{"id":3153,"date":"2015-10-21T09:28:00","date_gmt":"2015-10-21T07:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/sie-haben-nachhaltige-spuren-hinterlassen\/"},"modified":"2015-10-21T09:28:00","modified_gmt":"2015-10-21T07:28:00","slug":"sie-haben-nachhaltige-spuren-hinterlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sie-haben-nachhaltige-spuren-hinterlassen\/","title":{"rendered":"\u201eSie haben nachhaltige Spuren hinterlassen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven ist in M\u00fcnster (Westfalen) zusammen mit zwei anderen Initiativen mit dem vierten \u00d6kumenischen F\u00f6rderpreis \u201eEine Welt\u201c ausgezeichnet worden. Der Kirchenkreis erhielt den Preis in der Kategorie \u201eKlimagerechtigkeit\u201c, w\u00e4hrend in der Kategorie \u201ekirchliche Partnerschaftsarbeit\u201c die Katholische Landjugendbewegung M\u00fcnchen-Freising und in der Kategorie \u201eEntwicklungspolitik global\u201c die Aktion Dritte Welt Saar geehrt wurde. Der \u00d6kumenische F\u00f6rderpreis Eine Welt wird seit 2012 allj\u00e4hrlich vom Katholischen Fonds &#8211; Kooperation Eine Welt\u201c der katholischen Hilfswerke und von \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c auf evangelischer Seite f\u00fcr besonderes entwicklungspolitisches Engagement verliehen. Schirmherr des Preises ist der Bundesminister f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd M\u00fcller. &nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas Wort ,Eine Welt\u00b4 ist f\u00fcr die Zukunft unser Erde entscheidend\u201c, betonte der katholische M\u00fcnsteraner Weihbischof&nbsp; Dr. Stefan Zekorn bei der Preisverleihung in der Katholisch-Sozialen Akademie Franz-Hitze-Haus. \u201eDie Erde ist unser gemeinsames Haus, und wir merken \u2013 etwa durch die Fl\u00fcchtlinge &#8211; , dass es nicht funktioniert, ein Stockwerk einfach brennen zu lassen, ja den Brand an verschiedenen Stellen sogar noch durch den eigenen Ofen zu befeuern.\u201c Zekorn forderte deshalb eine Spiritualit\u00e4t, die das Handeln ver\u00e4ndere; ein Vorbild f\u00fcr eine solche Spiritualit\u00e4t sei der heilige Franz von Assisi. Die Preistr\u00e4ger h\u00e4tten sich aus einer solchen Haltung heraus engagiert und w\u00fcrden daf\u00fcr ausgezeichnet. \u201eWir brauchen eine solch tiefe Spiritualit\u00e4t, damit unser aller Handeln sich so ver\u00e4ndert, dass das gemeinsame Haus der Erde f\u00fcr alle bewohnbar bleibt oder besser: \u00fcberhaupt f\u00fcr alle bewohnbar wird\u201c, hob Zekorn hervor. Annette Muhr-Nelson, Leiterin des Amtes f\u00fcr Mission, \u00d6kumene und kirchliche Weltverantwortung, mahnte, die derzeitige Situation im Nahen und Mittleren Osten erinnere an den 30-j\u00e4hrigen Krieg, der einst in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck beendet worden sei. \u201eEs brennt an vielen Enden der Erde, und die momentanen Machtspiele gehen zu Lasten der betroffenen Menschen. Wir sp\u00fcren ihr Leid mit.\u201c Umso mehr komme es heutzutage darauf an, Gott beim Erhalt der Sch\u00f6pfung zu dienen und allen Menschen einen angenehmen Aufenthalt auf der Erde zu sichern, so Muhr-Nelson. <\/p>\n<p>Die Unterabteilungsleiterin und UNICEF-Beauftragte des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Dr. Ulla Mikota, w\u00fcrdigte das Projekt \u201eZukunft einkaufen\u201c des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven. Die Preistr\u00e4ger h\u00e4tten ihr Projekt im Jahr 2011 gestartet und daf\u00fcr gesorgt, dass das kirchliche&nbsp; Beschaffungs- und Einkaufswesen nach sozialen und \u00f6kologischen Kriterien ausgerichtet werde, lobte Mikota. F\u00fcnf Kirchengemeinden und das Diakonische Werk seien von Anfang an dabei gewesen, und viel sei in Bewegung geraten. \u201eWas Sie auf den Weg gebracht haben, hat mich tief beeindruckt\u201c, sagte die BMZ-Unterabteilungsleiterin.&nbsp; Im Laufe der Zeit seien dann immer mehr Gemeinden eingeladen worden, fairen Blumenschmuck, Bio-Fleisch oder Recycling-Papier einzukaufen. \u201eSie haben Strukturen ver\u00e4ndert und nachhaltige Spuren hinterlassen \u2013 bei den Kommunen, bei den Lieferanten und in der \u00d6ffentlichkeit\u201c, erkl\u00e4rte Mikota. Letztlich habe der Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven sich selbst eine Beschaffungs-Leitlinie gegeben, und nach Beendigung des Projekts seien auf landeskirchlicher Ebene finanzielle Mittel f\u00fcr eine Verstetigung&nbsp; bereitgestellt worden.&nbsp; \u201eSie hatten den Mut, gro\u00df zu denken und klein anzufangen\u201c, lobte die BMZ-Vertreterin. Ziel und Konzept des Projekts seien hochaktuell, erst recht, wenn man bedenke, dass die Kirche \u00fcber ein gesch\u00e4tztes Einkaufsvolumen von 6o Milliarden Euro verf\u00fcge.&nbsp; \u201eBei wirklichem Willen k\u00f6nnte aus Ihrem Weg ein Weg f\u00fcr uns alle werden\u201c, regte Mikota an.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, hatte zuvor die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) M\u00fcnchen-Freising geehrt und ihr bescheinigt, sie engagiere sich nicht in Form einer Patenschaft, sondern im Rahmen einer wirklichen Partnerschaft mit Bolivien, nicht durch Geld-Geben, sondern durch Begegnung, Austausch und Dialog. \u201eIch bin sicher: Wenn Jugendliche sich f\u00fcr eine solche Arbeit einsetzen, dann ziehen ganz viele mit\u201c, f\u00fcgte Schick hinzu. \u201eIhr seid auf der richtigen Spur. Weiter so!\u201c Prof. Dr. Claudia Warning, Vorstand von Brot f\u00fcr die Welt \u2013 Evangelischer Entwicklungsdienst, zeichnete das Projekt \u201eErna goes fair\u201c der Aktion Dritte Welt Saar aus. Dieses Projekt f\u00fcr faire Landwirtschaft nehme Bauern aus verschiedenen Weltregionen in den Blick und sei aus der Perspektive der Betroffenen in Paraguay du im Senegal konzipiert. So habe das Plakat der Initiative \u201eDeutsche K\u00fche weiden in Paraguay und schei\u00dfen auf die Bauern im Senegal\u201c Furore gemacht. \u201eSie k\u00fcmmern sich aber auch um die Bauern in Deutschland und nehmen deren Zw\u00e4nge ernst\u201c, w\u00fcrdigte Warning die Preistr\u00e4ger. \u201eIhr Ziel ist eine Landwirtschaft, die wirklich allen zugutekommt.\u201c L\u00e4ngst habe das Projekt, das alles andere als provinziell sei, \u00fcberregionale Ausstrahlung gewonnen. Beim anschlie\u00dfenden \u201eSofa-Gespr\u00e4ch ohne Sofa\u201c f\u00fcgte Warning hinzu, es komme heutzutage darauf an, sich durch solche Projekte gegenseitig anzuregen, zu begeistern und zu st\u00e4rken.&nbsp; \u201eDas Feuer, das hier brennt, muss weitergegeben werden, das ehrenamtliche Engagement muss sich m\u00f6glichst multiplizieren\u201c, forderte die Entwicklungsexpertin.<br \/>\n<span style=\"font-style: italic\">Gerd Felder<\/span><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven ist in M\u00fcnster (Westfalen) zusammen mit zwei anderen Initiativen mit dem vierten \u00d6kumenischen F\u00f6rderpreis \u201eEine Welt\u201c ausgezeichnet worden. 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