{"id":3049,"date":"2015-10-06T13:42:00","date_gmt":"2015-10-06T11:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/verstehen-wir-die-zeichen-der-zeit\/"},"modified":"2015-10-06T13:42:00","modified_gmt":"2015-10-06T11:42:00","slug":"verstehen-wir-die-zeichen-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/verstehen-wir-die-zeichen-der-zeit\/","title":{"rendered":"Verstehen wir die Zeichen der Zeit?"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Carmen Speck ist es die zweite gro\u00dfe Pilgerreise. Den Weg von Frankreich nach Spanien hat sie bereits zur\u00fcckgelegt. Jetzt will sie nach Paris. \u201eEs wird immer wieder vor dem Klimawandel gewarnt und doch schauen viele weg\u201c, sagt die Teilnehmerin am \u00d6kumenischen Pilgerweg f\u00fcr Klimagerechtigkeit. In Flensburg ist der Pilgerweg am 12. September gestartet, sie selbst l\u00e4uft seit Hamburg mit. Wenn sich unterwegs eine Gelegenheit bietet, spricht Carmen Speck Passanten an und erz\u00e4hlt von den Zielen der Aktion. Manchmal dauert die Unterhaltung l\u00e4nger. Dann m\u00fcsse sie die anderen erst wieder einholen, schmunzelt die Hamburgerin. &nbsp;<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eGeht doch!\u201c wollen die Pilger auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen. Aufgerufen hatte dazu ein B\u00fcndnis aus Landeskirchen, Di\u00f6zesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und Verb\u00e4nden. Der Zielort Paris ist vom 30. November bis 11. Dezember Gastgeber der 21. Weltklimakonferenz. L\u00e4uft alles glatt, trifft die Pilgergruppe dort drei Tage vorher ein.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Streckenabschnitte f\u00fchren die Teilnehmer aktuell durch das Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Erste Station ist an diesem Montag die Stadt Wildeshausen. \u00dcber 40 Pilger starten um&nbsp; 9.30 Uhr in Harpstedt, gegen 15.30 Uhr erreichen sie das Kreishaus in Wildeshausen. Auch Claudia St\u00fcwe hat sich auf die fast 14 Kilometer lange Strecke begeben. F\u00fcr sie sei die Aktion nicht nur politisch, sondern ebenso ein sehr spirituelles Erlebnis gewesen, erz\u00e4hlt die Klimamanagerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg sp\u00e4ter. Ein mediativer Gang durch den Wald habe sie besonders beeindruckt. 15 Minuten Stille. Da sei sie ganz bei sich gewesen, sagt sie. Allen Dauerpilgern w\u00fcnsche sie f\u00fcr ihren weiteren Weg \u201eGottes Segen, viel Freude und Mut\u201c. Den Mut, sich nicht von dem gro\u00dfen Wort \u201eKlimaschutz\u201c abschrecken zu lassen. Zu denken: \u201eIch allein kann doch eh nichts \u00e4ndern.\u201c <\/p>\n<p>Jeder k\u00f6nne helfen, betont Heinz-Otto Babilon. Indem er oder sie im Herbst etwas l\u00e4nger damit warte, die Heizung hochzufeuern. Oder mal mit dem Rad, statt dem Auto zum B\u00e4cker fahre. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter im katholischen Bistum Osnabr\u00fcck hat er den Abschnitt von Bremen nach Osnabr\u00fcck mit vorbereitet. In die Aufgabe sei er \u201eso reingerutscht\u201c, erz\u00e4hlt der Mann aus Bad Laer. Er selbst ist seit Hamburg dabei, will noch bis M\u00fcnster mitgehen. Da ist zumindest f\u00fcr ihn Schluss. <\/p>\n<p>Es sei beeindruckend, wie viele Menschen sich auf den Weg gemacht h\u00e4tten, sagt Pastorin Beatrix Konukiewitz. Seit zwei Jahren arbeitet sie in Wildeshausen, ist stolz, dass der Klimapilgerweg durch diesen Ort f\u00fchrt. Gemeinsam mit Bischof Jan Janssen h\u00e4lt die Pastorin am Montagnachmittag den \u00f6kumenischen Gottesdienst in der Alexanderkirche ab, die einzige erhaltene Basilika im Oldenburger Land. <\/p>\n<p>\u201eIn dieser Region wissen wir, sturmerprobt und fluterfahren, was Wetter anrichten kann. Und was Klimaver\u00e4nderungen bedeuten k\u00f6nnen, ahnen wir im Gedenken der vielen Opfer von Sturmfluten in untergegangenen D\u00f6rfern und Kirchen\u201c, mahnt der Bischof. In seiner Predigt zu Lukas, 12, 54 \u2013 56, \u00fcberlegt er: \u201eVerstehen wir die Zeichen der Zeit schon, nach denen Jesus seine Leute fragt?\u201c Oder w\u00fcrden wir nur oberfl\u00e4chlich nach den Wolken und dem Wind sehen und \u00fcber Hitzefrei oder Herbstregen schwadronieren \u2013 \u201ewie Jesus selbst sp\u00f6ttelnd an uns und unserem Gerede beobachtet!\u201c <\/p>\n<p>Es sei h\u00f6chste Zeit, so Janssen, sich ernsthaft mit den Klimafragen auseinanderzusetzen. \u201eF\u00fcr diesen Kampf f\u00fcr unser Klima sind Sie alle unterwegs \u2013 mit Leib und Seele, mit Hand und Fu\u00df \u2013 daf\u00fcr sage ich namens unserer Kirche von Herzen Dank. Ihnen wie allen, die Ihnen in Gastfreundschaft begegnen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Melanie Thiel de Gafenco<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Carmen Speck ist es die zweite gro\u00dfe Pilgerreise. 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