{"id":3023,"date":"2015-10-01T10:03:00","date_gmt":"2015-10-01T08:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-requiem-fuer-die-toten-von-fukushima\/"},"modified":"2015-10-01T10:03:00","modified_gmt":"2015-10-01T08:03:00","slug":"ein-requiem-fuer-die-toten-von-fukushima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-requiem-fuer-die-toten-von-fukushima\/","title":{"rendered":"Ein Requiem f\u00fcr die Toten von Fukushima"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihren Roman \u201eDer lange Atem\u201c hat Nina J\u00e4ckle den Evangelischen Buchpreis 2015 erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr am Mittwoch, 30. September, in Bielefeld von Bischof der oldenburgischen Kirche, Jan Janssen, \u00fcberreicht. Er ist Vorsitzender des Evangelischen Literaturportals e.V., das seit 1979 den Buchpreis verleiht.<\/p>\n<p>Weil sich die christliche Botschaft an den ganzen Menschen richte und alle Sinne anspreche, pflege die evangelische Kirche den Dialog mit Kunst und Kultur, sagte Pr\u00e4ses Annette Kurschus: \u201eWir sind offen f\u00fcr das Unvorhersehbare und das Unberechenbare\u201c, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, die in diesem Jahr Gastgeberin der Feier zur Preisverleihung war. \u201eDie Botschaft der Kirche ist \u00f6ffentlich und hat gesellschaftliche Bedeutung. Sie steht deshalb in Wechselwirkung mit der Kultur.\u201c Der Evangelische Buchpreis und die B\u00fcchereien geh\u00f6rten in diesen Zusammenhang. Pr\u00e4ses Kurschus dankte den \u00fcber 750 qualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in den 115 Evangelischen B\u00fcchereien in Westfalen engagieren.<\/p>\n<p>\u201eDer lange Atem\u201c spielt in Japan nach der Katastrophe von Fukushima. Der Roman erz\u00e4hlt von einem Zeichner, der die Gesichter der Opfer des Tsunami abbildet \u2013 nach Fotos von den entstellten Toten. Die Zeichnungen sollen den Hinterbliebenen bei der Identifizierung helfen. Der Zeichner versucht, die Menschen unversehrt darzustellen. Damit hilft er den Angeh\u00f6rigen beim Umgang mit dem Unfassbaren.<\/p>\n<p>\u201eDie Kunst des Zeichners und die der Schriftstellerin tun sich zusammen und erheben in \u201aDer lange Atem\u2018 einen geduldigen, beharrlichen Protest gegen den Tod\u201c, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung f\u00fcr den Preis: \u201eOhne ein ausdr\u00fcckliches Wort dar\u00fcber zu verlieren, atmet der Roman Auferstehung.\u201c In ihrer Laudatio nannte die \u00f6sterreichische Journalistin und Japan-Kennerin Judith Brandner den Roman ein \u201eRequiem\u201c f\u00fcr die 19.000 Toten der Katastrophe, \u201eeine Verneigung vor den Opfern\u201c. Das Buch thematisiere das \u201eurmenschliche, alle Grenzen von Kulturen und Religionen \u00fcberschreitende Bed\u00fcrfnis\u201c, verstorbenen Angeh\u00f6rigen eine w\u00fcrdige letzte Ruhest\u00e4tte zu bereiten und einen Ort des Gedenkens zu haben.<\/p>\n<p>Das Evangelische Literaturportal e.V. ist der Dachverband evangelischer \u00f6ffentlicher B\u00fcchereien. F\u00fcr den Evangelischen Buchpreis werden B\u00fccher gesucht, die zum neuen Nachdenken anregen &#8211; \u00fcber das menschliche Miteinander und das Leben mit Gott. F\u00fcr 2015 haben Leserinnen und Leser 115 Titel vorgeschlagen, aus denen die Jury den Roman von Nina J\u00e4ckle ausw\u00e4hlte.<\/p>\n<p>Nina J\u00e4ckle, 1966 in Schwenningen geboren und in Stuttgart aufgewachsen, lebt in Berlin. Sie ver\u00f6ffentlichte H\u00f6rspiele, Erz\u00e4hlungen und Romane, f\u00fcr die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihren Roman \u201eDer lange Atem\u201c hat Nina J\u00e4ckle den Evangelischen Buchpreis 2015 erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr am Mittwoch, 30. September, in Bielefeld von Bischof der oldenburgischen Kirche, Jan Janssen, \u00fcberreicht. Er ist Vorsitzender des Evangelischen Literaturportals e.V., das seit 1979 den Buchpreis verleiht. Weil sich die christliche Botschaft an den ganzen Menschen richte und alle Sinne anspreche, pflege die evangelische Kirche den Dialog mit Kunst und Kultur, sagte Pr\u00e4ses Annette Kurschus: \u201eWir sind offen f\u00fcr das Unvorhersehbare und das Unberechenbare\u201c, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, die in diesem Jahr Gastgeberin der Feier zur Preisverleihung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-3023","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3023"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3023\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}