{"id":3108,"date":"2015-10-18T01:14:00","date_gmt":"2015-10-17T23:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bekenntnis-zur-willkommenskultur-fuer-fluechtlinge\/"},"modified":"2015-10-18T01:14:00","modified_gmt":"2015-10-17T23:14:00","slug":"bekenntnis-zur-willkommenskultur-fuer-fluechtlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bekenntnis-zur-willkommenskultur-fuer-fluechtlinge\/","title":{"rendered":"Bekenntnis zur Willkommenskultur f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge"},"content":{"rendered":"<p>Die Synodalen und G\u00e4ste der Kreissynode des Ev.-luth. Kirchenkreises Delmenhorst \/ Oldenburg Land versammelten sich am Freitag, 16.Oktober, zun\u00e4chst in der Stadtkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Delmenhorst zur Andacht, bevor die Verhandlungen im benachbarten Gemeindezentrum begannen. <\/p>\n<p>Pfarrer Lars L\u00f6wensen setzte mit seiner Andacht \u00fcber Mt 25,31ff (Vom Weltgericht, \u201e&#8230;was du einem von diesen Geringsten getan hast, das hast du mir getan&#8230;\u201c) einen ersten Impuls f\u00fcr die Schwerpunktthemen der Synode: Willkommenskultur f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und helfendes Handeln der Kirche durch Gemeinden und Diakonie allgemein.&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Begr\u00fc\u00dfung der Anwesenden durch den Vorsitzenden der Synode, Dr. Detlev Lauh\u00f6fer, und die Verpfichtung der neuen Mitglieder der Synode, sprachen Stadtrat Berger aus Delmenhorst und die stellvertretende Landr\u00e4tin des Landkreises Oldenburg, Christel Ziesler, Gru\u00dfworte. Frau Ziesler w\u00fcrdigte mit ihren Worten besonders das ehrenamtliche Engagement f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge, was die Synode durch starken Applaus bekr\u00e4ftigte. <\/p>\n<p>Ein Tagesordnungspunkt wurde vorgezogen: Durch das Ausscheiden des stellvertretenden Vorsitzenden der Synode, Wolfgang K\u00f6ppen, wurde eine Neuwahl notwendig. Die vorgeschlagene Synodale Dorlis Woltjen aus der Kirchengemeinde St. Stephanus Delmenhorst wurde einstimmig gew\u00e4hlt und nahm sofort ihren Platz im Pr\u00e4sidium der Synode ein. <\/p>\n<p>Kreispfarrer Bertram Althausen stellte in seinem Bericht die weiteren Fortschritte bez\u00fcglich des Pilotprojekts einer Jugendkirche im Kirchenkreis vor. Der Umzug sei vollzogen, die Diakoninnen und Diakone haben ihre B\u00fcros in der Friesenstra\u00dfe bezogen, wo ja schon seit l\u00e4ngerem in der St.Paulus Kapelle die GoTo Gottesdienste stattfinden. Die Basisfinanzierung f\u00fcr die Jugendkirche sei durch die vergangene Landessynode in Rastede abgesichert worden, nun gehe es um die Konkretisierung eines Haushaltes und der n\u00f6tigen Investionen f\u00fcr den laufenden Betrieb. <\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Schwerpunktsetzungen der Fr\u00fchjahrssynode, ist Pfarrerin Christiane Geerken-Thomas als amtierende Kreisjugendpfarrerin nun offiziell mit einer 25%-Stelle daf\u00fcr vom Kirchenkreis beauftragt worden. <\/p>\n<p>Um den neuen Herausforderungen bez\u00fcglich des Zuzugs der Fl\u00fcchtlinge zu begegnen, ist auch der Kreisdiakoniepfarrer Dietrich Jaedicke mit einer 25%-Stelle vom Kirchenkreis beauftragt worden. Schlie\u00dflich wurde der Abschied von Silvia Schierenberg aus dem Sekretariat des Kreispfarramtes bekanntgegeben, die Nachfolgerin steht aber schon fest: Sabine Kettler-Rei\u00dfmann, den Synodalen als Mitarbeiterin der RDS schon gut bekannt. <\/p>\n<p>Kreisdiakoniepfarrer Dietrich Jaedicke moderierte vier Kurzberichte \u00fcber die konkrete Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen im Landkreis und in der Stadt Delmenhorst. Beeindruckend war der Eingangsbericht von Sandra Baba, der komplett auf arabisch gehalten wurde. Mit Hintergrundgedanken: keiner der Synodalen verstand mehr als die Worte \u201eGanderkesee\u201c und \u201eDiakonie\u201c. So w\u00e4re es f\u00fcr viele Fl\u00fcchtlinge, wenn sie hier ankommen. Sie verstehen auch kaum ein Wort. <\/p>\n<p>Deshalb seien vor allem Akzeptanz und Kontaktm\u00f6glichkeiten notwendig f\u00fcr eine gute Willkommenskultur, so die Fl\u00fcchtlingssozialarbeiterin. Dies war nachzulesen in der deutschen \u00dcbersetzung ihres Berichtes, der dann verteilt wurde. Herr Kurzawski aus Ganderkesee berichtete von einer Ehrenamtlicheninitiative, die neu angekommenen Fl\u00fcchtlinge mit Fr\u00fchst\u00fcck und mit Abendessen zu versorgen. Er appellierte: \u201eWir haben einfach angefangen\u201c, die teilweise dann auftretenden Probleme wurden nach und nach gel\u00f6st. <\/p>\n<p>Die Pfarrerinnen Susanne Schymanitz und Anne Frerichs berichteten aus ihren Gemeinden D\u00f6tlingen und 12-Apostel Delmenhorst von Kreisen und Sprachkursen, von materiellen Hilfen \u00fcber Erstaustattung f\u00fcr Babys bis hin zu Fahrr\u00e4der f\u00fcr Erwachsene. Hierbei wurde die gute und enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Diakonischen Werkes gelobt. Allen Synodalen war klar, dass diese Aufgabe noch lange eine Herausforderung kirchlichen Handelns darstellen werde. <\/p>\n<p>Im Kontext dieses Tagesordnungspunktes wurde eine Beschlussvorlage vom Kreispfarrer eingebracht, die den Wunsch zu einer Willkommenskultur in der Kirche unterstrreicht. Der konkrete Wortlaut des Beschlusses ist folgenderma\u00dfen:<br \/><i>\u201eDie Fl\u00fcchtlinge sollst du nicht bedr\u00e4ngen und bedr\u00fccken.\u201c (2. Mose 22,20)<br \/>Die Kreissynode unterst\u00fctzt ausdr\u00fccklich die Willkommensaktivit\u00e4ten, Hilfestellungen und praktizierte Gastfreundschaft der Gemeindeglieder, Kirchengemeinden und Einrichtungen f\u00fcr die Menschen, die zu uns kommen. <br \/>Wir als Christinnen und Christen hei\u00dfen alle Menschen, die bei uns ein Leben in Sicherheit und Frieden suchen, herzlich willkommen.<br \/>Wir ermutigen und unterst\u00fctzen die Kirchengemeinden, die Diakonie und alle Freiwilligen, in ihrem Engagement fortzufahren und nicht nachzulassen.<\/i><\/p>\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Aussprache wurde der intensiv erarbeitete Beschluss mit gro\u00dfer Mehrheit verabschiedet, das Diakonische Werk des Kirchenkreises in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. Die Gr\u00fcndungssatzung des Diakonischen Werkes Delmenhorst \/ Oldenburg Land e.V. lag den Synodalen im Wortlaut vor und fand die entsprechende Zustimmung. Nach den noch n\u00f6tigen Verfahren soll die Satzung dann zum 1. Juli 2016 in Kraft treten. Vorteil eines \u201ee.V.\u201c sei, so das Vorstandsmitglied Wolfgang Pape, die Vereinfachung von Entscheidungsprozessen und eine schnellere Handlungsf\u00e4higkeit. <\/p>\n<p>Diverse Nachwahlen und die Verabschiedung von Jahresrechungen und Haushaltspl\u00e4nen des Diakonischen Werkes waren die letzten Punkte auf der Tagesordnung. Mit dem Segen wurden die Synodalen nach einer arbeitsreichen Sitzung mit richtungsweisenden Beschl\u00fcssen verabschiedet. <\/p>\n<p><i>Ein Beitrag von Pfarrer Thomas Meyer.<\/i><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Synodalen und G\u00e4ste der Kreissynode des Ev.-luth. Kirchenkreises Delmenhorst \/ Oldenburg Land versammelten sich am Freitag, 16.Oktober, zun\u00e4chst in der Stadtkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Delmenhorst zur Andacht, bevor die Verhandlungen im benachbarten Gemeindezentrum begannen. 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