{"id":3192,"date":"2015-10-29T10:50:00","date_gmt":"2015-10-29T09:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/experte-fordert-gesundes-und-lebensfrohes-essen-fuer-kinder-schulkuechen-sollten-auch-religioese-speisevorschriften-beachten\/"},"modified":"2015-10-29T10:50:00","modified_gmt":"2015-10-29T09:50:00","slug":"experte-fordert-gesundes-und-lebensfrohes-essen-fuer-kinder-schulkuechen-sollten-auch-religioese-speisevorschriften-beachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experte-fordert-gesundes-und-lebensfrohes-essen-fuer-kinder-schulkuechen-sollten-auch-religioese-speisevorschriften-beachten\/","title":{"rendered":"Experte fordert gesundes und lebensfrohes Essen f\u00fcr Kinder &#8211; Schulk\u00fcchen sollten auch religi\u00f6se Speisevorschriften beachten"},"content":{"rendered":"<p>G\u00f6ttingen (epd). Schulk\u00fcchen und -mensen sollten nach Ansicht der Haushaltswissenschaftlerin Elisabeth Leicht-Eckhard bei der Zubereitung von Mahlzeiten grunds\u00e4tzlich auch religi\u00f6se Speisevorschriften beachten. Die Umsetzung sei allerdings mit Aufwand verbunden und in kleinen K\u00fcchen oft nicht zu leisten, r\u00e4umte die Osnabr\u00fccker Professorin am Donnerstag beim 9. Deutschen Kongress Schulverpflegung in G\u00f6ttingen ein. Wichtig sei es daher, den tats\u00e4chlichen Bedarf rechtzeitig zu ermitteln.<\/p>\n<p>Nach R\u00fccksprache mit Sch\u00fclern, die nicht-christlichen Religionsgemeinschaften angeh\u00f6rten, seien bei der Essenzubereitung zudem oft Kompromisse m\u00f6glich. Entscheidend f\u00fcr eine Akzeptanz von Speisen sei auch ein transparentes Vorgehen von K\u00fcchen und Schulleitungen, sagte Leicht-Eckhard. Bei den muslimischen Speisevorschriften gebe es etwa neben erlaubten und verbotenen Nahrungsmitteln eine \u00abGrauzone des Verp\u00f6nten\u00bb. Im Buddhismus seien die meisten Speisevorschriften nicht eindeutig festgelegt, \u00fcberdies betr\u00e4fen sie nur M\u00e4dchen und Jungen ab 12 Jahren.<\/p>\n<p>Am Rande der Tagung verlangte der Arzt und Gesundheitspolitiker Ellis Huber, dem Thema Ern\u00e4hrung in der schulischen und vorschulischen Bildung viel Raum zu geben. Kinder und Jugendliche sollten etwa lernen, \u00abwie sie gesundes und lebensfrohes Essen machen und genie\u00dfen k\u00f6nnen\u00bb, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes der Pr\u00e4ventologen und stellvertretende Vorsitzende des Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin.<\/p>\n<p>\u00abWenn gesundes Essen erlebt wird, sichert dies die Gesundheit bis ins hohe Alter\u00bb, sagte Huber. Werde ungesundes Essen zur Gewohnheit, koste das Staat und Krankenkasse sp\u00e4ter viel Geld und die jungen Leute w\u00fcrden ihres eigenen Lebens weniger froh. \u00abGesundheitsbildung macht f\u00fcr das Leben stark und daf\u00fcr braucht es die richtigen Lebensmittel und Lebenskompetenzen\u00bb, f\u00fcgte der Gesundheitspolitiker hinzu.<\/p>\n<p>\u00abGesund Essen, Freude an der Bewegung, mit sich selbst im Reinen sein und die eigene Gesundheitskompetenz erleben, das sind Bildungsziele und konkrete Herausforderungen in der Welt von Coca Cola, Red Bull, Computerspielen oder Internetkommunikation\u00bb, betonte Huber. Ber\u00fchrung, Begegnung, Genuss und Gestaltungsfreude k\u00f6nnten Bestandteil der Schulverpflegung sein. \u00abWenn diese lieblos, grau und funktional ohne Lust und Freude abf\u00fcttert, legen wir die Grundlagen f\u00fcr die k\u00fcnftigen Gesundheitsprobleme und Krankheiten.\u00bb<\/p>\n<p>Gesunde vegetarische oder vegane Ern\u00e4hrung d\u00fcrfe Kindern keinesfalls aufgezwungen werden, mahnte Huber. Mit dogmatischen oder ideologischen Zeigefingern geht das nicht. Wer auf Salz, Fett, Zucker oder Fleisch durch die Nahrungsmittelindustrie und die allt\u00e4gliche Werbung konditioniert sei, m\u00fcsse abgeholt werden. \u00abVorgaben von oben n\u00fctzen nichts, gutes Leben l\u00e4sst sich nicht verordnen, es muss erlebt werden\u00bb.<\/p>\n<p>Das Deutsche Netzwerk f\u00fcr Schulverpflegung, das den Kongress gemeinsam mit der Stadt G\u00f6ttingen veranstaltete, vergab ebenfalls am Donnerstag den \u00abGoldenen Teller 2015\u00bb f\u00fcr die beste Schulverpflegung an die G\u00f6ttinger Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule. T\u00e4glich werden dort rund 1.200 Mittagessen ausgegeben. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von 40 bundesweit nominierten Schulen konnten sich im Internet an der Wahl beteiligen. Im vergangenen Jahr hatte die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in Braunschweig den Goldenen Teller bekommen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttingen (epd). 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