{"id":3267,"date":"2015-11-15T20:56:00","date_gmt":"2015-11-15T19:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/impulse-fuer-die-arbeit-vor-ort\/"},"modified":"2015-11-15T20:56:00","modified_gmt":"2015-11-15T19:56:00","slug":"impulse-fuer-die-arbeit-vor-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/impulse-fuer-die-arbeit-vor-ort\/","title":{"rendered":"Impulse f\u00fcr die Arbeit vor Ort"},"content":{"rendered":"<p>Kirchenp\u00e4dagogin Sandra Bohlken hat alte CDs mitgebracht, eine ausgediente Schreibtischlampe, Kronkorken, sogar ein einzelnes Speichenrad. Gegenst\u00e4nde, die sonst im M\u00fcll oder auf dem Flohmarkt landen. Hier, in ihrem Workshop auf dem Kirchen\u00e4ltestentag, soll aus ihnen etwas Neues entstehen. Einen Augenblick z\u00f6gern die Teilnehmer. Dann schnappt sich die erste einen F\u00f6hn, um CDs zu schmelzen. Die n\u00e4chste Gemeindekirchen\u00e4lteste greift nach einer Spr\u00fchdose und einer leeren Konserve. 30 Minuten lang wird geschraubt, gebohrt, geklebt. Und pl\u00f6tzlich stehen dort ein Notenhalter, eine bunte Dose f\u00fcr Schrauben oder ein Wunschbaum, an dem sich kleine Notizen befestigen lassen. \u201eWir haben dem Alten eine neue Chance gegeben\u201c, erkl\u00e4rt Gemeindeberater Friedhelm Stemberg. Auch Gemeindeh\u00e4user, Kirchen, Kapellen seien irgendwann gebaut worden. Wurden eingerichtet und genutzt. Manches gefiele noch immer. Anderes m\u00fcsse neu gedacht werden. Aber wie?<\/p>\n<p>\u201eGemeinde bauen \u2013 Spielraum und Auftrag\u201c lautet der Titel des inzwischen zweiten Kirchen\u00e4ltestentags. Sandra Bohlkens und Friedhelm Stembergs Workshop ist an diesem Samstag nur einer von dreien. Olaf Ripke aus Hannover begibt sich mit den Anwesenden auf eine \u201egeistliche Spurensuche\u201c. Der Cloppenburger Pastor Wolfgang K\u00fcrschner stellt zwei Entscheidungsverfahren bei komplexen Aufgabenstellungen vor. Durch das heute Gelernte k\u00f6nne sie das Verhalten anderer Mitglieder des Gemeindekirchenrates, aber ebenso ihr eigenes k\u00fcnftig besser einsch\u00e4tzen, ist Waltraud Eichhorn \u00fcberzeugt. Die Teilnehmerin aus Ahlhorn ist bereits seit rund einem Vierteljahrhundert Mitglied im Gemeindekirchenrat. \u201eDa hat man schon viel erlebt\u201c, erz\u00e4hlt sie. Aus Veranstaltungen wie diese nehme sie nach wie vor viel f\u00fcr sich und ihre Arbeit mit. <\/p>\n<p>\u201eIch habe den Eindruck, dass die Leute aufmerksam dabei sind\u201c, sagt Bernd R\u00fcger, Leiter der Arbeitsstelle f\u00fcr Gemeindeberatung. Gemeinsam mit Referentin Birgit J\u00fcrgens und Teamassistentin Jutta Claa\u00dfen hat er die Kirchen\u00e4ltesten in das Haus Hohenb\u00f6ken in Ganderkesee eingeladen. 22 sind der Einladung gefolgt. Aus allen Kirchenkreisen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg ist jemand da: Oldenburg Stadt, Oldenburger M\u00fcnsterland, Wesermarsch, Ammerland. Delmenhorst\/Oldenburg Land, Friesland \u2013 Wilhelmshaven. <\/p>\n<p>Als \u201ewunderbaren Schatz\u201c bezeichnet Sabine Bl\u00fctchen jene, die heute Kirche mitgestalten, sich den k\u00fcnftigen Aufgaben stellen wollen \u2013 ob Kirchen\u00e4lteste oder andere Interessierte. Der Evangelisch-Lutherischen Kirche, macht die Synodenpr\u00e4sidentin deutlich, st\u00fcnden gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen und Herausforderungen bevor. Die Gesellschaft wird kleiner und \u00e4lter. Junge Menschen wachsen meist kirchenfern auf. Dadurch schrumpfen auch die Gemeinden, Kirchensteuern und damit die finanziellen Mittel gehen zur\u00fcck. W\u00e4hrend sich Pfarrstellen auf dem Land zunehmend schwerer besetzen lassen, sieht sich die Kirche im st\u00e4dtischen Raum in Konkurrenz zu anderen Sinnanbietern. \u201eWas behalten wir bei?\u201c, fragt Sabine Bl\u00fctchen angesichts dieser Entwicklungen. \u201eWas lassen wir?\u201c Das seien keine neuen Fragen, betont die Synodenpr\u00e4sidentin. Aber sie seien wieder aktuell. <\/p>\n<p>Ulrike Cepin f\u00e4hrt mit gest\u00e4rktem R\u00fccken zur\u00fcck nach Ohmstede in Oldenburg. Sie habe auf der Tagung viele Impulse erhalten, \u201eum mutig bei der Stange zu bleiben.\u201c Durch die Gespr\u00e4che mit Amtskollegen erkenne man, sagt sie, dass sich die Probleme aus dem eigenen Kirchenbezirk \u00fcberall wiederfinden lassen. Auch Martin Frebel genie\u00dft die Begegnung mit anderen Kirchen\u00e4ltesten. \u201eHier trifft man Menschen, die teils aus ganz anderen Strukturen kommen\u201c, sagt der Teilnehmer aus der Kirchengemeinde Oldenburg, Bezirk Christuskirche. Das mache den Austausch sehr spannend. Sch\u00f6n findet er, dass aus allen vier Bezirken der Kirchengemeinde Oldenburg Mitglieder angereist sind. Schmunzelnd f\u00fcgt er hinzu: \u201eAbgesprochen war das nicht.\u201c<\/p>\n<p>In den Pausen stecken die 22 Teilnehmer immer wieder die K\u00f6pfe zusammen. Fragen einander: \u201eWie ist das bei Euch?\u201c Sie erlebe kaum, dass mal jemand alleine steht, freut sich Jutta Claa\u00dfen. Die Teamassistentin ist zum ersten Mal dabei. Neun Monate, verr\u00e4t sie, habe die Vorbereitung gedauert. Und schon jetzt laufen die ersten \u00dcberlegungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Termin in zwei Jahren. <br \/><i>Melanie Thiel de Gafenco<\/i><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirchenp\u00e4dagogin Sandra Bohlken hat alte CDs mitgebracht, eine ausgediente Schreibtischlampe, Kronkorken, sogar ein einzelnes Speichenrad. Gegenst\u00e4nde, die sonst im M\u00fcll oder auf dem Flohmarkt landen. 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