{"id":2981,"date":"2015-09-26T08:33:00","date_gmt":"2015-09-26T06:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/es-ist-schon-etwas-besonderes\/"},"modified":"2015-09-26T08:33:00","modified_gmt":"2015-09-26T06:33:00","slug":"es-ist-schon-etwas-besonderes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/es-ist-schon-etwas-besonderes\/","title":{"rendered":"\u201e&#8230; es ist schon etwas Besonderes\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir k\u00f6nnen nichts besser als die anderen. Animation gibt es ja \u00fcberall, aber der christliche Hintergrund ist schon etwas Besonderes\u201c, sagt Harald Herrmann \u00fcber sein Aufgabenfeld mit zahlreichen Aktionen auf den Campingpl\u00e4tzen rund um den Jadebusen bei \u201eKirche Unterwegs\u201c. Der Diakon, der in Jever lebt, ist seit fast zehn Jahren f\u00fcr die Urlauberseelsorge an der K\u00fcste verantwortlich. Wenn andere Urlaub haben, ist f\u00fcr ihn Hauptarbeitszeit, manchmal auch rund um die Uhr. Doch nun soll damit Schluss sein, Harald Herrmann geht in den Ruhestand, am Freitag, 2. Oktober, wird er in der Stadtkirche zu Jever in einem Gottesdienst um 17 Uhr verabschiedet. <\/p>\n<p>Wenn Harald Herrmann mit der Verabschiedung in die \u201epassive Phase der Altersteilzeit\u201c eintritt, stand er 38 Jahre im kirchlichen Dienst. Meist hat der heute 60-J\u00e4hrige mit Jugendlichen gearbeitet und das hat ihm viel Spa\u00df gemacht. Dabei kam er erst auf Umwegen zu seinem Beruf. Der gelernte Elektroniker kam im Zivildienst mit kirchlicher Arbeit n\u00e4her in Kontakt. Beeindruckt habe ihn der damalige Diakon, sagt er. <\/p>\n<p>Es folgte das Studium, das er aufgrund seiner ersten Ausbildung und weil er schon verheiratet war, berufsbegleitend absolvieren konnte. In der Praxis hie\u00df das, es gab eine 30-Stunden-Stelle in der Gemeinde, zudem mussten rund 20 Stunden f\u00fcrs Studium aufgewendet werden. Eine harte Zeit, aber es hat sich gelohnt. 1982 war Herrmann fertig und bekam seine erste Stelle als Jugenddiakon. Sp\u00e4ter \u00fcbernahm er die Kreisjugendarbeit und war ab 2007 f\u00fcr die Urlauberseelsorge verantwortlich. \u201eDas war schon gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, denn pl\u00f6tzlich war ich der einzige Mitarbeiter, musste mich um alles k\u00fcmmern\u201c, berichtet er. <\/p>\n<p>Er arbeitete sich z\u00fcgig ein und heute ist Harald Herrmann sozusagen Institution. Das ganze Jahr \u00fcber ist er aktiv auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, denn die Urlauberseelsorge bei \u201eKirche Unterwegs\u201c ist sehr arbeitsintensiv. Allein in diesem Jahr waren 55 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Die m\u00fcssen erst einmal f\u00fcr das Projekt begeistert werden, zur Mitarbeit gewonnen und dann auch ausgebildet werden. Auch wenn immer ein Teil der Mitarbeiter im n\u00e4chsten Jahr wieder mit dabei ist, kommen jedes Jahr viele neue Leute hinzu. Das liegt in der Natur der Sache, denn vielfach sind es Jugendliche zwischen Schule, Ausbildung und Studium, die hier mitarbeiten. <\/p>\n<p>Wenn dann der Mitarbeiterkreis steht, die Schulungen abgeschlossen sind, geht es auf die Campingpl\u00e4tze. \u201eDa ist es ganz einfach viel Material, was bewegt werden muss\u201c, sagt Herrmann. Von den Campingwagen \u00fcber die gro\u00dfen Zelte bis hin zum Grill und den Sitzb\u00e4nken, die von der Andacht bis zum Grillabend f\u00fcr alle Gelegenheiten genutzt werden, muss alles auf die Pl\u00e4tze verteilt werden. \u201eDas ist eine richtig gro\u00dfe logistische Leistung\u201c, sagt der Diakon. Wenn dann \u201eKirche Unterwegs\u201c die Zelte \u00f6ffnet, h\u00e4lt sich Harald Herrmann im Hintergrund. Von Juni bis September, mal sechs Wochen, mal acht oder mehr Wochen, je nachdem wie viele ehrenamtliche Teams sich gefunden haben und wie die Ferien liegen, gibt es fast t\u00e4glich mehrere Angebote. Das Handy ist dann bei Herrmann immer auf Empfang. Und da kann es auch schon mal passieren, dass mitten in der Nacht ein Sturm losbricht und der Diakon losmuss, um das Zelt zu sichern weil die Mitarbeiter vor Ort Unterst\u00fctzung brauchen. <\/p>\n<p>Es sei schon merkw\u00fcrdig, seit Monaten jeden Handgriff mit dem Wissen zu tun, es sei das letzte Mal. Das letzte Mal die Campingwagen nach dem Einsatz ins Winterlager bringen, aber auch die letzte Mitarbeiterschulung, das letzte Urlauberseelsorgetreffen. Gleichwohl: die Freude auf den Ruhestand ist gro\u00df. Harald Herrmann und seine Frau sind n\u00e4mlich selber Campingfans. \u201eIn jungen Jahren haben wir sehr viel von Europa gesehen, jetzt wollen wir Deutschland kennen lernen\u201c, sagt er. F\u00fcr ihn ist es selbstverst\u00e4ndlich, jede Reise selber auszuarbeiten, das koste viel Zeit. Daneben liest er was ihm in die Finger kommt, am liebsten Krimis mit politischem Hintergrund oder Biografien. <\/p>\n<p>Wie es in der Urlauberseelsorge weitergeht bleibt abzuwarten, vom Oberkirchenrat ist allerdings schon das Signal gekommen, dass die Arbeit weitergehen soll.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Annette Kellin<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir k\u00f6nnen nichts besser als die anderen. Animation gibt es ja \u00fcberall, aber der christliche Hintergrund ist schon etwas Besonderes\u201c, sagt Harald Herrmann \u00fcber sein Aufgabenfeld mit zahlreichen Aktionen auf den Campingpl\u00e4tzen rund um den Jadebusen bei \u201eKirche Unterwegs\u201c. Der Diakon, der in Jever lebt, ist seit fast zehn Jahren f\u00fcr die Urlauberseelsorge an der K\u00fcste verantwortlich. 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