekt und die Entdeckung von weiteren Sch\u00f6nheiten der Natur zu anderen Jahreszeiten. &quot;Feiern Sie immer wieder Gottes Sch\u00f6pfung und engagieren Sie sich vielleicht hier und da f\u00fcr deren Erhalt&quot;, schloss er seine kurze Laudatio an die Preistr\u00e4ger. <\/p>\n<p>Die Lesung im Gottesdienst befasste sich mit der zweiten Sch\u00f6pfungsgeschichte aus dem ersten Buch Mose als der Mensch erschaffen wurde und in den Garten Eden gesetzt wurde. Dort wuchs der Baum des Lebens. Auf einer Plakatwand war das Sch\u00f6pfungstagslogo mit der Hand im Baum&nbsp; angebracht und die Gemindegleider konnten mit gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern, auf denen sie ihre W\u00fcnsche zum Thema Sch\u00f6pfung niedergeschrieben hatten, den Baum \u201ebegr\u00fcnen\u201c. Dort war zu lesen \u201eBitte sch\u00fctzt die Meere und werft keinen M\u00fcll hinein\u201c oder \u201eDie Menshcen auf der Flucht geh\u00f6ren auch zu Gottes Sch\u00f6pfung\u201c.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>In ihrer Predigt ging Anke Cla\u00dfen auch auf die Bedeutung der Erde, in der alles wachsen und gedeihen soll, ein. Sie kritisierte den Landkauf Chinas in Afrika und wies darauf hin, dass auch in Deutschland auf m\u00f6glichst wenig Fl\u00e4chenversiegelung geachtet werde. &quot;Erde ist mehr als nur Dreck. Sie ist Lebensgrundlage und kostbar und wichtig f\u00fcr uns&quot;, so die Pastorin. Der Mensch habe von Gott den Auftrag bekommen, die Erde zu bewahren und sie zu bebauen. &quot;Wir wissen hier in FAH genau, was es bedeutet, wenn Erde vergiftet ist&quot;, fand Cla\u00dfen klare Worte f\u00fcr die Umwelts\u00fcnden der zur\u00fcckliegenden Jahre. Und weiter: \u201eHier war die Erde mal vergiftet und die K\u00fche fielen tot um.\u201c Ganz realistisch betrachtet, k\u00f6nne der Mensch nicht anders als die Erde zu verletzen. \u201eAber wir k\u00f6nnen achtsam sein\u201c, sagte Cla\u00dfen. Die Erde brauche den Menschen nicht, aber der Mensch brauche die Erde. Es bestehe die Verpflichtung aller, sich so zu verhalten, dass&nbsp; alle Menschen von der Erde leben k\u00f6nnten. \u201eWir m\u00fcssen unsere H\u00e4nde und unseren Kopf benutzten und unseren beitrag leisten, um die Vielfalt zu erhalten\u201c, so Cla\u00dfen.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Zum Gelingen des Sch\u00f6pfungsfestes trugen au\u00dferdem der Posaunenchor Nordenham, der Kirchenchor und ein Chor der Kindertagesst\u00e4tte bei. Die hatte auch einige St\u00e4nde aufgebaut, an denen die Kinder Masken basteln, Holzfiguren bemalen oder Stofftaschen bedrucken konnten. Die Konfirmanden luden zum Basteln eines T\u00fcrschildes aus alten T\u00fcrleisten ein. Die Feuerwehr Nordenham hatte eine Spritzwand aufgebaut und die Johanniterunfallhilfe bot Aktionen am Schmink- und Bastelstand. Die Pfadfinder steckten ein Lagerfeuer an und luden zum Stockbrotbraten ein. Im Gemeindehaus gabe es eine umfangreiche Kaffeetafel und drau\u00dfen wurden Bratw\u00fcrste auf den Grill gelegt. Zwei Tanzgruppen der Kirchengemeinde zeigten Folklore und modernere T\u00e4nze. M\u00e4rchenerz\u00e4hlerin Annegret Martens aus Butjadingen erz\u00e4hlte Interessierten etwas \u00fcber die Sch\u00f6pfungsgeschichte.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Beatrix Schulte<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Wochen summt und brummt es deutlich h\u00f6rbar neben der 1966 erbauten St.-Paulus-Kirche in Nordenhams Stadtteil Friedrich-August-H\u00fctte. Dort wo viel Industrie zu Hause ist, gibt es nun ein Areal, auf dem sich Insekten und Kleintiere in einem Meer aus Wildblumen tummeln k\u00f6nnen. 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